Nach dem Halbfinal-Aus bei der EM 2012 wurde viel über die personellen Wechsel in der DFB-Elf diskutiert. Im Interview nimmt Joachim Löw Stellung zu seinen Entscheidungen und spricht über die Fehler der DFB-Elf.
Nach der Niederlage im Halbfinale der EM gegen Italien zieht Bundestrainer Joachim Löw ein durchaus positives Fazit. Im Interview nimmt er Stellung zu den personellen Wechseln, erklärt, warum die Italiener den Tick besser waren und wagt einen Blick in die Zukunft.
Wie ist Ihre Gefühlslage am Tag nach dem EM-K.o.?
Löw: Die Enttäuschung ist nicht einfach verflogen. Alle waren nach dem Spiel tief enttäuscht. Das kann man nicht einfach abschütteln. Das braucht eine gewisse Zeit, das zu verarbeiten.
Was ist falsch gelaufen gegen Italien, Herr Löw?
Löw: In der ersten Halbzeit sind wir nach dem Gegentor etwas in Unordnung geraten, und so ist das zweite Tor der Italiener gefallen. Da waren wir zweimal in der Abwehr unaufmerksam. Dann war es schwierig, dass Spiel gegen die starken Italiener noch zu drehen. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft ein großes Herz bewiesen. Trotz alledem ein Lob, wie sie zurückgekommen ist.
Sie haben wieder mit personellen Umstellungen überrascht, war es am Ende ein Tick zu viel?
Löw: Im Nachhinein hätten wir dieses oder jenes machen können. Mario Gomez hatte drei Tore in dem Turnier erzielt, war auch im Training sehr gut und nach dem Griechenland-Spiel sehr motiviert. Mit Toni Kroos wollten wir die Zentrale stärken gegen Pirlo und De Rossi. Bis zum 0:1 war das Spiel völlig ausgeglichen. Nach dem Gegentor sind wir nicht mehr ins Spiel gekommen. Zwangläufig mussten nach der Pause die Wechsel folgen. Wir mussten alles riskieren, mit neuen Spielern alles versuchen.
Nach den ersten Spielen sind Sie viel gelobt worden, jetzt gab es Kritik. Denken Sie nochmal selbstkritisch nach über die Aufstellung, die persönliche Position?





