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Platz 7: Viktor Ikpeba
Borussia Dortmund wird aktuell als Double-Gewinner und Bayern-Herausforderer gefeiert, Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wird aber nicht müde, demütig an die gar nicht so ferne Zeit der Fast-Insolvenz zu erinnern. Mit Großmannssucht kauften Präsident Gerd Niebaum und Manager Michael Meier Anfang des Jahrtausends eine völlig überteuerte Mannschaft zusammen, die 2002 zwar nochmal Deutscher Meister wurde, aber völlig über ihre Verhältnisse lebte. Viktor Ikpeba war einer von diesen Großverdienern, der selten mit Leistung zurückzahlte. Ikpeba kostete zwölf Millionen Mark Ablöse und startete in Dortmund mit den verdächtigen Worten: "Geld spielte keine Rolle - auch wenn ich jetzt viel mehr verdiene als in Monaco." Nach 30 Spielen und drei Toren war beim BVB wieder Schluss.
Platz 6: Hami Mandirali
Auch beim FC Schalke gab es einige Transfer-Flops, so hat es Bent Christensen nur knapp nicht in die Top Ten geschafft. Dafür ist mit Hami Mandirali ein Fehlgriff dabei, der den damaligen Manager Rudi Assauer in zwei Spielen zu überzeugen wusste. In der Saison des UEFA-Pokalsiegs 1997 traf Schalke auch auf Trabzonspor, beim 3:3 und dem 1:0-Sieg der Knappen glänzte Mandirali so sehr, dass er über ein Jahr auf dem Wunschzettel Assauers ganz oben stand. 1998 kam Mandirali für üppige sieben Millionen Mark, was den Türken zum bis dahin teuersten Transfer der Vereinsgeschichte machte. Mandirali plagte sich mit Heimweh, erzielte in 22 Spielen drei Tore und ging nach einem Jahr zurück nach Trabzon. Immerhin konnte Assauer den finanziellen Schaden in Grenzen halten, fast fünf Millionen Mark gab es für die Heimkehr Mandiralis.
Platz 5: Igor Belanov
Wann hat man schon mal die Chancen, Europas Fußballer des Jahres zu verpflichten? Dachten sich auch die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach, als 1989 Igor Belanov auf dem Transfermarkt angeboten wurde. Den Titel hatte er 1986 gewonnen, drei Jahre später hatte der Russe - der als erster Spieler aus der UDSSR in den Westen wechseln durfte - im Alter von 28 Jahren seinen Zenit bereits erreicht. Das könnte aber auch daran liegen, dass nach einem Kurseinbruch sein in Dollar ausgezahltes Gehalt nicht mehr so üppig war, wie Belanov und seine Frau sich das ausgemalt hatten. In Gladbach floppte der Stürmer (vier Tore in 24 Spielen), zudem wurde er beim versuchten Diebstahl eines Pelzmantels erwischt.
Platz 4: Breno
In dieser Rangliste ist viel von verbranntem Geld die Rede, da darf der Name Breno natürlich nicht fehlen. Für satte zwölf Millionen Euro kam das brasilianische Innenverteidiger-Talent 2008 zum FC Bayern, den Nachweis, soviel Geld auch wert zu sein, erbrachte Breno eigentlich nur in seiner Zeit als Leihspieler beim 1. FC Nürnberg. Brenos Vertrag ist mittlerweile ausgelaufen und wurde aus sportlichen Gründen nicht verlängert, wie es sich für die Familie FC Bayern aber gehört, wurde dem im Gefängnis sitzenden Brasilianer von Vereinsseite weitere Hilfe zugesagt.
Platz 3: Carlos Alberto
Wer im Alter von 27 Jahren bereits bei neun Clubs gespielt hat und seinen Marktwert im Laufe der Zeit von zehn Millionen Euro auf unter eine Million gesenkt hat, der hat sein Talent wohl nicht ausgeschöpft. Oder war gar keins vorhanden? Das ist deutlich zu hart, denn die Schwierigkeiten von Carlos Alberto liegen im mentalen Bereich. Werder Bremen leistete sich die Dienste des Mittelfeldspielers 2007 für die damalige Rekordsumme von 7,8 Millionen Euro, doch schon ein halbes Jahr später führte Albertos Weg zurück in die Heimat - zu gering war der Wille, sich zu intergrieren. "Er hatte bisher noch nicht verinnerlicht, wie man sich in Bremen zu verhalten hat", sagte Bremens Manager Klaus Allofs nach dem Leihgeschäft zum FC Sao Paulo, "und er war auch kein Kind von Traurigkeit, wenn er beispielsweise im Nachtleben aktiv gewesen sein soll." Albertos Weg führte danach nicht mehr nach Bremen zurück.





