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Datum: 15. Mai 2013, 10:19 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Thomas Schaaf und Werder Bremen trennen sich mit sofortiger Wirkung

Thomas Schaaf, Werder Bremen
Die Ära Thomas Schaaf bei Werder Bremen endet nach 14 Jahrens

Nach über 40 Jahren ist das Kapitel Werder Bremen für Thomas Schaaf beendet und das mit sofortiger Wirkung. Das war das einvernehmliche Ergebnis eines Gesprächs zwischen Trainer und Geschäftsführung. Schaaf hat sich bereits von den Spielern verabschiedet und seinen Arbeitsplatz geräumt.

Ein Nachfolger wurde noch nicht genannt. Im letzten Saisonspiel werden Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach als Interimslösung auf der Bank sitzen.

Schaaf geht auf eigenen Wunsch sofort

Die Trennung ist nach der Zittersaison von Werder Bremen und dem erst am 33. Spieltag gesicherten Klassenerhalt keine Überraschung mehr, nach 14 Jahren Amtszeit von Trainer Thomas Schaaf schien der richtige Zeitpunkt für einen Neuanfang gekommen. Der sofortige Abschied des Trainers noch vor dem letzten Spieltag überrascht dagegen schon.

Am Mittwochmorgen verabschiedete sich Schaaf von der Mannschaft und Trainerkollegen und verließ seinen Arbeitsplatz nach 14 Jahren als Cheftrainer. Auf eigenen Wunsch sitzt der 52-Jährige am letzten Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg nicht mehr auf der Trainerbank.

Eichin: Schaaf hat Werder Bremen geprägt

"Wir haben wie angekündigt in den vergangenen Tagen unsere sportliche Entwicklung analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir einen Neuanfang wagen wollen. Wir danken Thomas für alles, was er in mehr als 40 Jahren Vereinszugehörigkeit als Spieler und Trainer für Werder Bremen eingebracht hat. Mit ihm konnte der Verein herausragende sportliche Erfolge feiern, er hat Werder geprägt", dankte Manager Thomas Eichin dem Trainer.

Gleichwohl sei nach dem gesicherten Klassenerhalt die gemeinsame Überzeugung, "dass eine einvernehmliche Trennung für den geplanten Neustart das Beste ist".

Schaaf blickt auf außergewöhnliche Zeit in Bremen zurück

Thomas Schaaf blickt nach insgesamt 40 Jahren Vereinszugehörigkeit wohlwollend zurück: "Ich hatte hier eine außergewöhnliche Zeit, verbunden mit vielen positiven Erlebnissen und großen Erfolgen. Ich möchte mich bei allen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben, bedanken. Ich wünsche Werder Bremen eine erfolgreiche Zukunft."

Bei Werder übernahm er am 9. Mai 1999 den Posten als Cheftrainer und war damit dienstältester Coach der Bundesliga. Er führte die Bremer 2004 zum Doublegewinn und 1999, 2004 und 2009 zum DFB-Pokal-Sieg. 1972 begann er als Spieler seine Karriere beim SV Werder.

Martin Jahns