Mit einem fantastisch aufgelegten Miroslav Klose hat Lazio Rom den FC Bologna geschlagen. Der Deutsche steuerte beim 6:0-Kantersieg fünf Treffer bei und erhöhte seine Bilanz auf 15 Saisontore.
Klose benötigte für seine fünf Tore nur 39 Minuten. Lazio hat durch den Erfolg nach sechs sieglosen Spielen wieder eine realistische Chance aufs internationale Geschäft. Stadtrivale AS Rom ist auf Rang fünf nur noch drei Zähler entfernt (58). Bologna bleibt mit 40 Punkten im Mittelfeld.
Auch dem Nichts erzielte Lazio nach schleppendem Beginn das 1:0 (22.): Antonio Candreva zog aus 18 Metern ab, Dejan Stojanovic im Kasten der Gäste ließ nur prallen und Klose bewies zum ersten Mal seit seinem Comeback im März seine Torjägerqualitäten - er schaltete am schnellsten und brachte den Ball aus kurzer Distanz im Tor unter. Es war Kloses erster Treffer seit Dezember.
Klose brennt ein Feuerwerk ab
Mit einem Traumtor erhöhte Hernanes auf 2:0 (32.). Von halblinks ging der brasilianische Mittelfeldregisseur aufs Tor zu, fasste sich ein Herz und traf mit einem schönen Kunstschuss unter Mithilfe der Unterkante der Latte aus 22 Metern unhaltbar ins Tor.
Lazio war jetzt am Drücker. Wenig später versuchte sich Sergio Floccari aus identischer Position und traf das Lattenkreuz (33.). Kurz darauf netzte wieder Klose (36.) ein. Ein Zuspiel von Senad Lulic im Sechzehner verwertete der 34-Jährige eiskalt. Es ging munter weiter: Candreva spielte einen tollen Pass auf Abdoulay Konko, der scharf in den Fünfmeterraum hereingab - wieder stand Klose richtig (39.) - 4:0.
Bologna kam verbessert aus der Kabine und war um Schadensbegrenzung bemüht. Doch Klose war unerbittlich und stellte per Kopf auf 5:0 (50.). Die Laziali ließen es nun etwas ruhiger angehen, doch einer hatte immer noch nicht genug: Klose schloss einen Konter aus elf Metern zum 6:0 ab (61.). Nach 68 Minuten durfte Klose dann runter und holte sich seine Standing Ovations ab. Kaum verwunderlich: Schließlich ist Klose der erste Fünffach-Torschütze in der Serie A seit Roberto Pruzzo in der Saison 1985/86.
Autor: Marco Nehmer
