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Sie haben es bereits gemerkt, Mesut Özil ist unsere Schlüsselspieler des Viertelfinalsieges. Von der Schwärmerei zu den Fakten. Im modernen Fußball beginnt der Spielaufbau auf den Außenverteidigerpositionen, oder im defensiven Mittelfeld. Die Spieler dieser Positionen haben also in der Regel die meisten Ballkontakte. Gegen die Griechen war es Mesut Özil, für den 146 Ballkontakte gezählt wurden (Quelle: sky.de/opta). Zum Vergleich: Schweinsteiger hatte 130, Jerome Boateng 91 und Philipp Lahm 87 Ballkontakte.
Özil leitete nahezu jede Großchance ein. Er war an drei Toren unmittelbar beteiligt. Er und Schweinsteiger spielten zusammen 235 Pässe, 15 mehr, als das gesamte griechische Team (Quelle: BBC). Da geriet sogar Jogi Löw ins Schwärmen: "Alle Angriffe, Löw stockte, zügelte die Emotionen und fuhr fort: "viele Angriffe sind über ihn gelaufen. Özil hat absolut klasse gespielt. Er ist wahnsinnig weite Wege gegangen. Er hat viele Impulse gesetzt.
Die nicht selten schlecht organisierte griechische Abwehr wurde von den Kombinationen und den Laufwegen der Offensive um Özil, Klose, Reus und Schürrle ein ums andere Mal auseinanderdividiert. Sokratis, der oft aus der Abwehr herauszog, um Özil zu stoppen, gelang dies meist nur durch Fouls. Das defensive Mittelfeld bekam meist keinen Zugriff auf Jogis Dirigenten. Damit sind wir beim Spiel der Griechen, die Verhinderungsfußball auf schwachem Niveau zeigten.
Der Vergleich mit Chelsea wurde schon im Vorbericht angesprochen und wegen der fehlenden individuellen Qualität verworfen. Diese Ansicht bewahrheitete sich im Spiel, indem aber auch im Kollektiv die Vergleichbarkeit nicht gegeben war. Griechenland stand zunächst etwas höher als erwartet. Die Viererkette igelte sich nicht im Strafraum ein, sondern stand zunächst auf Strafraumhöhe. Das große Problem der Griechen neben den individuellen Schwächen war, dass die zweite Viererkette, die meist eine Fünferkette war, zu viel Raum zur Abwehrreihe entstehen ließ.





