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Trotzdem haperte es beim Ausgleich durch Jonas an der Feinabstimmung in der Abwehr. Bei einer Freistoß-Flanke von Tino Costa war Casillas nicht auf der Höhe, statt des Balls erwischte er Teamkollege Pepe und Jonas konnte unbedrängt einköpfen. Casillas und Pepe rasselten böse zusammen und mussten beide behandelt werden, wenn man noch an die blutende Stirn-Wunde von Ramos denkt (32.), war es ein äußerst schmerzhaftes Spiel für Real. Pepe musste in der Halbzeit wegen der Platzwunde sogar in der Kabine bleiben.
Dabei hatte es doch so gut begonnen: Der Titelverteidiger startete druckvoll, ließ Valencia - wo Neuzugang Nelson Valdez als Joker auf der Bank saß - wenig Luft zum atmen und ging folgerichtig früh in Führung: Di Maria spielte einen Traumpass mitten in die aufrückende Viererkette der Gäste, die Abseitsfalle funktionierte aber nicht und so war Higuain ziemlich frei. Das 1:0 fiel aber erst im dritten Versuch, denn Higuain scheiterte zunächst zweimal an Valencias Keeper Diego Alves.
In der Folge konnte Real das Anfangstempo nicht mehr halten, was bei den spärlichen Angriffen von Valencia zunächst aber auch nicht ins Gewicht fiel. Der Ausgleich fiel trotzdem, weil mit Casillas ein Welt- und Europameister patzte.
Özil reißt das Spiel an sich
Das 1:1 beflügelte den letztjährigen Tabellendritten, wenn auch nicht offensiv, so zumindest im konstruktiven Stören des königlichen Spielaufbaus. Trainer Mauricio Pellegrino hatte dafür einen entscheidenden Passweg ausgemacht, sein Team hinderte die Innenverteidiger konsequent daran, Xabi Alonso anzuspielen. Das tat dem Real-Spielaufbau in den ersten zehn Minuten überhaupt nicht gut.
Stattdessen versuchte Özil, das Spiel an sich zu reißen, was auch besser gelang, als noch in den ersten 45 Minuten. Seine starken Pässe und Flanken (53./59./65.) blieben aber ungenutzt, nah dran war Higuain mit einem Latten-Kopfball. Real Madrid hatte aber auch Glück, als Schiedsrichter Carlos Delgado Ferreiro den vermeintlichen Führungstreffer von Valencias Torjäger Roberto Soldado wegen einer Abseitsstellung nicht gab, eine sehr knappe Entscheidung (56.).
Ab der 60. Minute sahen die Zuschauer die stärkste Phase der Madrilenen, auch weil Mourinho die Werbeaktion für Diarra beendete und mit Karim Benzema einen weiteren Stürmer brachte. Real Madrid machte nun wenig falsch, wenn man vom Toreschießen mal absieht. Beste Gelegenheiten wurde liegen gelassen - und am Ende stand ein verpatzter Saisonstart für den Meister.





