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Der finale Weg Richtung Kiew ist für das Löw-Team klar abgesteckt. Erst wollen die selbst ernannten Titelanwärter mit Intelligenz und einer Überfall-Taktik die griechische Abwehr knacken. Dann lockt im Halbfinale ein Klassiker - gegen England oder Italien. Nach dem Durchmarsch durch die Gruppenphase gaben sich die Titelanwärter selbstbewusst. "Uns in die Knie zwingen, das werden die Griechen definitiv nicht schaffen", erklärte Khedira.
Der entspannt wirkende Bundestrainer will gegen den Überraschungs-Viertelfinalisten seine bisherige Taktik verfeinern und möglicherweise die Hellenen mit personellen und taktischen Kniffen überrumpeln. "Ich scheue mich nicht davor, weitere Entscheidungen zu treffen und zu verändern, weil wir gute Spieler in der Hinterhand haben", erklärte Löw vor dem ersten K.o.-Spiel.
Es könnte sogar eine Abkehr vom bisherigen EM-System 4-2-3-1 kommen. Wie schon in einigen Testspielen erprobt erwägt Löw auf ein 4-1-4-1 umzustellen, um eine noch größere Präsenz im Mittelfeld zu haben. Denkbar wäre auch der Einbau eines sprintstarken Außenspielers, Marco Reus und André Schürrle scharren mit ihren jungen Hufen. Löw lässt sich überhaupt nicht in die Karten schauen, selbst der Einbau eines zweiten Stürmers ist denkbar. Offen ist auch noch, wer in der Viererkette die rechte Position bekleidet, die Rückkehr von Jerome Boateng gilt nicht als gesichert.
Khedira hat verstanden: Cleverness und Intelligenz
Bisher lag Löw mit seinem Personal- und Taktik-Puzzle goldrichtig. Die Mischung aus schnellem Offensivfußball und konsequenter Arbeit nach hinten in allen Mannschaftteilen will der akribisch planende Bundestrainer nicht ändern, "damit man gewappnet ist und nicht im Hurra-Stil nach vorne läuft". Denn genau darauf wartet der Gegner.





