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Doch das Ausscheiden hat noch viel weiter reichende Folgen. Die untere Hälfte des Tableaus, insbesondere das vierte Viertel, ist nun komplett offen, es wird auf jeden Fall einen Überraschungs-Finalisten geben. Ein Spieler, der vor dem Turnier kaum dran geglaubt haben wird, darf nun um den Titel spielen.
Eine Chance, die eine Vielzahl von Profis zu Bestleistungen animieren dürfte. Insbesondere Andy Murray will den Briten endlich einen Wimbledon-Triumph eines Einheimischen schenken. Doch die Nummer vier des Turniers könnte im Viertelfinale auf den Spanier David Ferrer treffen. Und der warf ihn zuletzt bei den French Open eben in jener Runde aus.
Ein hoffnungsvoller Kandidat ist auch Vorjahres-Halbfinalist Jo-Wilfried Tsonga. Der spektakulär spielende Franzose wartet noch immer auf seinen ersten Grand-Slam-Titel, eine bessere Chance als jetzt wird sich so schnell nicht ergeben.
Kohlschreiber profitiert direkt vom Nadal-Aus
Doch auch ein Deutscher versucht den ganz großen Coup zu schaffen. Philipp Kohlschreiber, vor dem Turnier angeschlagen und in der ersten Runde gegen Tommy Haas kurz vor dem Aus, ist der größte Profiteur vom Aus Nadals. Eigentlich hätte er in der dritten Runde gegen den Spanier spielen sollen - nun konnte er den erschöpften Rosol problemlos aus dem Weg räumen. Und auch der Sprung ins Viertelfinale ist machbar, die nächste Aufgabe Brian Baker ist ebenfalls lösbar. Der US-Amerikaner stürmte in diesem Jahr zwar schon von Platz 456 auf Position 126, unter anderem durch den Finaleinzug in Nizza.
Doch der 27-Jährige musste sich schon durch die Qualifikation quälen, eine einfachere Aufgabe in einem Grand-Slam-Achtelfinale wird Kohlschreiber in seiner Karriere kaum mehr bekommen. "Die Chancen sind ausgeglichen, es wartet ja nicht Roger Federer. Das Viertelfinale wäre unmenschlich geil", sagte Kohlschreiber.





