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Wir halten einen Wechsel trotzdem für richtig (Mertesacker war ja ohnehin nah an der ersten Elf) und hier spielt die Gelbe Karte von Holger Badstuber aus dem ersten Spiel gegen Portugal die entscheidende Rolle. Die UEFA streicht die Gelben Karten erst nach dem Viertelfinale, eine weitere Verwarnung für den Münchner würde demnach eine Sperre nach sich ziehen. Der Schiedsrichter heißt übrigens Carlos Velasco Carballo und ist bekannt für seine lockere Kartenhand. Im Eröffnungsspiel Polen gegen Griechenland verteilte der Spanier drei Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte.
Unumstrittener Stammspieler ist plötzlich Mats Hummels. Der Dortmunder stand trotz seiner starken Double-Saison auf der Kippe, zu selten konnte er beim DFB an die Leistungen im gelb-schwarzen Trikot anknüpfen. Doch das Spiel gegen Portugal änderte alles, Hummels zeigte die Qualitäten eines Abwehrchefs, die Frankfurter Rundschau schrieb stellvertretend von der "Nacht der Wachablösung". In den folgenden Tagen war Hummels dann einer der gefragtesten Gesprächspartner, wegen seiner Eloquenz sollte man über eine Wette nachdenken: Hummels wird Nachfolger von Lahm als DFB-Kapitän.
Linksverteidiger: Philipp Lahm
Doch noch sind wir in der Gegenwart und hier heißt der Spielführer Philipp Lahm. Der Münchner sagte vor dem Turnier zwar, ein Seitenwechsel während des Turniers, oder sogar während eines Spiels, sei kein Problem. Damit hat Lahm wahrscheinlich Recht, wir halten Kontinuität aber für wichtiger und belassen Lahm auf der linken Seite.
Defensives Mittelfeld: Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger
"Vielleicht gönne ich dem einen oder anderen eine Pause", sagte der Bundestrainer direkt nach dem 2:1-Erfolg gegen die Niederländer. "Damit die Frische im Viertelfinale wieder da ist." Sofort schlug das gedankliche Redaktions-Pendel in Richtung Bastian Schweinsteiger aus, immerhin fehlte der Leader lange Zeit verletzt und konnte auch nur am Ende der Vorbereitung eingreifen.





