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Spätestens aber nachdem sie in den vergangenen Tagen mit Serena Williams und Petra Kvitova zum ersten Mal in ihrer Karriere zwei Top-5-Spielerinnen in einer Woche besiegte, zählt sie bei den US Open nicht mehr zu den Geheimfavoriten oder gar wie vor einem Jahr zu den No-Names. Kerber ist jetzt eine heiße Kandidatin auf den Titel - ihren ersten Grand Slam-Titel. Und die sympathische, bodenständige Kielerin freut sich auf das letzte große Turnier des Jahres. "Jetzt freue ich mich wirklich auf New York - dort gut abzuschneiden, ist mein größtes Ziel", so Kerber nach ihrer Finalniederlage gegen Li Na.
Kerber, die "Kampfsau"
Durch den rasanten Aufstieg und die Eroberung des sechsten Rangs in der Weltrangliste strotzt Angelique Kerber nur so vor Selbstbewusstsein. Auf ihrem Blog für die Internetseite der WTA schrieb sie im Hinblick auf die US Open mutig: "Ich weiß, dass ich auch die vor mir platzierten Spielerinnen schlagen kann." Sie weiß aber auch, dass sie sich noch weiterentwickeln kann und muss. Dabei legt sie eine ungeheure Willenskraft an den Tag.
Diese Willenskraft und ihre konditionelle Stärke sind wohl auch ihre gefährlichsten Eigenschaften auf dem Platz. Wenn Kerber Bälle erläuft, von denen die Gegnerin schon dachte, es sei ein sicherer Punkt. Wenn sie sich bei hohem Rückstand zurückkämpft. Oder wenn sie vollkommen unbeeindruckt gegen eine Serena Williams, die gerade zum zweiten Mal in einem Jahr in Wimbledon siegen konnte, spielt. Das sind die Momente, in denen ihre Gegnerinnen auf eine mentale Probe gestellt werden und schon oft daran scheiterten. Der erste Grand Slam-Sieg wird kommen und es wird ein neues Kapitel in der steilen Karriere von Angelique Kerber geschrieben - ohne den Anfang in Dallas zu vergessen.





