(Seite 2 von 3)
Titel im eigenen Stadion: Bayern könnte Geschichte schreiben
"Vergesst nicht, im Jahre 2012 findet das Champions-League-Finale in München statt, in der Allianz Arena - und da müssen wir dabei sein!", hatte er seiner Truppe immer wieder eingeimpft und noch bei der Feier zu seinem 60. Geburtstag das Finale als schönstes Geschenk bezeichnet. Das Champions League-Finale im eigenen Stadion zu erreichen, ist bereits ein Novum in der Geschichte des Wettbewerbs, sie dann auch zu gewinnen wäre damit erst recht einzigartig.
"Es ist das Highlight in der Geschichte des FC Bayern", so Hoeneß, der mit Sicherheit nicht noch einmal erleben will, wie eine andere Mannschaft in "seinem" Stadion die begehrte Trophäe entgegennehmen wird. Die bitteren Erinnerungen an Borussia Dortmunds Titelgewinn 1997 im Olympiastadion dürften sich tief in Hoeneß' Gehirn eingegraben haben. Genauso wie die Finalniederlage im Elfmeterschießen 2008 gegen Manchester United in das Gedächtnis von Chelsea-Besitzer Roman Abramovich. Eine Trauma, das ihn genau wie den Siegtraum 2012 mit Hoeneß verbindet.
Hoeneß und Abramovich trennen Welten
Ansonsten trennen die beiden Welten, denn dem Geschäftsgebaren des Öl-Milliardärs mit dem flüssigen Gold bei Chelsea kann der Wurst-Millionär mit dem Hüftgold nur sehr wenig abgewinnen. "Ein Abramowitsch, der 1,1 Milliarden Euro in diesen Verein gesteckt hat, wenn der den Stecker zieht, dann kannst du die als Puzzle am Kiosk kaufen", betonte Hoeneß erst kürzlich erneut und veranlasste den Guardian zu dem Schluss: "Das Aufeinandertreffen von Bayern und Chelsea könnte kaum mehr die beiden extremen Enden von Konzepten eines Fußballvereins darstellen."
Trotz enormen Kapitaleinsatzes in den letzten zehn Jahren war es dem russischen Milliardär bisher nicht vergönnt, den begehrten Titel einzufahren. Vier Jahre nach dem verlorenen Finale von Moskau bietet sich Chelsea nun die nächste Chance, den alten Hasen im Team wie Frank Lampard, dem gesperrten John Terry und Topstürmer Didier Drogba vielleicht die letzte. "Sie würden für diesen Pokal töten", ist sich Ex-Blues-Coach Gianluca Vialli daher sicher.





