Das CL-Finale 1999 gegen Man United ist als Trauma von Barcelona in die Annalen des FC Bayern eingegangen. Was ist aber die Steigerung eines Traumas? Schweinsteiger und Robben werden das nach dem äußerst bitteren Finale dahoam beantworten können.
Der FC Bayern war im Finale der Champions League gegen den FC Chelsea die deutlich bessere Mannschaft das Chancenverhältnis von 35:9 spricht eine deutliche Sprache. Die Bayern gingen in Führung, hatten in der Verlängerung die Elfmeter-Chance zum Siegtreffer, lagen auch im Elfmeterschießen mit einem Treffer vorn, und trotzdem reichte es nicht zum fünften Titel in der Königsklasse.
Gepaart mit der Tatsache, dass das Finale vor heimischer Kulisse stattfand und eine ganze Stadt nach diesem Titel gelechzt hatte, wird es als extrem bitterer Moment in die Vereinsgeschichte der Bayern eingehen. Vielleicht sogar als bitterster Moment überhaupt, was nach dem Finale 1999, als gegen Manchester United in der Nachspielzeit der KO kam, ziemlich schwer ist.
In der Analyse zum großen Finale versuchen wir über das erneute Trauma hinaus die möglichen Folgen für die EM 2012 zu bestimmen und sprechen auch über den vermeintlichen Heimvorteil.
1) Es droht ein richtiger Knacks
Das Elend dieser Welt war in den Augen von Bastian Schweinsteiger abzulesen. Direkt nach dem verschossenen Elfmeter hatte er noch sein Trikot über das Gesicht gezogen, hinterher lief er nahezu apathisch über den Rasen und die Tribüne hinauf. Der Pfostenschuss von Schweinsteiger wird als ein negativer Höhepunkt in die Annalen des FC Bayern eingehen.
Damit hat der FC Bayern das zweite Jahr in Folge keinen Titel gewonnen. Das allein entspricht schon nicht dem Selbstverständnis dieses Clubs. Doch das Wie sollte die Verantwortlichen zum Nachdenken bringen. National ist Borussia Dortmund enteilt und international reichte es schon wieder nicht zum großen Triumph. "Das ist eine sehr bittere Niederlage für den FC Bayern", wollte dann auch Bayern-Trainer Jupp Heynckes nicht um den heißen Brei herum reden.





