(Seite 2 von 2)
Messi trifft und Barcelona zittert trotzdem
Für trügerische Ruhe sorgte Lionel Messi kurz vor der Pause. Nach herrlichem Außenrist-Pass von Cesc Fabregas war der Argentinier durch und traf mit seinem zehnten Saisontor zum 2:4. War das jetzt die Vorentscheidung? Weit gefehlt!
Das Zittern sollte aus Sicht der Katalanen gleich nach Wiederanpfiff erneut beginnen und zwar heftiger denn je. In der 47. Minute schritt Pizzi zu einem Freistoß aus rund 18 Metern Entfernung. Er zirkelte den Ball in Richtung Torwarteck und düpierte Vicor Valdes damit zum zweiten Mal an diesem Abend. Klar, der Ball war schön geschossen, aber diese Ecke des Tores gehörte eigentlich Valdes.
Mascherano fliegt vom Platz - Barca in Unterzahl
Barca hatte das 3:4 kaum realisiert, da setzte es den nächsten Nackenschlag. Nach einem Zweikampf zwischen Mascherano und Riki entschied der Schiedsrichter nicht nur zu recht auf Foul, er zeigte dem Barca-Verteidiger auch noch die gelbrote Karte, weil er seinen Gegenspieler leicht mit dem Arm am Kopf erwischt hatte. Die Attacke war keinesfalls bösartig, aber Mascherano hatte in der ersten Halbzeit schon Gelb gesehen und danach noch den Elfmeter verursacht.
Nicht einmal 50 Minuten waren gespielt und Barcelona standen schwere 40 Minuten bevor. Doch ausgerechnet diese Rote Karte sorgte für Ruhe in der Partie. Statt eines Sturmlaufs von La Coruna gewann Barca die Kontrolle langsam zurück. Zunächst hatte Lionel Messi Pech, als sein Freistoß an den Pfosten klatschte (53.). Dann brachte Tito Vilanova mit Pedro, Xavi und Adriano frische Kräfte und Pedro hätte tatsächlich mit seinem ersten Ballkontakt fast das 3:5 erzielt, er verfehlte das Tor aber knapp (56.).
Erst Messi, dann Eigentor
Es folgten 20 Minuten zum Durchschnaufen, ehe dieses unfassbare Spiel in der Schlussviertelstunde noch einmal ungeahnte Höhepunkte bot. Natürlich war es Lionel Messi, der dabei eine Hauptrolle übernahm. In der 77. Minute war er es, der mit seinem dritten Tor an diesem Tag zum dritten Mal nach dem 3:0 und 4:2 dafür sorgte, dass der FC Barcelona sich als vorzeitiger Sieger fühlte.
Mit einem Solo und einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze traf Messi zum 3:5 (77.). Das Gefühl hielt nur wenige Sekunden an, denn Jordi Alba hatte noch eine kuriose Einlage parat. Nach einer Flanke von der linken Seite vor das Tor von Victor Valdes lupfte der Verteidiger den Ball formvollendet und technisch perfekt über seinen Keeper ins eigene Tor zum 4:5 (79.).
In den letzten Minuten warf Deportivo La Couruna noch einmal alles nach vorne und spätestens als Keeper Daniel Aranzubía in den letzten Sekunden bei einer Ecke im Barca-Strafraum auftauchte, hatte man das Gefühl, dass ein 5:5-Ausgleich durch den Torwart noch die richtige Pointe für dieses Spiel gewesen wäre. So weit kam es aber doch nicht mehr, der FC Barcelona nahm in einem aufregenden Spiel drei Punkte mit nach Hause und Lionel Messi durfte sich freuen, dass sein Dreierpack zu einem Sieg reichte.





