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Eine Erklärung für den blutleeren Auftritt des FC Schalke 04 lieferte dagegen niemand. Lange Zeit hatte man die Königsblauen nicht mehr so schwach gesehen. Gerade in der zweiten Halbzeit war in der Defensive über weite Strecken die Ordnung völlig verloren gegangen. Leverkusen provozierte immer wieder Ballverluste und offenbarte dann mit seinem schnellen Kombinationsspiel immer wieder erschreckende Lücken in der Schalker Hintermannschaft.
"Wir haben sehr gut gespielt, hätten aber noch ein paar Tore mehr schießen können", sagte Leverkusens Andre Schürrle, der sein Traumtor mit den Worten kommentierte: "Den treff' ich sehr gut!" So schön der Schuss war, auch in dieser Szene mussten sich die Schalker in Person von Joel Matip hinterfragen lassen. Der Verteidiger beschränkte sich gegen Schürrle auf eine Art passiven Begleitschutz und ließ den Bayer-Angreifer ungehindert zum Schuss kommen.
Diese fehlende Bereitschaft die Zweikämpfe anzunehmen spiegelte sich auch in der Statistik wider. Schalke behielt lediglich in gut 42 Prozent der direkten Duelle die Oberhand.
S04 ohne Zug zum Tor
Hinten zu passiv und nach vorne ohne Esprit, Tempo und Leidenschaft - Schalke 04 offenbarte Defizite in allen Bereichen. Viel Ballbesitz, viel Quergeschiebe, aber kein Zug zum Tor. Die meisten Angriffsversuche der Knappen verpufften schon vor dem Leverkusener Strafraum. Klaas-Jan Huntelaar hatte mit 22 Ballkontakten die wenigsten aller Schalker und wurde nur ganz selten eingebunden. Die einzige Chance hatte Julian Draxler, der in der 28. Minute gleich zweimal scheiterte.
Am Ende eines frustrierenden Abends blieb dem FC Schalke 04 die Erkenntnis, dass Bayern München mit solchen Leistungen dauerhaft außer Reichweite bleiben wird. Mit Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen bilden die Königsblauen das Quartett, das die Bayern nicht wirklich jagt, sondern mit angemessenem Abstand aus der Ferne beobachtet.





