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Gleichzeitig gab Armstrong an, dass er sich zu seiner Zeit nicht schlecht gefühlt oder den Eindruck gehabt habe, zu betrügen: "Das macht mir Angst."
Anders als von seinen frühreren Helfern Tyler Hamilton und Floyd Landis sowie im Bericht der USADA behauptet, stritt Armstrong ab, seine Teammitglieder unter Druck gesetzt und zum Dopingmissbrauch gezwungen zu haben. "Absolut nicht. Wir waren alles erwachsene Männer und haben unsere eigenen Entscheidungen getroffen", sagte Armstrong.
Unbändiger Siegeswillen
Das Gespräch zwischen Armstrong und Winfrey wurde immer wieder durch kurze Einspieler mit Szenen aus der Karriere Armstrongs unterbrochen, frühere Aussagen des 41-Jährigen wurden eingespielt. "Ich hatte den unbändigen Willen, zu siegen. Diese Arroganz, ich kann sie nicht leugnen. Das ist nicht gut", sagte Armstrong, der sich auch an die Radsport-Fans sowie seine zahlreichen Unterstützer der Livestrong-Stiftung wandte.
"Ich sehe die Wut und die Enttäuschung der Leute, die mich unterstützt und mir geglaubt haben. Sie haben das Recht, sich betrogen zu fühlen. Ich werde den Rest meines Lebens damit verbringen, das Vertrauen zurückzugewinnen", sagte Armstrong, der seine Mithilfe im Anti-Doping-Kampf anbot: "Ich habe keinen Kredit, aber ich liebe den Radsport, ich weiß, das klingt für viele Leute respektlos. Wenn man mich einlädt, bin ich dazu bereit."
Finanzielle und strafrechtliche Konsequenzen
Zunächst wird sich Armstrong aber ganz anderen Herausforderungen stellen müssen. Nach seiner Beichte drohen ihm erhebliche finanzielle und womöglich auch strafrechtliche Konsequenzen.
Armstrong, der bislang jegliches Fehlverhalten bestritten hatte, waren bereits im Bericht der US-Antidoping-Agentur USADA massive Dopingvergehen nachgewiesen worden. Der Radsport-Weltverband UCI reagierte nach einer Überprüfung der Unterlagen mit der Aberkennung der sieben Tour-de-France Titel sowie einer lebenslangen Sperre für den Texaner.





