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Männer in Anzügen sind beim Leser von Sportseiten nicht unbedingt gern gesehen. Das dürfte sich im Falle Roger Goodells, seines Zeichens Commissioner der NFL, nicht anders verhalten. Der Chef der Liga machte sich vor allem in New Orleans wenig Freunde, als er im Kopfgeld-Skandal rigoros durchgriff. Anstatt auf seinem Standpunkt zu beharren, musste er Stück für Stück in dieser Geschichte zurückrudern. Der Höhepunkt: Ende der letzten Woche übergab er die Leitung der Anhörungen von vier gesperrten Saints-Spielern an seinen Vorgänger am NFL-Ruder, Paul Taglibue.
Dieser Schachzug Goodells kommt einer Kapitulation gleich und passt in den Zickzack-Kurs, den er in Sachen Spieler-Sicherheit seit jeher an den Tag legt. Zum einen winkt er mit hohen Strafen gegen Spieler, zum anderen war er die treibende Kraft hinter der Idee des letzten Jahres, die Anzahl der NFL-Partien von 16 auf 18 anzuheben. Ehemalige Spieler, die wegen der Spätfolgen gegen die Liga klagen, werden von Goodell totgeschwiegen.
Die Liste von Goodells Missachtungen der eigenen Worte ist noch viel länger, er predigt oft genug Wasser und bedient sich am Merlot. Der Kopfgeld-Skandal, eigentlich als sein Bestrafungs-Meisterstück gedacht, dürfte nun in das Gegenteil umschlagen. Goodells Ansehen unter den Spielern wird noch weiter ins Wanken geraten. Entscheidend ist nur: Was denken die 32 Teambesitzer?
Fox-Kommentatoren: Ein Hauch von falscher NFL-Regelkunde
Seitdem die regulären Schiedsrichter wieder am Werke sind, versuchen alle Fans der NFL und auch Kommentatoren immer das Haar in der Penalty-Suppe zu finden. So auch die Herren Dick Stockton und John Lynch beim Spiel der Buccaneers gegen die Saints. Das endete, wie bereits oben angedeutet, mit einem Pass von Tampa Bays Quarterback Josh Freeman in die Endzone. Den fing Mike Williams auch tatsächlich - nur entschieden die Referees auf Illegal Contact durch den Wide Receiver. Zu Recht!
Stockton und Lynch wollten diese Entscheidung nicht gelten lassen und zweifelten diese an. Zu Unrecht! Sie mochten zudem nicht von ihrer Interpretation der Regel lassen und beharrten auch nach Erklärung der Unparteiischen auf eine Fehlenstscheidung auf ihrem falschem Standpunkt. Erst im Studio zog der übertragende Sender Fox Mike Perreira zu Rate. Der hauseigene Regelexperte war dereinst Boss aller Schiris in der NFL. War der zum Zeitpunkt der Live-Übertragung noch in der Maske? Oder warum mussten die Zuschauer lange warten, ehe sie die richtige Aufklärung der Ereignisse bekamen?





