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2. Point Guard
Von: Oliver Stein
Datum: 24. Oktober 2012, 09:14 Uhr
Format: Artikel
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Point Guard

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Stattdessen ist er einer der besten Spot-Up-Shooter der Liga, trifft aus der Distanz wie aus dem Halbfeld zuverlässig und ist in jedem Spiel für 25 Punkte gut. Wenn das Spiel für ihn gemacht wird und er sich nur aufs Werfen konzentrieren muss, gibt es kaum einen besseren als Johnson. Er hat zwar nicht ganz Ray Allens tödlichen Dreier, ist dafür aber defensiv eher noch einen Tick stärker und lässt sich selbst von schnellen, wendigen Guards nur selten abschütteln.

In einem System mit einem starken Point Guard wie Deron Williams sollten Johnsons Stärken an beiden Enden des Courts zum Tragen kommen - und wenn Johnson so punktet, wie man es sich in Brooklyn erhofft und wie er es definitiv beherrscht, dürfte den Nets ein großer Stein vom Herzen fallen.

Auf den Plätzen folgt dann Andre Iguodala (Denver Nuggets), der genau wie Johnson auch für Rang drei in Frage gekommen wäre. Johnson hat bei Scoring sowie dem Potenzial einen Vorteil, während Iguodala der wohl beste 1-on1-Verteidiger der Liga ist und auch bei der Spielgestaltung etwas besser aussieht. Danach sehe ich James Harden von den Oklahoma City Thunder, der aber noch am Anfang seiner Karriere steht und seine Entwicklung erst noch bestätigen muss. Eine ehrenhafte Erwähnung gibt es noch für einen fitten Ray Allen sowie einen fitten Manu Ginobili. 

Point Guard

Meine persönliche Lieblingsposition - sicher auch meiner Körpergröße von sechs Fuß geschuldet – ist die des Spielmachers. Und auch die Liga hat in den letzten Jahren begriffen, dass es viel schwerer ist, ohne einen guten Point Guard zu gewinnen. Prominentestes Beispiel dafür sind wohl die Lakers, doch auch in Atlanta oder New York wäre ein guter Point Guard sicher sehr hilfreich gewesen. Doch was ist das Wichtigste bei einem Spielmacher? Passspiel und Auge für die Mitspieler? Sichere Würfe? Ein schneller Zug zum Korb? Nash? Parker? Rondo? Rose? Wall? Westbrook? Hier also die besten Point Guards der Liga. 

1. Chris Paul – Los Angeles Clippers

Die Trophäe des Rookie of the Year, zwei Auszeichnungen als bester Point Guard der Liga, bester Verteidiger unter den Spielmachern, eine Handvoll All-Star Nominierungen - Chris Paul hat an Einzelauszeichnungen so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Doch mit seinem langjährigen Team, den New Orleans Hornets, gab es selten etwas zu feiern, und schon gar keine Trophäen. Auch zwei olympische Goldmedaillen sind da nur ein schwacher Trost. Doch das soll jetzt bei den Clippers alles anders werden.

Und wenn man eine neue Mannschaft aufbauen dürfte, man würde sicherlich mit Paul als Fixpunkt gewinnen. Präsenz auf dem und abseits des Courts, eine unglaubliche Spielintelligenz, verbissene Defense, immer das Auge für den am besten positionierten Mitspieler, einen fast nicht zu bremsenden Zug zum Korb sowie das Gen, vor allem in Drucksituationen quasi auf Knopfdruck seine beste Leistung abrufen zu können - es gibt nichts, was Paul fehlt. Er macht seine Mitspieler besser, ist immer in der Lage, positiv auf sein Umfeld einzuwirken und scheut sich nicht, Verantwortung zu übernehmen und vorne weg zu marschieren.

In der letzten Saison gab es in LeBron James nur einen Spieler, der effizienter auftrat als Paul. Und vor allem seine Fähigkeit, Spiele in den letzten drei Minuten mit seinem ungebremsten Ehrgeiz entscheiden zu können, fasziniert Fans wie Experten gleichermaßen. Da macht es auch nichts, dass Paul sich während der Regular Season gerne mal die eine oder andere Halbzeit Pausen gönnt – wenn es eng wird, ist er zur Stelle.

Das einzige Problem ist dabei nur Pauls Körper, der ihm mit guter Regelmäßigkeit Sorgen bereitet. Viel geschunden durch seinen kompromisslosen Spielstil, hat er bereits Operationen am Knie, an der Leiste, am Daumen sowie am Fußgelenk vornehmen lassen müssen. Und das mit gerade einmal 27 Jahren. Sollte Paul aber gesund bleiben, wird er über Jahre hinaus weiterhin zur Elite der Point Guards zählen. 

2. Russell Westbrook - Oklahoma City Thunder

Über körperlichen Verschleiß muss Russell Westbrook noch nicht klagen. Trotzdem versetzt der Spielmacher des letztjährigen Finalisten Oklahoma die Liga mit seiner Athletik und seiner Geschwindigkeit regelmäßig ins Staunen. Nach zwei Lehrjahren als Rookie spielt Westbrook seit zwei Jahren auf einem konstant hohen Niveau und ist neben Kevin Durant der Hauptgrund für den Erfolg der Thunder.

Negative Meinungen gibt es über Westbrooks Spiel kaum, abgesehen vielleicht von einer: Er wirft zu viel und kümmert sich zu wenig um den Spielaufbau. Das Westbrook manchmal zu viel auf sein eigenes Punktekonto schaut, als seinen Teamkollegen mit Assists zu leichten Körben zu verhelfen, mag seiner Jugend zuzurechnen sein. Doch wenn Westbrook zum Korb zieht oder in der Defensive einen seiner fast 2 Steals pro Spiel holt, nimmt ihm das in Oklahoma sowieso niemand übel.

Wenn Westbrook seinen Drei-Punkte-Wurf noch verbessern kann sowie statt 19 nur noch 16 Würfe im Schnitt nimmt und die anderen Ballkontakte zu Assists nutzt, wird das auch seinem Team helfen. Und schon am College, wo Westbrook als Ersatzspieler begann und sich zum Stammspieler eines Top 4-Teams mauserte, hat er gezeigt, dass er mit der richtigen Motivation ein harter Arbeiter sein kann und durchaus offen für Verbesserungsvorschläge ist. 

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