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Nachdem einige Spieler ihre Karriere beendet haben, sich eine Auszeit nehmen oder auch einfach nur, weil sie die in sie gesteckten Erwartungen bisher nicht erfüllt haben, stehen in dieser NHL-Saison andere Akteure unter besondere Beobachtung. Wie zum Beispiel Goalie Tuukka Rask bei den Boston Bruins, der die schwere Aufgabe hat, Tim Thomas zu ersetzen, der sich eine Auszeit genommen hat. Rasks Bilanz in den vergangenen beiden Spielzeiten ist durchwachsen: 22-22-5. Für ein Team, das um den Titel mitspielen will, definitv zu wenig.
Einen Neuanfang wagt Alexander Semin. Der unbestritten äußerst talentierte Russe konnte in seinen zehn Jahren bei den Washington Capitals eigentlich nie zeigen, was wirklich in ihm steckt. Nun versucht er sein Glück bei den Carolina Hurricanes, die ihm für ein Jahr sieben Millionen Dollar zahlen.
Matt Duchene wurde 2009 als Nummer 3 gedraftet und in seinen ersten beiden Saisons traf er für die Colorado Avalanche 51 Mal, vergangene Spielzeit wurde er durch Verletzungen zurückgeworfen und erzielte nur 14 Tore in 58 Spielen. Vor der Saison unterschrieb er für sieben Millionen Dollar für zwei weitere Jahre in Denver und die kurze Laufzeit zeigt eindeutig, dass er nun beweisen muss, dass er ein Franchise-Player ist.
Ein Franchise Player, wie er im Buche steht, ist natürlich Sidney Crosby bei den Pittsburgh Penguins. Die Kopfschmerzen sind weg, die Zweifel sind weg. Im Sommer bereitete er sich wie gewohnt auf seine Saison vor, nachdem er Ende Juni einen neuen Zwölf-Jahres-Vertrag über 104,4 Millionen Dollar bei seinen Penguins unterschrieben hatte. Dass er diese Summe immer noch wert ist, zeigte er mit 37 Punkten in 22 Spielen vergangene Saison.
Hoffen wir also, dass die kommende Saison nicht von Diskussionen um Verletzungen, sondern von brillantem Sport bestimmt wird.
Freibier für alle - NHL-Teams greifen in die Tasche
Zunächst wird die Spielzeit jedoch von der Großzügigkeit der Teams beherrscht, die die Fans mit Goodies zurück in die Hallen locken wollen. So sind die Pittsburgh Penguins und die Boston Bruins beileibe nicht die einzigen NHL-Teams, die ihre Besucher während der ersten Heimspiele versorgen. Jeder Zuschauer erhält demnach Gutscheine für die ersten Partien der Teams, die er währenddessen für drei mehr oder weniger kulinarische Köstlichkeiten in der Halle eintauschen kann.
"Liebe geht durch den Magen", so das Motto der Clubs, die somit ihren verlorenen Ruf wiederherstellen wollen. Nimmt man die ersten Wochen seit der Einigung als Maßstab, haben sie das Wohlwollen bereits wieder. So waren PR-Auftritte auf Teichen oder bei ersten Testspielen hervorragend besucht. "Let's play hockey", scheint jetzt die Motivation, die Fans, Teams und Spieler antreibt.





