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Neuer Zuschauerrekord in Europa
Die 50.000 Zuschauer sorgten wie angekündigt für einen neuen Rekord in Europa für ein Liga-Freiluftspiel. Die bisherige Bestmarke von 36.644 Besuchern war am 5. Februar 2011 aufgestellt worden, als sich im Olympiastadion von Helsinki die Lokalrivalen Jokerit und IFK gegenüberstanden hatten (3:4). Den Europarekord für ein Freiluftspiel hält die WM-Begegnung zwischen der UdSSR und Schweden vom 5. März 1957, 50.000 bis 55.000 Zuschauer waren damals im Luschniki-Stadion von Moskau - die Angaben schwanken.
So sehr sich die Spieler auf ihren Auftritt vor der gewaltigen Kulisse gefreut hatten, so sehr hatten sie auch mit den Bedingungen zu kämpfen. Der anhaltende Nieselregen setzte sich auf den Visieren fest, er machte vor allem auch die Oberfläche des sieben Zentimeter dicken, von drei Kleinlaster-großen Maschinen auf minus zehn Grad heruntergekühlte Eis sehr stumpft. Der Puck blieb nicht so gut wie sonst am Schläger "kleben", er rutschte nicht so gut wie gewohnt über das Eis, manchmal holperte er.
Illusionen auf dem Eis
Immerhin sah das Winter Game tatsächlich aus wie ein Game im Winter: Die Veranstalter hatten die geniale Idee, den Innenraum des Stadions, das ja auch eine Laufbahn hat, noch vollständig mit 16.000 Quadratmeter weißem Teppich auszulegen. Eine perfekte Illusion, denn es sah so aus, als sei über Nacht noch kräftig Schnee gefallen. Und so stellte sich ein Gefühl von Winter ein, obwohl ja gar kein Winter war. Was nichts daran änderte, dass die Zuschauer im Unterrang viel Fantasie mitbringen musste, um das Spielgeschehen zu erahnen.
Das Winter Game war, rein statistisch gesehen, ein Spiel des 26. Spieltags der Deutschen Eishockey-Liga, doch ein Blick auf die vollen Ränge des Stadions ließ einen glauben, es handele sich da um ein Turnier aller Mannschaften in Deutschland. Kaum ein Verein, der nicht mit einem Trikot vertreten war, egal, ob Bad Tölz, Passau oder Naila, Solingen oder Wolfsburg. Den größten Gästeblock bildeten die Berliner. Rund 7000 Fans der Eisbären hatten sich auf die Reise ins 450 Kilometer entfernte Nürnberg gemacht. Imposant.





