(Seite 2 von 3)
Auf Seiten von Manchester gibt es im Defensivverhalten ebenfalls eine konkrete Baustelle, die Trainer Roberto Mancini ärgert, die aber schnell einzudämmen ist. City kassierte in der Premier League bereits drei Tore nach Eckbällen, Martin Skrtel (FC Liverpool), Peter Crouch (Stoke City) und Laurent Koscielny (FC Arsenal) nutzten die Konzentrationsschwächen in der Abwehr zu Toren, die City allesamt Punkte kosteten. Nimmt man den direkt verwandelten Freistoß von Luiz Suarez beim 2:2 gegen Liverpool hinzu, fielen sogar vier Gegentore aus Standardsituationen.
Aus taktischer Sicht gibt es in dieser Frage wenig zu erklären, das ist in der Regel eine Konzentrationsfrage. Bei Crouchs und Koscielny Treffern waren die City-Verteidiger sogar zuerst am Ball, konnten aber nicht entschieden genug klären und so gab es Gegentore im Nachsetzen. Eine besondere Chance für die Dortmunder Innenverteidiger Neven Subotic und Mats Hummels, die in der Bundesliga beide schon nach Ecken erfolgreich waren.
Man City: Zwei Stürmer als Chance - aber welche?
Anders als die meisten Bundesligisten spielt Man City in der Regel mit zwei Stürmern. Die Auswahl ist mit Sergio Aguero, Carlos Tevez, Mario Balotelli und Edin Dzeko herausragend, bisher wechselte Trainer Mancini munter durch und so darf man gespannt sein, welchem Duo der Italiener vertrauen wird.
Ziemlich sicher wird der in der vergangenen Saison noch in Ungnade gefallene Tevez dabei sein, denn Mancini will auf die Laufstärke und die defensiven Qualitäten des Argentiniers nicht verzichten. Dzeko war zuletzt zwar treffsicher, gilt in der Hierarchie aber als Stürmer Nummer drei, weil sich Balotelli durch nächtliche Aktivitäten den Unmut seines Trainers zuzog. Bleibt noch Aguero, der nach einer Verletzung gerade erst zurückgekehrt und noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.
In jedem Fall müssen die beiden Start-Angreifer ihrer Rolle sowohl offensiv als auch defensiv gerecht werden. Subotic und Hummels sind es nicht gewohnt, gegen zwei Stürmer zu spielen und Hummels offenbarte schon im EM-Halbfinale gegen Italien Probleme gegen dieses System (das könnte für Balotelli in der Startelf sprechen). Zudem wird auch Mancini wissen, dass Hummels im Dortmunder Spielaufbau eine Schlüsselrolle zukommt, die er ob der "Manndeckung" der gegnerischen Stürmer zuletzt aber nur selten ausfüllen durfte. Deshalb steigt die Bedeutung eines anderen BVB-Spielers:
BVB: Gündogan muss den Rhythmus bestimmen
In der öffentlichen Wahrnehmung untergegangen ist die Tatsache, dass bei den Schwarz-Gelben in den beiden Spielen mit sechs Gegentoren ein Spieler krank aussetzen musste, der immer mehr zum Schlüsselspieler im Dortmunder Gefüge wird: Ilkay Gündogan. Der Nationalspieler spielt zwar den offensiveren, weil spielbestimmenden Part der Doppelsechs, steht aber häufig tiefer als Nebenmann Sebastian Kehl.





