Am Ende musste er wegen eines Reifens zittern, doch Sebastian Vettel gewann den GP von Südkorea und übernahm die Führung in der WM-Gesamtwertung der Formel 1 vom drittplatzierten Fernando Alonso. Mark Webber machte den Doppelsieg der Red Bull perfekt.
Hinter Fernando Alonso, der nun anstatt eines Vier-Punkte-Vorsprungs auf Sebastian Vettel einen Sechs-Punkte-Rückstand aufweist, kam dessen Ferrari-Mitstreiter Felipe Massa auf den vierten Rang. Dabei machte der rechte Vorderreifen Vettels die Schlussphase des Rennens in Yeongam unnötig spannend, als dieser in den letzten Runden zu schnell abbaute und nach Aussage der Red Bull Box zu zerfallen drohte.
Nico Hülkenberg holte sich im Force India den sechsten Platz, während Lewis Hamilton am Ende seinen größten Konkurrenten in einem Teppich fand und mit Mühe und Not Zehnter wurde. Sein zukunftiger Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg musste sein Auto früh abstellen, sein Vorgänger Michael Schumacher wurde nur 13.
Sebastian Vettel und der "indirekte Freistoß der Formel 1"
Sebastian Vettel hatte gleich am Start die Führungsposition von seinem Teamkollegen Mark Webber erobert, musste aber zunächst das Damoklesschwert DRS fürchten. Das Drag Reduction System, von motorsport-total.com dereinst als "indirekter Freistoß der Formel 1" bezeichnet, hätte von Webber nach den Regeln immer dann betätigt werden können, wenn er den Abstand zum Red Bull-Mitstreiter innerhalb einer Sekunde hätte halten können. Doch schnell wurde Vettels Vorsprung zu groß.
Früh mussten unter anderem Jenson Button und Nico Rosberg ihre Boliden abstellen. Bei dem McLaren Buttons war es die rechte Vorderradaufhängung, die dank Kamui Kobayashis waghalsigem Manöver am Start, das später mit einer Durchfahrtsstrafe geahndet wurde, nur noch Schrottwert besaß. Kobayashi hatte Buttons rechte Seite voll getroffen. Im Fall von Rosberg hatte der Mensch, nämlich Kobayashi, zu verantworten, dass die Maschine, in diesem Fall Rosbergs Mercedes, in der zweiten Runde zum frühzeitigen duschen ausrollen musste.





