Dynamo Moskau pocht auf Umtauschrecht, Düsseldorf wittert das große Geschäft. Ferguson kriegt van Persie nur gegen Extra-Cash. Und während Milan spart, locken PSG und Man City mit großen Scheinen. Auch Bayern mischt mit. Der sportal.de-Groundhopper hat den Überblick.
Eigentlich hatte sich Fortuna Düsseldorf auf der sicheren Seite gewähnt. Der Leihvertrag mit Dynamo Moskau und Andrey Voronin war am 31. Juli unterzeichnet worden, die 500.000 Euro Leihgebühr ausgehandelt und festgelegt, dass Düsseldorf lediglich 500.000 Euro des angeblich knapp 2,5 Millionen Euro hohen Gehalts des neuen Stars übernehmen muss.
Doch nur neun Tage später scheint alles anders zu sein. Denn auf einmal will Dynamo den eigentlich ausgemusterten Voronin doch zurück haben. Hintergrund: ein Trainerwechsel. Der neue Trainer würde nämlich doch gerne mit dem Ex-Kapitän zusammen arbeiten. Allerdings sitzt der in Moskau bereits auf gepackten Koffern.
In Düsseldorf will man verständlicherweise von diesem Ansinnen nichts wissen. Allerdings wäre eine Rückholaktion rechtens. Verleiht ein Club einen Spieler, an dem er die Transferrechte hält, kann er ihn zurückbeordern, solange er noch kein Pflichtspiel für den neuen Verein bestritten hat. Dann wird aber eine Ablösesumme fällig. Düsseldorf-Finanzchef Paul Jäger wittert schon das ganz große Geschäft. "Wenn Moskau uns zehn Mio bietet, werden wir im Vorstand neu reden...", wird er bei bild.de zitiert.
Arsenal fordert Extra-Cash von Manchester United
Auf ein großes Geschäft ist der FC Arsenal eigentlich nicht unbedingt aus. Gerne würde man den abwanderungswilligen Torjäger Robin van Persie behalten. Und schon gar nicht will man ihn zum Premier League-Rivalen Manchester United ziehen lassen, bei dessen Trainer Sir Alex Ferguson er allerdings ganz oben auf dem Wunschzettel stehen soll.
Eigentlich hatten die Gunners 20 Millionen Pfund als Verhandlungsbasis an interessierte Clubs ausgegeben. Doch für Manchester United gelte ein noch viel höherer Preis, berichtet mirror.co.uk. Ferguson müsse sich, so schreibt das Blatt auf seiner Online-Seite, darauf einstellen, noch etwa 5 Millionen Pfund extra draufzupacken. Schließlich wolle Arsenal seinen besten Spieler nicht so leicht einem direkten Liga-Konkurrenten überlassen.
Manchester City und Paris St. Germain: Klotzen statt kleckern
Ob sich Manchester United davon abschrecken lässt? Paris St. Germain oder Manchester City würden es sicher nicht, allerdings haben beide auch kein Interesse an van Persie. Sie konzentrieren ihre Transferaktivitäten eher auf andere Namen. City interessiert sich weiter für Liverpools Daniel Agger. Die Reds wollen laut soccernet.com 25 Millionen Pfund haben, noch verhandelt City. Aber der Deal ist wohl nur eine Frage der Zeit. "Wir werden sehen, was noch bis Ende des Monats passiert", wird Liverpools Manager Brendan Rogers zitiert. "Jeder Spieler hat seinen Preis."
Den hat auch PSGs neuester Neuzugang. Nach Thiago Silva, Zlatan Ibrahimovic, Ezeqiuel Lavezzi holten die Pariser nun für angeblich satte 40 Millionen Euro das brasilianische Supertalent Lucas, der am Samstag mit der Selecao olympisches Gold gewinnen könnte. Eine stolze Summe für einen gerade einmal 19-Jährigen.
Milan zeigt sich wenig spendabel
Sparsam bleibt man mittlerweile beim AC Mailand. Für Thiago Silva und Ibrahimovic hatten die Rossoneri zwar runde 62 Millionen Euro eingestrichen, rausgehauen wird das Geld aber nicht sofort. Bei Präsident Silvio Berlusconi ist derzeit nur der Geiz geil. Gerade mal 400.000 Euro überweisen die Mailänder an Villarreal, um sich Abwehrspieler Cristian Zapata auszuleihen.
Bei Gefallen könnte Milan den Kolumbianer angeblich für eine fixe Ablösesumme von 6 Millionen Euro auch dauerhaft verpflichten. Gerne würde Milan zudem Kaka bei Real Madrid loseisen. Allerdings wollen die Italiener ihren einstigen Superstar lediglich leihen, Real würde ihn dagegen gerne verkaufen. Eine Einigung dürfte sich noch hinziehen, doch ein Verkauf von Kaka gilt als Voraussetzung dafür, dass Luca Modric, der seit Wochen auf ein Zeichen aus Madrid hofft, tatsächlich von Tottenham in die Primera Division wechseln darf.
Song zu Bayern München?
Vor der Wahl Primera Divison oder sogar Bundesliga scheint derweil Alexandre Song zu stehen. Der zweite heiß umworbene Arsenal-Star wird Gerüchten zufolge sowohl mit dem FC Barcelona als auch mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht. Zwar gelten bei Bayern weiter Javier Martinez von Athletic Bilbao und Lars Bender von Bayer Leverkusen als Topkandidaten für das defensive Mittelfeld. Die Transfers gestalten sich allerdings schwierig.
Laut tz-online.de gibt es nun einen dritten Kandidaten, nämlich Alex Song. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Nuri Sahin von Real zu den Gunners wechselt. Für den Fall soll auch Barca Interesse haben, berichten Gerüchte aus Spanien. Der neue Coach der Blaugrana Tito Vilanova wollte entsprechende Gerüchte bisher weder bestätigen, noch dementieren. Er konterte entsprechende Anfragen laut soccernet.com nur mit einem vielsagenden: "Ich spreche nicht gerne über Spieler, die nicht in unserem Aufgebot stehen." Fortsetzung folgt.
