Der HSV hat Rafael van der Vaart wieder. Der Aufsichtsrat hat dem Deal inzwischen zugestimmt, der Niederländer ist bereits in Hamburg. Mit Ibrahim Afellay landete ein zweiter Oranje-Star in der Bundesliga. Er wechselt auf Leihbasis vom FC Barcelona zu Schalke 04.
Vier Jahre nach seinem Abschied aus Hamburg zu Real Madrid ist Rafael van der Vaart damit wieder in "seiner Heimat". Ehefrau Sylvie hatte sich schon vorher via Twitter von den Spurs und deren Fans verabschiedet. Ihren Eintrag schloss sie mit den Worten: "Time to go home now."
In die gleiche Kerbe schlug auch ihr Ehemann in einem erste Kommentar. "Ja, es fühlt sich ein bisschen so an, wie nach Hause zu kommen. Jeder weiß natürlich, dass ich noch immer mit Hamburg in Verbindung stehe. Es ist ein Kompliment wenn dich ein Verein jedes Jahr haben will. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Diese Saison ist der richtige Zeitpunkt", so Van der Vaart auf der HSV-Homepage.
HSV hat seinen Publikumsliebling zurück
Der HSV zahlt dem Vernehmen nach rund 13 Millionen Euro Ablöse, Van der Vaart erhält einen Vertrag über drei Jahre. Möglich wurde der Deal durch Investor Klaus-Michael Kühne, der sich mit viel Geld an der Rückkehr seines erklärten Lieblingsspielers beteiligt.
Der HSV bekommt damit auch seinen Publikumsliebling zurück, der zwischen 2005 und 2008 74 Bundesliga-Spiele für die Hamburger absolvierte. Heute kehrt er als großer Hoffnungsträger zurück, der dem Bundesliga-Dino nach dem katastrophalen Saisonstart nicht nur sportlich neues Leben einhauchen soll, sondern vor allem auch als Identifikationsfigur herhalten muss.
Van der Vaart: "Ich bin kein Supermann"
Van der Vaart ist sich der Erwartungen durch aus bewusst. "Ich bin natürlich kein Superman, Messi oder Ronaldo. Ich denke aber, dass ich der Mannschaft helfen kann. Ich habe den HSV immer verfolgt und denke, die Mannschaft ist gut. Es gibt viele Talente, aber das Selbstvertrauen fehlt. Ich hoffe, dass es mit mir wieder zurückkommt und, dass wir eine schöne Zeit zusammen haben", so Rafael van der Vaart bei hsv.de.
Gut möglich, dass Van der Vaart schon im Nordderby neben den anderen beiden Neuzugängen Milan Badelj und Petr Jiracek zum Einsatz kommt. Trainer Thorsten Fink wollte das jedenfalls nicht ausschließen. "Ich weiß noch nicht ob er spielt, aber er ist eine Option", zitierte die Hamburger Morgenpost den Coach.
Schalke 04 leiht Ibrahim Afellay aus
Ein neues Zuhause hat Ibrahim Afellay bei Schalke 04 gefunden. S04 leiht ihn für ein Jahr vom FC Barcelona aus. Dieses Geschäft bahnte sich am Vortag bereits an, nun bestätigte S04 den Abschluss der Gespräche via Twitter. Den Medizincheck hat der Niederländer bereits absolviert. "Es spricht für die Qualität der Bundesliga, wenn solch ein Spieler aus Spanien nach Deutschland wechselt", kommentierte Schalke-Manger Horst Heldt überglücklich.
Schalke-Trainer Huub Stevens kennt Ibrahim Afellay aus seiner Zeit bei PSV Eindhoven und freut sich natürlich über den spektakulären Neuzugang. "Ich freue mich auf Ibrahim. Er hat besondere Qualitäten und kann auf mehreren Positionen spielen. In Eindhoven hat Ibrahim zentral gespielt, er kann aber auch links oder rechts auflaufen", so Stevens auf der Schalker Homepage.
Schalke mit vielen Offensiv-Optionen
Stevens hat bei der Besetzung seiner Offensive damit großartige Alternativen zur Verfügung und man darf gespannt sein, wie er Julian Draxler, Jefferson Farfan, Lewis Holtby und eben Afellay unter einen Hut bringt, oder wer im Zweifel auf die Bank muss.
Bei seiner offiziellen Vorstellung wollte Afellay einen längeren Verbleib bei Schalke nicht kategorisch ausschließen: "Mir war bekannt, dass Schalke ein großer Verein mit fantastischer Ausstrahlung ist. Ich werde alles tun, um mich hier einzufügen und schnell wohlzufühlen. Ich habe zwar nur für ein Jahr unterschrieben. Aber es wird sich zeigen, wie sich die Sache hier entwickelt."
Für José Manuel Jurado ist auf jeden Fall kein Platz mehr auf Schalke, der Spanier wird für ein Jahr an Spartak Moskau ausgeliehen.
VfL Wolfsburg will noch sechs Spieler abgeben
Das große Ausmisten ist derweil beim VfL Wolfsburg noch möglich. Gleich sechs Spieler stehen auf der Transferliste. Ashkan Dejagah, der sich in Verhandlungen mit dem FC Fulham befinden soll, Makoto Hasebe, Patrick Ochs, Peter Pekarik, Tuncay Sanli und Marco Russ könnten den Club heute noch verlassen. Nicht auf der Liste zu finden ist Benat Etxebarria von Betis Sevilla, den Magath gerne verpflichten wollte.
