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Die beiden Chemiker würden Annika vielmehr gerne für ihre Fachrichtung begeistern bisher erfolglos. "Wir haben versucht, unsere Annika heranzuführen, aber sie beißt nicht richtig an", wird Vater Beck zitiert. Daher darf sie ihren Traum verfolgen. "Annika soll jetzt erst einmal ihren Weg gehen. In ein paar Jahren schauen wir noch einmal." Das Nahziel ist erstmal bis Jahresende möglichst nah an die Top 100 zu kommen.
Konterspiel als Basis für gute Wimbledon-Premiere?
Über die für den ganz großen Erfolg nötigen Eigenschaften Ehrgeiz und Disziplin verfügt Beck bereits. Damit der Sprung nach oben in der Weltrangliste aber auch tatsächlich realisiert werden kann, arbeitet sie diszipliniert auch am nötigen sportlichen Rüstzeug. Täglich trainiert sie sieben Stunden unter Anleitung ihres Coaches Robert Orlik in der Tennis-Akademie von Eduard Davydenko in Kerpen oder beim RTHC Bayer Leverkusen.
"Dazu kommen dann noch dreimal in der Woche je eineinhalb Stunden Arbeit mit meinem Konditionstrainer", erklärte sie dem General Anzeiger in Bonn. Ihre Stärken liegen daher auch im Lauf- und Ausdauerbereich, die ihr gerade in engen Matches zu Gute kommen. Damit sie auf dem Court aber überhaupt nicht erst in bedrohliche Situationen gerät, muss sie noch an ihrer Aggressivität und vor allem dem Druck ihrer Grundschläge arbeiten.
Für Wimbledon allerdings könnte gerade das Konterspiel Erfolg versprechen. "Sie nimmt das Tempo ihrer Gegnerinnen geschickt mit, setzt die Bälle sehr überlegt ins Feld", begründete Fed Cup-Chefin Barbara Rittner laut noz.de. Auch die Auslosung ist nicht so schlecht. Beck trifft in der ersten Runde auf Olga Govortsova. Die Weißrussin, derzeit Nummer 95 der Welt, gilt eher als Sandplatzspezialistin. Die Voraussetzungen, sogar in Runde zwei einzuziehen stehen für Beck also nicht schlecht. Und das wäre dann doch wirklich mal ein Grund zu feiern.
Malte Asmus





