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Regenunterbrechung? Kein Problem für Lisicki
Auch im Vorjahr hatte die 22-Jährige in Satz eins einen 3:0-Blitzstart gegen Sharapova hingelegt, um dann am Ende in zwei Sätzen zu verlieren. Diesmal ließ sie Sharapova von 5:2 noch auf 5:4 herankommen - behielt dann aber mit einem Break die Nerven. Auch von einer Regenunterbrechung nach dem zweiten Satz ließ sie sich nicht irritieren. Im Gegenteil: Ein Vorhand-Return-Winner zum 2:0-Break zeigte ihre Extra-Klasse. Und der zweite Satz war brillant.
Lisicki zeigte, dass sie sich für große Aufgaben besonders pushen kann. Ihr Formtief der vergangenen Wochen hat sie damit überwunden. Im April hatte sie sich beim WTA-Turnier in Charleston am Knöchel verletzt und anschließend vier Erstrundenpleiten in Serie kassiert, darunter bei den French Open. Vor Wimbledon hatte sie sich extra in ihrer Wahlheimat Florida für eine Woche zum Training in der Akademie von Starcoach Nick Bollettieri zurückgezogen - mit Erfolg.
Kerber drückt gegen Clijsters aufs Gas
Kurz darauf fertigte Kerber im Eiltempo die vierfache Grand-Slam-Turniersiegerin Kim Clijsters aus Belgien mit 6:1, 6:1 ab. Erstmals seit 25 Jahren stehen überhaupt zwei deutsche Damen im Viertelfinale des berühmtesten Tennisturniers der Welt: 1987 waren es Steffi Graf und Claudia Kohde-Kilsch.
Kerber aus Kiel ließ der ehemaligen Nummer eins Clijsters auf deren Abschiedstour in nur 49 Minuten nicht den Hauch einer Chance. Vorher hatte Kerber den 29 Jahre alten Publikumsliebling noch als "Vorbild und Supersportlerin" bezeichnet und sich eher als Außenseiterin gesehen. Im Match war sie dann aber haushoch überlegen. "Perfektes Match", kommentierte Rittner.





