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Seinem Torwart Timo Horn beim FC sagte Schumacher jüngst, dass er schnelle gezielte Abwürfe machen solle, um so den Gegner zu überraschen. "Ich halte nichts von langen Abstößen", fügte Schumacher in einem Interview mit rundschau-online.de an. "Da kann man auch gleich mit einem Filzstift 'viel Glück' auf den Ball schreiben."
Ferenc Puskás
Mit unserem nächsten Spieler begeben wir uns wieder weiter in die Vergangenheit, nämlich in die 50er und 60er oder auch die schwarz-weißen Jahre des Sports. Dort war es ein kleiner, körperlich nicht ganz austrainierter Spieler, der die Fußballwelt verzückte und dafür sorgte, dass die Rückennnummer 10 fortan dem Spielmacher gehörte: Ferenc Puskás.
20 Jahre bevor die niederländische Auswahl mit totalen Fußball für Furore sorgte, war es eigentlich die goldene Generation der Ungarn, die diesen Spielstil entwickelte, in der alle Mannschaftsteile sowohl angreifen, als auch verteidigen müssen. Der große Star dieser Ungarn, die bis heute diverse Weltrekorde für Nationalmannschaften hält, war Ferenc Puskás.
Puskás war alles andere als ein Bilderbuch-Fußballer. Er war klein, untersetzt, breitbrüstig, übergewichtig, konnte keinen Kopfball und benutzte nur einen Fuß. Aber er benötigte auch nur diesen einen Fuß, seinen linken, um die Gegner in Grund und Boden zu spielen und mit dem er einen gewaltigen Schuss hatte. Gleichzeitig war Puskás aber auch mit einem großen Repertoire an Tricks und einer glänzenden Spielübersicht ausgestattet, das Können einer wahren 10 eben.
Insgesamt gewann Puskás mit seinen Clubs, sechs ungarische Meistertitel und zusammen mit Alfredo di Stefano bei Real Madrid sechs weitere Meisterschaften und noch wichtiger: drei Europapokale der Landesmeister. Puskás war der Begründer des Mythos der Rückennumer 10 und alle Nachfolger müssen sich am großen Ungarn messen lassen.
Mauricio de Brito
Nachdem wir uns drei Spielern gewidmet haben, kommt nun ein Club-Präsident an die Reihe: Mauricio de Brito, der zwischen 1957 und 1962 Präsident von Benfica Lissabon war. Multi-Millionär de Brito war zu Beginn seiner Amtszeit bei Benfica schnell zu dem Schluss gekommen, dass Benfica es nicht schaffen werde, international nur mit portugiesischen Spielern erfolgreich zu sein. Deshalb sah er sich in Afrika um und begründete damit den heutigen Standard der internationalen Spielersuche.
Aus Angola holte er José Aguas und Joaquin Santana, aus Mozambique sollte noch ein gewisser Eusébio folgen, der aber nicht dabei war als Benfica seinen größten Erfolg unter de Brito feierte und 1961den Europapokal der Landesmeister gewann.
Der 3:2-Sieg über den FC Barcelona hatte für den Benfica-Präsidenten aber beinahe tödliche Konsequenzen: Er erlitt auf der Tribüne in der Schlussphase einen Herzinfarkt. Helfer brachten ihn in die Kabine, wo Benficas Spieler nach der Ehrenrunde eintrudelten und ihren reglosen Präsidenten auf der Massagebank liegen sahen. Minutenlang soll keiner der Spieler ein Wort gesprochen haben, bis Mario Coluna angefangen haben soll, de Brito mit seinem Trikot Luft zuzufächeln.





