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Eine Folge vieler individueller Fehler einzelner Spieler und auch des Coaches, aber in erster Linie auch Konsequenz der verfehlten Transferpolitik vor der Saison, um die sich nach dem Rückzug von Jos Luhukay und Andreas Rettig der vom Nachwuchs-Koordinator aufgestiegene Manfred Paula als Manager und Weinzierl gekümmert hatten - beide Bundesliga-Neulinge. Ihre Bilanz ist ernüchternd. Der qualitativ ohnehin nicht auf Rosen gebettete Kader wurde weder in der Spitze noch in der Breite nennenswert verstärkt, der FCA litt daher unter den zahlreichen Verletzungsproblemen der Hinrunde immens.
Sturmhoffnung Aristide Bance erwies sich als Torlos-Flop, enttäuschte ebenso wie der für 700.000 Euro geholte Jan Moravek und der erfahrene Andreas Ottl oder die offenbar nicht integrierbare Wolfsburg-Leihgabe Giovanni Sio. Dessen Professionalität muss ebenso in Frage gestellt werden wie die der gesamten Clubführung. Präsident Walter Seinsch ersetzte nach dem Bundesliga-Fehlstart Paula nach 100 Tagen auf dem Managerposten durch Jürgen Rollmann, nur um diesen acht Wochen später wegen "unüberbrückbarer Differenzen" wieder zu feuern und durch Stefan Reuter zu ersetzen.
Neue Spieler, härtere Ansprache und auf weniger Fehler hoffen
Der Weltmeister von 1990 soll nun wieder für Professionalität sorgen und den taumelnden Club stabilisieren, ihn mittelfristig sogar in der Bundesliga etablieren - offenbar mit harter Hand. "Wir müssen der Mannschaft klar machen, dass höchste Konzentration notwendig ist, dass jeder, der sich hängen lässt unseren Erfolg gefährdet", drohte Reuter beim Amtsantritt. Für die extremen Problemzonen Abwehr und Angriff wurden bereits Neuverpflichtungen getätigt. Der US-Rechtsverteidiger Michael Parkhurst kam aus Nordsjaelland, für den Sturm wurde der auch von Dortmund und Hoffenheim umworbene Dong-Won Ji aus Sunderland geliehen.
"Beide werden uns weiterhelfen", hoffte Weinzierl im kicker und verspricht sich vor allem von der Verpflichtung des Südkoreaners einen Schub für dessen Landsmann Ja-Cheol Koo. Hoffnungen ruhen aber vor allem auch auf Mittelstürmer Sascha Mölders. Dessen Vorrunde war erst von einem Knöchelbruch, dann von Rückenproblemen überschattet worden. Doch in den sieben Spielen, die er seit seiner Genesung bestreiten konnte, traf er viermal. Und die Hoffnung beim FCA stirbt immer zuletzt.
"Augsburg hats letzte Saison vorgemacht, wie man mit einer Riesenserie noch unten rauskommt", hoffte Weinzierl laut kicker auf eine Wiederholung und trotz zehn Punkten Rückstand auf das rettende Ufer doch noch auf den Klassenerhalt. Eine Hoffnung, für die sportal.de schon vor Saisonbeginn wenig Anlass sah.





