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Datum: 05. Mai 2012, 17:28 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa
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VfB Stuttgart dreht Partie gegen den VfL Wolfsburg

VfB Stuttgart VfL Wolfsburg Bundesliga  Matthieu Delpierre Diego Benaglio
Diego Benaglio rettet vor Matthieu Delpierre

Das 3:2 (0:1) des VfB Stuttgart gegen den VfL Wolfsburg kam binnen sechs Minuten zustande, als die Schwaben ein 0:2 noch zum Sieg drehten.

Binnen sechs Minuten hat der VfB Stuttgart ein scheinbar schon verlorenes Spiel noch gedreht. Aber trotz einer unglaublichen Aufholjagd zum 3:2 (0:1)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg verpassten die Schwaben beim Saisonfinale noch den erhofften Sprung auf den fünften Tabellenplatz der Bundesliga.

Im Duell der beiden Konkurrenten um einen Platz im EM-Kader lagen der Stuttgarter Cacau (73.) und VfL-Stürmer Patrick Helmes (28.) mit jeweils einem Treffer gleichauf. Marco Russ erzielte vor 58.500 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena das 2:0 für die Gäste (60.). Maza hatte den Ausgleich für den VfB besorgt (77.), ehe Ibrahima Traoré (79.) den Sieg perfekt machte.

VfB-Trainer Bruno Labbadia musste seine Mannschaft gleich auf mehreren Positionen verändern, was sich aber auf die spielerische Qualität und das Engagement nicht negativ auswirkte. In der Vierer-Abwehrkette war der junge Gotoku Sakai auf rechts der einzige aus der Stammformation. Matthieu Delpierre feierte als Vertreter von Serdar Tasci zugleich Saisonpremiere und Abschied. Der Franzose wechselt zu 1899 Hoffenheim. Den gelb-gesperrten Georg Niedermeier ersetzte Maza, Arhur Boka durfte auf der linken Seite für Cristian Molinaro ran. Zudem rückte Cacau für den kurzfristig wegen eines grippalen Infektes ausgefallenen Shinji Okazaki in die Startelf.

VfB verwertet Chancen nicht

Beide Teams spielten couragiert nach vorne, sodass die Zuschauer eine abwechslungsreiche Partie geboten bekamen. Einziges Manko beim überlegenen VfB war die mangelhafte Chancenverwertung. So brachte Regisseur Tamas Hajnal nach einem Heber von Martin Harnik den allerdings aufspringenden Ball auch aus gut einem Meter nicht im Tor unter (13.). Pech hatte der Ungar, als sein präziser Freistoß noch aufs Tor abgefälscht wurde (23.). Ansonsten vergaben die Stuttgarter durch Eigensinn und Unentschlossenheit weitere Möglichkeiten.

Wolfsburg erwies sich im entscheidenden Moment als kaltschnäuziger: Nach perfektem Querpass von Mario Mandzukic vollstreckte Helmes souverän zum 1:0. Hier zeigte sich, wie anfällig die komplett umgebaute Abwehr in manchen Situationen war. Mandzukic hatte schon zuvor die Riesenchance zur Führung vergeben, als er frei stehend an VfB-Schlussmann Sven Ulreich scheiterte (24.).

Stuttgarter Wende im Dauerregen

Im zweiten Durchgang schüttete es zeitweise sintflutartig, aber zumindest auf den Spielfluss der Gäste wirkte sich das nicht negativ aus. Innenverteidiger Marco Russ erhöhte auf 2:0. Kurz zuvor hatte Christian Gentner relativ kläglich das 1:1 vergeben (58.). Generell war bei den Schwaben ein deutlicher Bruch im Spiel.

Aber nach Cacaus Anschlusstreffer per Kopf keimte neue Hoffnung auf. Urplötzlich übernahm der VfB wieder die Initiative, drückte Wolfsburg in die Defensive und drehte die scheinbar schon verlorene Partie innerhalb von sechs Minuten. Maza besorgte den Ausgleich. Traoré machte nur zwei Minuten später die Wende perfekt.