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Platz 2: Alex Alves
Für die einen ist Alex Alves der exzentrische Stürmer, der im Jahr 2000 für Hertha BSC das Tor des Jahres erzielte und mit 25 Treffern in 81 Bundesliga-Spielen eine ordentliche Quote vorzuweisen hat. Für die anderen ist Alves eine Diva, die mit zahlreichen Eskapaden das Synonym für die Fehlplanungen des damaligen Managers Dieter Hoeneß darstellt. Der Bruder des Barcelona-Stars Dani Alves wollte in Europa richtig durchstarten, quälte sich aber mit privaten Problemen herum und bleibt in Berlin vor allem wegen seines Pelzmantels auf der Weihnachtsfeier, zahlreichen Strafzetteln, hanebüchenen Verletzungen (Fußpilz) und Sperren in Erinnerung. Alves kostete übrigens 15 Millionen Mark, 2003 erhielt Hertha nur noch 500.000 Euro für den Stürmer.
Platz 1: Radmilo Mihajlovic
Geradezu legendär ist die Transfer-Historie von Radmilo Mihajlovic - oder eher von Schalkes Sonnenkönig Günter Eichberg. Mihajlovic kam 1989 mit vielen Vorschusslorbeeren zum FC Bayern, konnte dort aber nie überzeugen. Trotzdem wollte Eichberg den Stürmer unbedingt nach Schalke in die 2. Liga holen. Manager Helmut Kremers hatte mit Bayern-Kollege Uli Hoeneß bereits eine Ablöse von 2,5 Millionen Mark ausgehandelt, Eichberg legte freiwillig nochmal 500.000 drauf. Als Mihajlovic seinen Vertrag unterschreiben sollte, ging Eichberg sogar aus dem Raum, mit dem Hinweis jedes Gehalt akzeptieren zu wollen. Mihajlovic trug 500.000 Mark ein und handelte noch 1,6 Millionen Mark Handgeld aus. Ein verdammt teures Vergnügen für einen Angreifer, der von Knieproblemen geplagt ganze zwölf Tore in drei Jahren erzielen konnte. Noch mehr eingraben könnte sich aber Eintracht Frankfurt, denn dort bekam Mihajlovic ein weiteres Jahr geschenkt.





