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Der zweite Nuller in dieser Saison nach Spa-Francorchamps bedeutete für den zweifachen Champion einen herben Rückschlag im Titelrennen. "Es war ein Reifenschaden, entstanden durch einen Kontakt mit Kimis Frontflügel, durch den sich Fernando gedreht hat", schilderte Ferrari auf Twitter die Ursache. Felipe Massas starkes Tempo "macht das, was mit Fernando passiert ist, umso bedauerlicher".
Opfer der harten Positionskämpfe in einer turbulenten Auftaktphase wurden unter anderem auch Nico Rosberg im Mercedes und Vettels Teamkollege Mark Webber. Der schon mehrfach negativ aufgefallene Renn-Rüpel Romain Grosjean hatte den Australier "abgeschossen", was die Kommissare mit zehn Sekunden Zeitstrafe für den Franzosen ahndeten. Wenigstens konnte Webber nach einer Reparatur an seinem Red Bull weiterfahren und noch Achter werden.
Schumachers Aufholjagd bleibt unbelohnt
Nach der zwei Runden langen Safety-Car-Phase wegen der Startkollisionen verteidigte Vettel nach dem Neustart souverän seine Führung. Auch die Boxenstopps brachten keine großen Veränderungen. Der Red-Bull-Pilot fuhr an der Spitze ein einsames Rennen, der Rest folgte auf der Achterbahn mit Riesenabstand. Vettel musste keinerlei Risiko eingehen und konnte praktisch den Schongang einlegen. Dennoch machte er viel Druck und musste von seinem Team per Boxenfunk eingebremst werden: "Bitte nicht die Hinterreifen überhitzen." Noch in der vorletzten Runde bettelten die Strategen: "Fahr vorsichtig", was Vettel nicht daran hinderte, noch eine weitere schnellste Rennrunde hinzulegen
Michael Schumacher verpasste vier Tage nach seiner Rücktrittserklärung zum Saisonende als Elfter knapp einen Zähler. Schumacher hatte vom 23. Startplatz aus eh nur minimale Chancen auf Punkte, startete aber eine tolle Aufholjagd. Wegen seines Auffahrunfalls in Singapur musste er zehn Positionen weiter hinten in das sechstletzte Rennen seiner Karriere gehen. Zu allem Übel zickte auch noch die Elektronik am Mercedes, so dass die Box keine Telemetriedaten übermittelt bekam.
Rosbergs schneller Ausfall komplettierte den enttäuschenden Sonntag für die Silberpfeile. "Er hat mir das Rennen kaputt gemacht - und für viele andere auch", beschwerte sich der Blondschopf über Unfallverursacher Bruno Senna. "Ich war schon in den Top Ten, da wäre was gegangen."
Nico Hülkenberg, der wegen eines Getriebewechsels fünf Startplätze verloren hatte, belegte einen guten siebten Rang. Der als 15. gestartete Force-India-Pilot machte damit insgesamt acht Positionen gut. Timo Glock wurde im Marussia-Virgin 16.





