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Bei Ballbesitz der Niederländer übten die Dänen William Kvist und Niki Zimling oft direkt Druck auf de Jong und van Bommel aus und verhinderten somit das schnelle Umschaltspiel. In diesem Fall kümmerte sich ein Abwehrspieler um Sneijder und somit wurde das Offensivspiel auf die Flügel gezwungen, wo die Niederländer leichter auszurechnen sind.
Mehr Flexibilität? Das Fazit:
Auf das zum Teil statische, wenig variable Angriffsspiel der Niederländer kann sich die deutsche Mannschaft gut einstellen. Aus der Sicht der DFB-Elf wird dabei entscheidend sein, ob Sami Khedira die Kreise von Wesley Sneijder erfolgreich einengen kann. Arjen Robben sollte bei Philipp Lahm in guten Händen sein, natürlich muss er, wenn er nach innen zieht, gedoppelt werden. Sollte Bert van Marwijk durch die Hereinnahme von Rafael van der Vaart einen spielerisch starken Sechser bringen, würde das die ohnehin schon kaum sattelfeste Defensive der Niederländer entscheidend schwächen.
Gerade in den zentralen Räumen hinter den Spitzen ist Mesut Özil enorm gefährlich. Die Niederländer werden dem Vorbild der Portugiesen folgen, die es sehr gut verstanden, die zentralen Räume eng zu gestalten und Özil und Schweinsteiger wenig Spielraum zu geben. Gerade der Sechser Miguel Veloso machte ein tolles Spiel, dennoch ist Özil nie ganz zu verhindern. Es ist also zu erwarten, dass die Niederländer mit den physisch starken De Jong und Van Bommel auflaufen werden. Ein spielender Sechser ist aufgrund der im Umschaltspiel starken zentralen deutschen Mittelfeldspieler nicht zu empfehlen.
Ist das Spiel über die Flügel Hollands Chance?
Sollten die Deutschen mit Khedira, Schweinsteiger und der Unterstützung der zentralen Abwehrspieler die zentralen offensiven Räume für die Niederlande eng gestalten können, wird sich das Spiel auf die Flügel verlagern. Dabei sind Gregory van der Wiel und Jetro Willems gefragt, die den offensiven Flügelspielern zuarbeiten müssen. Dänemark konnte durch sehr weit außen agierende Offensivspieler immer wieder verhindern, dass die beiden Verteidiger sich einschalten konnten. Doch wie sieht es bei Deutschlands Flügelspielern aus? Thomas Müller erledigt seine Defensivaufgaben für einen offensiven Flügelspieler ordentlich. Eine Schwachstelle könnte Lukas Podolski sein, der als defensivschwach gilt.





