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Das Spiel gegen Dänemark ist der richtige Zeitpunkt, um in der Dreierreihe etwas auszuprobieren. Die totale Rotation macht keinen Sinn, aber wie schon vor dem Turnier fordern wir mehr Einsatzzeiten für Marco Reus. Der Youngster hat nun lange genug mit dem Team trainiert, um die defensiven Anforderungen an den linken Flügelspieler verinnerlicht zu haben. Reus trainiert weiterhin sehr auffällig und könnte auf der linken Seite für wichtige neue Impulse sorgen. Und Lukas Podolski kann auch als Joker die 100 vollmachen.
Stürmer: Mario Gomez
Das Medienecho auf die Kritik von ARD-Experte Mehmet Scholl an Mario Gomez war gewaltig. Dabei war nur die Wundliegen-Metapher unglücklich gewählt, in der Sache hatte Scholl Recht. Ja, Mehmet Scholl hat die Wahrheit ausgesprochen. Da das in Deutschland aber verpöhnt ist, die heilige Kuh Nationalmannschaft am besten gar nicht kritisiert werden darf, musste Scholl in den Tagen nach dem Portugal-Spiel einiges ertragen.
Doch zurück zum Inhalt: Scholl hat mit keiner Silbe die Torjäger-Qualitäten von Gomez infrage gestellt, vielmehr kritisierte er die Teilnahme am Kombinationsspiel, die Laufbereitschaft und die im Vergleich zu Miroslav Klose viel geringeren Ballkontakte. Gomez steigerte sich gegen die Niederlande zwar in allen Bereichen, aber das deutsche Spiel ist mit Gomez einfach ein anderes.
Was bleibt, ist die Entwaffnung aller Gomez-Kritiker, uns eingeschlossen, denn den einzigen Torschützen kann der Bundestrainer, und auch hier sei gesagt: völlig zurecht, nicht aus der Mannschaft nehmen. Klose, der als spielender Mittelstürmer weiterhin besser zur deutschen Mannschaft passen würde, wird sich weiter als Joker empfehlen müssen.
Marcus Krämer





