Tony Martin ist weiter im Pech. Beim Prolog war es ein platter Reifen, 24 Stunden danach stürzte er und musste ins Krankenhaus. Peter Sagan hatte mehr Glück, gewann die 1. Etappe von Lüttich nach Seraing vor Fabian Cancellara, der weiter in Gelb fährt.
Peter Sagan hat die erste Etappe der 99. Tour de France gewonnen. Der Radprofi aus der Slowakei setzte sich nach 198 Kilometern von Lüttich nach Seraing in Belgien gegen den Schweizer Fabian Cancellara und den Norweger Edvald Boasson-Hagen durch. Diese drei hatten sich kurz vor dem Ziel vom Hauptfeld abgesetzt.
Prolog-Sieger Cancellara behielt das Gelbe Trikot des Spitzenreiters. Tony Martin ist weiter im Pech. Er war auf dem Weg nach Seraing zu Fall gekommen und hatte sich an Schulter und Handgelenk verletzt.
Sagan bestätigt gute Form
Peter Sagan vom Liquigas-Cannondale-Team konnte seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France gleich bei seiner ersten Teilnahme feiern. Er schlug im Zielsprint Fabian Cancellara (RadioShack-Nissan) und Edvald Boasson Hagen (Sky). Dabei hatten die drei Fahrer Glück, dass die Sprintspezialisten nicht dabei waren. Die drei Fahrer hatten sich ca. 1,5 Kilometer vor dem Ziel abgesetzt. Vor allem Cancellara war die treibende Kraft.
Insgesamt wurden 48 Fahrer mit der Zeit des Siegers gewertet. Dahinter kassierten einige Fahrer empfindliche Rückstände. Luis Leon Sanchez hat nach seinen Sturz über vier Minuten Rückstand. Das erste Bergtrikot geht an Michael Morkov. Peter Sagan bestätigte mit seinem Sieg der 2. Etappe seine gute Form aus dem Frühjahr und unterstrich einmal mehr, das ihm Klassikergefilde liegen. "Natürlich haben mir Leute gesagt, ich sei der Favorit, sagte Sagan nach dem Rennen laut cyclingnews.com.
Tony Martin weiter im Pech
"Ich wusste, Chavanel wird am Ende nochmal etwas probieren. Ich wollte in der schwierigsten Sektion attackieren. Es war sehr gut, dass Cancellara da war, ich habe gesehen, dass er starke Beine hatte und so konnte ich es hinter ihm ruhig angehen lassen. Weiter im Pech ist Tony Martin (OPO). Martin musste nach seinen Defekt gestern im Prolog auch heute einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nach nur elf Kilometern stürzte er zusammen mit Robert Hunter (GRS). Beide mussten die Etappe mit einigen Prellungen zu Ende bringen. Der deutsche Zeitfahrspezialist hat sich zudem am Handgelenk verletzt.
"Ich hatte bei jedem Schlagloch Schmerzen. Ich hoffe, es sind nur Prellungen und keine Brüche, sagte der Omega-Fahrer nach der ersten Etappe. Martin hatte erst im April bei einem Trainingssturz schwere Gesichtsverletzungen erlitten - am Sonntagabend schien sogar seine Weiterfahrt bei der Tour in Gefahr. "Es sieht nicht ganz so gut aus, sagte Teamarzt Helge Riepenhof. Martin wurde ebenso wie Luis León Sánchez (Rabobank) zum Röntgen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Weiter geht es auf jeden Fall. Die dritte Etappe der Tour führt von Vise über 207 Kilometer nach Tournai.
