(Seite 3 von 3)
Technologie-Entwickler als Gewinner
Gewinner des Tages sind die Produzenten der Systeme Hawk-Eye und GoalRef. Die aus dem Tennis bekannte Technologie Hawk Eye stammt aus England. Bis zu sechs Kameras nehmen das Spielgeschehen auf und funken Bilder an einen zentralen Computer. Dieser berechnet aus der Bildersumme die Position des Balles und sendet bei einem Tor ein Signal auf die Armbanduhr des Schiedsrichters. Ein Schwachpunkt: Liegt ein Spieler auf dem Ball, können keine Bilder aufgenommen werden. Gekauft wurde das Knowhow kürzlich vom Unternehmen Sony - einem FIFA-Sponsor.
Das Fraunhofer Institut in Erlangen war an der Entwicklung des sogenannten "Intelligenten Tores" GoalRef maßgeblich beteiligt. Im Torrahmen wird dabei ein Magnetfeld erzeugt. Der Ball enthält drei Magnetspulen. Überschreitet der Ball die Torlinie, wird durch das Magnetfeld im Tor ein Magnetfeld im Ball aktiviert und ein zugeschalteter Computer sendet ein Signal auf die Armbanduhr des Schiedsrichters. Entwickelt wurden spezielle Bälle. FIFA-Sponsor adidas hat großes Interesse.
Ukraine-Tor bei EM Spiel als Mitauslöser
FIFA-Chef Blatter hatte sich erst nach den Fehlentscheidungen bei der WM 2010 in Südafrika aufgeschlossen gegenüber Technologien gezeigt - nach jahrelangen Diskussionen und Testphasen. Damals war unter anderem England ein Tor von Frank Lampard gegen Deutschland nicht gegeben worden.
Bei der EM 2012 zeigte sich das System mit Torlinienrichtern als anfällig, da der Ungar Istvan Vad seinem Schiedsrichter Viktor Kassai einen klaren Treffer der Ukraine gegen England nicht signalisierte. Der Bezug zum legendären Wembley-Tor der Engländer im WM-Finale 1966 hatte der Debatte immer eine historisch unumstößliche Relevanz gegeben.





