Angeblich hassen DFL und DFB den VfL Wolfsburg, Simon Kjaer und Diego offenbar Felix Magath. Trotzdem empfängt der die beiden Rückkehrer mit offenen Armen. Oder will er etwa nur den Preis hochtreiben? sportal.de inspiziert die offenen Baustellen in der niedersächsischen Provinz.
Derzeit präpariert sich der VfL Wolfsburg im Sommertrainingslager an der Flensburger Förde. Und natürlich spart Trainer Felix Magath nicht an schweißtreibenden Konditionsübungen. Besonders hart sind die 80-minütigen Einheit auf den 70 Stufen der Treppe am Bootsanleger der Marineschule in Flensburg Mürwik, die die Spieler rückwärts, auf einem Bein bzw. mit einem Kollegen huckepack zu absolvieren hatten.
Das Ziel ist klar: Noch so eine Saison wie im letzten Jahr will Magath mit den Wölfen nicht erleben. Daher muss die Mannschaft bereits zum Saisonbeginn in gut sieben Wochen topfit sein. "Es wäre besser, wenn wir uns diesmal von Beginn an oben aufhalten können. Denn im vergangenen Jahr mussten wir unseren nicht so guten Start teuer bezahlen. Wir haben diesmal ein Auftakt-Programm, bei dem wir von Beginn an oben mitmischen können", erklärte Magath waz-online.de.
Doch bevor die aus Wolfsburger Sicht hoffentlich erfolgreichere Saison starten kann, gibt es für Magath noch einige Probleme zu lösen, einige Baustellen zu beackern, die sportal.de in den Drei Fragen an den VfL Wolfsburg näher beleuchtet.
Warum mag eigentlich keiner den VfL Wolfsburg?
Dass Wolfsburg und speziell der VfL ein Imageproblem haben, ist ja nicht sonderlich neu. Alles begann mit einer schluchzenden Frau. 1997 hatte Beatrix Ivanauskas ihren Mann Valdas heulend angefleht, sie doch bitte unter gar keinen Umständen in die Provinz zu verschleppen. Valdas, ich liebe dich, aber ich kann nicht in Wolfsburg leben, bettelte sie damals angeblich mit tränenerstickter Stimme. Der Wechsel platzte.
Doch nicht nur verwöhnte Fußballer-Gattinnen haben offenbar Aversionen gegen Wolfsburg, sondern auch der DFB und die DFL - jedenfalls wenn man Felix Magath glauben darf. Im kicker kritisierte der Coach die mangelnde Unterstützung, die seinem Club von Seiten der Verbände zuteil werde. "Wir müssen damit leben, dass wir nicht sehr geliebt sind in der Liga und dass wir manchmal nicht diese Unterstützung bekommen, wie es vielleicht bei anderen Vereinen möglich ist", schimpfte Magath angesichts der Tatsache, dass der VfL an den ersten sechs Spieltagen nur einmal am Samstag spielen dürfe. Als relativ junger Club habe man einfach keine Lobby in den Verbänden.
Aber vielleicht ändert sich diese Benachteiligung ja irgendwann, wenn Magath mit Wolfsburg seine großen Ziele erreicht haben wird. "Wir wollen, dass der VfL in absehbarer Zeit zu den besten Teams gehört. Nicht nur in Deutschlands, auch in Europa", formulierte Magath ebenfalls im kicker unmissverständlich. Hoffentlich hat dann nicht am Ende auch noch Europa etwas gegen die Wölfe.
Wen mistet Magath noch aus seinem Kader aus?
Vielleicht nicht unbedingt etwas gegen Wolfsburg, aber speziell gegen Felix Magath haben dagegen die Spieler Diego und Simon Kjaer. Nach Zerwürfnissen mit dem Coach hatten sie sich in der letzten Saison ausleihen lassen, da ihre Clubs Atletico Madrid bzw. AS Rom die fälligen Ablösesummen für eine dauerhafte Verpflichtung aber nicht aufbringen können oder wollen, müssen sie zurück.





