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2. VfB Stuttgart 1989/90
Datum: 17. September 2012, 07:30 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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VfB Stuttgart 1989/90

(Seite 2 von 3)

Besonders auswärts war Werder in dieser Spielzeit praktisch unbezwingbar mit nur zehn Gegentoren in 17 Spielen. Einzig Köln und Bayern schafften es, zwei Treffer in einem Spiel gegen die Bremer Gäste zu erzielen. Die vier Tore des HSV im Weserstadion und die drei Treffer von Bremen dort verhinderten eine noch fabelhaftere Marke am Saisonende.

VfB Stuttgart 1989/90

Trainer: Arie Haan

Defensive: Eike Immel - Karl Allgöwer - Nils Schmäler (Guido Buchwald), Alexander Strehmel

Gegentorlos gegen: Karlsruher SC (H, 2-0), FC Köln (A, 0-0), Waldhof Mannheim (H, 1-0)

Erstes Gegentor: 4. Spieltag, 74. Minute - Hamburger SV - VfB Stuttgart, 1:0 Jan Furtok

Saisonende: 6., 47 Gegentore

Im Jahr eins nach Jürgen Klinsmann, der zu Inter gewechselt war, setzte VfB-Trainer Arie Haan auf die Defensive als neue Stärke der zuvor offensiv ausgerichteten Mannschaft. Der ehemalige Stürmer Karl Allgöwer spielte (wie schon früher vereinzelt) Libero.

Aber die defensive Stabilität sollte nicht lange anhalten, und vor allem eine desolate Auswärtsbilanz mit nur sieben Punkten aus 17 Spielen sorgte dafür, dass der VfB sich am Saisonende nicht einmal für den UEFA Cup qualifizieren konnte, den er 1989 im Finale gegen Napoli noch fast gewonnen hatte.

MSV Duisburg 1991/92

Trainer: Willibert Kremer

Defensive: Heribert Macherey - Patrick Notthoff - Alfred Nijhuis, Andreas Gielchen

Gegentorlos gegen: VfB Stuttgart (H, 1-0), Borussia Mönchengladbach (A, 0-0), Wattenscheid 09 (H, 4-0)

Erstes Gegentor: 4. Spieltag, 26. Minute - Bayer Leverkusen - MSV Duisburg, 1:0 Ulf Kirsten

Saisonende: 19., 55 Gegentore - Abstieg

Nur zweieinhalb Jahre, nachdem die Zebras in der Oberliga Nordrhein gespielt hatten, waren sie in der ersten gesamtdeutschen Bundesligasaison als Aufsteiger eine der Überraschungsmannschaften der Hinrunde. Noch am 17. Spieltag trennten den MSV nach einem 1:1 gegen den FC Bayern nur drei Punkte von der Tabellenspitze.

Aber das Team um Ewald Lienen und Michael Tarnat holte nur zehn Punkte aus 19 Rückrundenspielen und stieg nach einem 0:1 gegen den Vizemeister Borussia Dortmund dank Stéphane Chapuisats Tor am Ende wieder die 2. Liga ab, was auch der als Feuerwehrmann Ende April für Kremer geholte Trainer Uwe Reinders nicht verhindern konnte.

FC Kaiserslautern 1997/98

Trainer: Otto Rehhagel

Defensive: Andreas Reinke - Miroslav Kadlec - Harry Koch (Axel Roos/Oliver Schäfer), Michael Schjoenberg

Gegentorlos gegen: Bayern München (A, 1-0), Hertha BSC (H, 1-0), FC Köln (A, 0-0), Schalke 04 (H, 3-0)

Erstes Gegentor: 5. Spieltag, 68. Minute - VfL Bochum - FC Kaiserslautern, 1:1 Thomas Stickroth

Saisonende: Meister, 39 Gegentore

Die zweite Mannschaft in der Bundesligageschichte, die bis zum fünften Spieltag ohne Gegentor blieb, wurde wie die erste von Otto Rehhagel trainiert, und wie Werder 1988 wurde auch der FCK zehn Jahre später Meister. Da Kaiserslautern das als bisher einziger Club als Aufsteiger schaffte, ist der Triumph noch höher einzuschätzen.

Die Saison startete für Rehhagel traumhaft mit einem Sieg beim FC Bayern, wo er keine zwei Jahre zuvor entlassen worden war. Die von Libero Miroslav Kadlec organisierte Abwehr ließ jedoch im Vergleich zur Werder-Elf von 1988 viel mehr Gegentore zu, die 21 Tore von Olaf Marschall waren nicht minder wichtig für den Titel.

Borussia Dortmund 2001/02

Trainer: Matthias Sammer

Defensive: Jens Lehmann - Evanilson, Christian Wörns, Jürgen Kohler (Christoph Metzelder), Dede (Jörg Heinrich)

Gegentorlos gegen: FC Nürnberg (H, 2-0), Hertha BSC (A, 2-0), VfL Wolfsburg (H, 4-0), Hansa Rostock (A, 2-0)

Erstes Gegentor: 5. Spieltag, 22. Minute - Borussia Dortmund - Bayern München, 0:1 Hasan Salihamidzic

Saisonende: Meister, 33 Gegentore

Merke: Wer in seinen ersten vier Saisonspielen in der Bundesliga ohne Gegentor bleibt, wird immer Meister. Ds galt zumindest bis zu diesem Zeitpunkt. So auch im Fall von Dortmunds großer (und teurer) Elf von 2001/02, in der Marcio Amoroso, Tomas Rosicky und Jan Koller vorne wirbelten, während hinten die Routiniers Kohler, Wörns und Reuter aufräumten.

Anders als bei den vorherigen Beispielen sah man hier erstmals eine Defensive, die nicht mehr mit Libero und Manndeckern agierte, sondern moderne Raumdeckung praktizierte.

Hansa Rostock 2002/03

Trainer: Armin Veh

Defensive: Mathias Schober - Gerd Wimmer, Andreas Jakobsson, Jochen Kientz, Ronald Maul

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