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Von: Sven Kittelmann
Datum: 15. Mai 2012, 09:16 Uhr
Format: Artikel
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Lakers und Celtics verlieren Playoffspiele gegen Thunder und Sixers

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Kobe Bryant verliert den Ball gegen Tabor Sefolosha

Routine hilft auch bei müden Beinen nicht: Die Los Angeles Lakers kamen bei der ausgeruhten Oklahoma City Thunder unter die Räder. Und auch die Boston Celtics mussten sich in ihrem Conference Semifinal den Philadelphia 76ers geschlagen geben.

Die Los Angeles Lakers und Boston Celtics haben jeweils 17 Meisterschaften, bei beiden Teams regiert eher die Routine und beide haben ihre Spiele in den Conference Semifinals der NBA-Playoffs verloren. Während die Lakers gegen die ausgeruhten Jungspunde der Oklahoma City Thunder in deren Halle mit 90:119 untergingen, gestalteten die Celtics ihre Partie gegen die Sixers spannend und verloren mit 81:82.

"Sie haben uns geschlagen. Man kann Vieles sagen, dass dies eine Playoff-Serie ist, es sieben Spiele gibt oder was auch immer...", zitierte espn.com Lakers-Coach Mike Brown. "Doch dies sind die Playoffs, wir müssen hier hinkommen und gut spielen. Und das haben wir nicht." Weder Kobe Bryant noch Andrew Bynum, die auf jeweils 20 Punkte kamen, konnten gegen die glänzend aufgelegte Thunder bestehen.

Oklahoma Citys großer Vorteil waren acht Tage Ruhepause nach einer anstrengenden Saison. Und sie beantworteten die Fragen, ob sie dadurch nicht eingerostet waren, eindrucksvoll. Sogar so eindrucksvoll, dass sie zeitweise auf 35 Punkte davonzogen und ihre Topscorer Kevin Durant (25 Punkte/8 Rebounds) und Russell Westbrook (27/7/9 Assists) im letzten Viertel auf die Bank schicken konnten.

Und: Das Team mit im Schnitt 16,4 Ballverlusten, den meisten der regulären NBA-Saison, gab lediglich vier Mal den Ball an das gegnerische Team ab. "Das ist großartig", freute sich Coach Scott Brooks gegenüber espn.com. "In manchen Spielen hatten wir vier Turnover in den ersten sechs Minuten."

Buhrufe gegen den Weltfrieden

Vielleicht war dem klaren Sieg auch geschuldet, dass das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen zwischen Los Angeles Metta World Peace und seinem Thunder-Opfer James Harden unspektakulär verlief. "Ich beschäftigte mich nicht damit", zitierte die Los Angeles Times Harden. Gegenspieler World Peace, der wegen eines Ellbogenschlags gegen Harden am Ende der Saison gesperrt wurde, hatte zumindest vor der Partie noch Öl ins Feuer gegossen, als er erklärt hatte, Harden nicht die Hand geben zu wollen.

Doch am Ende erwiesen sich auch die Sprüche als Bellen ohne zu beißen. So wurde World Peace von den Zuschauern in der Chesapeake Energy Arena zwar zum Beginn ausgebuht, doch selbst ein Zweikampf zwischen den beiden Kontrahenten im dritten Viertel endete nur in einem Personal Foul gegen den Lakers-Spieler.

Celtics Aufholjagd nicht belohnt

Im Bostoner TD Garden mussten die Celtics 40 Sekunden vor dem Ende den spielentscheidenden Wurf von Evan Turner hinnehmen, der die Philadelphia 76ers nach einer erfolgreichen Bostoner Aufholjagd wieder in Führung brachte, die sie nicht mehr abgeben sollten. Mit sechs verwandelten Freiwürfen bei sechs Gelegenheiten in den letzten zwölf Sekunden feierten die Sixers den in der Playoff-Serie so wichtigen Auswärtssieg.

Dabei hatten sich die Bostoner Zuschauer bereits in das erste Spiel zurückversetzt gefühlt, in dem die Celtics einen Zehn-Punkte-Rückstand in einen Ein-Punkte-Sieg verwandelt hatten. Auch dieses Mal hatten die Hausherren kurz vor dem Ende des dritten Viertels mit zehn Zählern zurückgelegen, 1:39 Minuten vor der Schlusssirene hatte dann Ray Allen mit einem Dreier für die Ein-Punkte-Führung gesorgt, ehe Turner seinen Korbleger versenkte und er und der Rest der Sixers ein gutes Händchen bei den Freiwürfen erwiesen.

"Wenn man sich selbst in die Position bringt, dass der Gegner dein Schicksal in der Hand hat, kann so etwas passieren", lautete das Fazit von Celtics-Coach Doc Rivers gegenüber espn.com. Für sein Team verbuchte Allen mit 17 Zählern die meisten Punkte, zudem brachte es Kevin Garnett auf 15 Punkte und zwölf Rebounds. Punktbester der Sixers war Jrue Holiday mit 18.

Sven Kittelmann