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Die größte Lücke im Kader hat United allerdings im defensiven Mittelfeld, wo der 38-jährige Paul Scholes und Michael Carrick das Tempo bestimmen sollen. Scholes wurde nach seinem Rücktritt 2011 in der vergangenen Saison sogar reaktiviert, weil Ferguson nicht auf die Routine und die Torgefahr des United-Urgesteins verzichten wollte, Carrick wiederum ist fußballerisch zu limitiert für die offensiven Anforderungen an moderne Sechser.
Hier hätte Ferguson in der letzten Transferperiode reagieren müssen, denn Uniteds System krankt an der langsamen Spieleröffnung und der fehlenden Dynamik. Für die meisten Teams in der Premier League reicht die Routine eines Scholes, Titel werden die erfolgsverwöhnten Red Devils so aber nicht gewinnen.
Welches System will Ferguson eigentlich spielen lassen?
Denn die Defizite im defensiven Mittelfeld sorgen auch weiter vorne für ein Ungleichgewicht. Ferguson ist Anhänger eines 4-4-2, wobei einer der beiden Stürmer etwas zurückhängen sollte. Diese Rolle gehört seit Jahren Wayne Rooney, doch nun ist Robin van Persie da und beansprucht ebenfalls diese Rolle. Doch wo soll dann Shinji Kagawa spielen, der im klassischen Ferguson-System auf den Außen spielen müsste, wo er - die BVB-Fans werden sich erinnern - einfach nicht so gut ist.
Nach dem Weggang von Dimitar Berbatov fehlt im United-Kader ein klassischer Strafraumstürmer, auch wenn die Torquoten von Rooney und van Persie der letzten Jahre einen anderen Schluss vermuten lassen. Das perfekte System mit dem vorhandenen Offensivpotential wäre ein 4-4-2 mit Raute, aber Carrick oder Scholes können das defensive Mittelfeld nicht allein besetzen und eine Außenbahn mit beispielsweise Nani wäre in dem Fall viel zu offensiv. Eine gelungene Transferpolitik sieht wirklich anders aus.
Fazit: Man United steht vor einer schwierigen Saison
Es ist Jammern auf hohem Niveau, denn natürlich hat Man United immer noch einen exzellent besetzten Kader. Trotzdem hat Trainer Ferguson zuletzt zu viele falsche Personalentscheidungen getroffen, die Titel werden in diesem Jahr von anderen Teams gewonnen werden. Mit ein paar Nachkäufen wären die Red Devils aber auf einem Schlag wieder aber wieder ganz oben zu finden.





