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SEITE 3 VON 3:
3. Panik bei den Dallas Mavericks - Wann kommt Nowitzki wieder?
Von: Oliver Stein
Datum: 30. Oktober 2012, 08:21 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
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Panik bei den Dallas Mavericks - Wann kommt Nowitzki wieder?

(Seite 3 von 3)

Das spielerisch unterhaltsamste oder spektakulärste Team waren die Spurs noch nie. Und auch wenn die großen drei Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili nicht jünger werden, gibt es keinen Grund, in den Spurs nicht eins der besten Teams im Westen zu sehen – denn zur Not hat ja auch Coach Gregg Popovich noch immer den einen oder anderen Trick im Ärmel, um die Konkurrenz von Spiel zu Spiel zu überraschen.

Vor wenigen Jahren noch eine Lachnummer in der Liga, schauen mittlerweile viele GM's neidisch auf die Memphis Grizzlies. Mit Zach Randolph, Marc Gasol und Rudy Gay haben die Grizzlies einen der potentesten Frontcourts der NBA, mit Mike Conley einen sehr soliden Spielmacher und mit Tony Allen einen der besten Verteidiger der Liga als Shooting Guard. Nur die Kadertiefe war im letzten Jahr aufgrund vieler Verletzungen eine Sorge. Doch die Neuverpflichtungen Jerryd Bayless und Quincy Pondexter sowie ein wieder genesener Darrel Arthur sollten diese Probleme beheben und aus Memphis im dritten Jahr in Folge einen ernst zu nehmenden Playoffteilnehmer machen.

Panik bei den Dallas Mavericks - Wann kommt Nowitzki wieder?

Womit wir bei den Dallas Mavericks wären. Nach dem Abschied von Jason Kidd und Lamar Odom sowie den geplatzten Verpflichtungen von Deron Williams und Dwight Howard zeichnete sich in Dallas schnell ab, dass diese Saison eine ganz harte werden würde. Und der Sommer wurde immer schlimmer. Zunächst musste sich Dirk Nowitzki nun doch einer Operation am angeschlagenen Knie unterziehen und fällt somit wohl die ersten sechs Wochen aus. Und dann musste man auch noch Guard Delonte West gehen lassen, im letzten Jahr noch einer der zuverlässigsten Bankspieler. West musste innerhalb der letzten Woche zwei Mal suspendiert werden -  angeblich hatte er mit seiner schlechten Einstellung aus Frust über seinen niedrig dotierten Einjahresvertrag vor allem die jüngeren Teamkollegen zu stark beeinflusst.

Über diese Ereignisse konnten auch die Verpflichtungen von Darren Collison und OJ Mayo nicht wirklich hinweg trösten, zumal ansonsten mit Elton Brand, Chris Kaman und Eddie Curry ausschließlich Spielermaterial von der Resterampe verpflichtet werden konnte. Doch genau darauf hofft Coach Rick Carlisle, dass einige der Veteranen noch genug Ehrgeiz haben, um eine Seht-her-ich-kanns-doch-noch-Saison zu spielen. Und genau das brauchen die Mavericks auch, zumindest bis Dirk Nowitzki wieder fit genug ist, um Einfluss auf Spiele nehmen zu können. Denn je früher der Superstar wieder ins Team findet, desto früher werden die Mavericks herausfinden, ob sie sich tatsächlich in die Playoffs werden spielen können oder ob man sich in Dallas auf einen verfrühten Sommerurlaub einstellen muss.

Eng wird es mit Sicherheit, denn die Konkurrenz aus Utah und Oakland schläft nicht. Und auch wenn ich Golden State noch für zu unerfahren halte, wird die Jazz den Mavericks einen Kampf bis zum letzten Spieltag liefern. Den die Mavericks nur dann für sich entscheiden können, wenn aus der Gruppe Brand, Kaman, Collison und Mayo mindestens zwei Akteure eine unerwartet gute Saison spielen.

Neuaufbau bei den Rockets - Gibt es Nachhilfe aus New Orleans?

Aufgefüllt wird die Southwest Division unter anderem von den Houston Rockets. Ob James Harden die Rockets nun zu einem Titelkandidaten macht, wurde ich von einem Kollegen gefragt, der den Hype um den Trade nicht nachvollziehen konnte. Nein, das tut er natürlich nicht. Die Rockets, die mit einem Auge ja bereits auf Andrew Bynum oder Dwight Howard als neuen Star geschielt hatten, haben ihren Sommer damit verbracht, auszumisten. Kyle Lowry ging nach Toronto, Marcus Camby nach New York, Courtney Lee nach Boston, Samuel Dalembert nach Milwaukee und Goran Dragic sowie Luis Scola verdienen ihr Geld mittlerweile in Phoenix. Doch einen Superstar brachten die Sparmaßnahmen nicht nach Houston und so wurde die Reißleine gezogen und mit Harden der Spieler verpflichtet, der Houston laut des Managers Daryl Morey in ein neues Zeitalter führen soll.

Dass Harden gut ist, ist unbestritten. Aber er hat eben immer nur als Ersatzspieler agiert, und nie ein Team ''sein'' Team nennen können. Nun wird Harden also der Neuaufbau in Houston zugetraut und das wird er in seinem ersten Jahr sicherlich nicht bewältigen können. Denn auch die anderen Verstärkungen sind sicher keine Garantien. Jeremy Lin hat in New York nur knapp 30 Spiele absolviert, dabei aber immerhin für Lin-sanity gesorgt, und Omer Asik ist zwar einer der besten Defensivcenter der NBA, war bei den Bulls aber auch meist nur Ersatz für Joakim Noah.

Letztes Team der Division sind die New Orleans Hornets. Der Sieger der Draftlotterie darf mit Anthony Davis den vielversprechendsten Rookie in seinen Reihen begrüßen und hat sich auch sonst mit dem Newcomer des Jahres, Ryan Anderson, sowie Robin Lopez und Hakim Warrick solide verstärkt. Außerdem konnte der Vertrag mit Topscorer Eric Gordon gegen seinen Willen verlängert werden und das Ganze während nebenbei noch finanzielle Langzeitverpflichtungen abgebaut wurden. Der Neuaufbau in New Orleans schreitet also voran, doch für die Playoffs wird es mit einem Rookie-Point-Guard, Austin Rivers, und einer defensiv eher schwachen Mannschaft nicht reichen.

In der Southwest Division werden am Ende die San Antonio Spurs vorn liegen. Dahinter sollten sich die Memphis Grizzlies als zweite Kraft etablieren können, während Dallas zwar nicht um Rang drei, dafür aber um die Playoffteilnahme wird kämpfen müssen. Für New Orleans wäre ein vierter Platz bereits ein Erfolg, während es in Houston wohl noch einige Zeit dauern wird, bis der offenbar sehr eindimensional angegangene Neuaufbau Früchte trägt.

Das war es zunächst Mal für das Team-Preview. Nächste Woche wird sich der Basket Case dann mit individuellen Leistungen und Awards sowie dem Playoff-Bild auseinandersetzen. Bis dahin wünsche ich aber bereits jedem Fan viel Spaß mit den ersten Spielen, denn ab Dienstag Nacht heißt es ja endlich wieder: Let's play Ball!

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