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2. Keine Platzverweise: Higuain und di Maria im Glück
Von: Marcus Krämer
Datum: 15. September 2012, 23:55 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
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Keine Platzverweise: Higuain und di Maria im Glück

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Keine Platzverweise: Higuain und di Maria im Glück

Sevilla blieb auch in der Folge die aggressivere Mannschaft, Real hatte sich nach den anfänglichen Turbulenzen aber besser darauf eingestellt. Cristiano Ronaldo scheiterte mit einem Freistoß an Torhüter Andres Palop (10.), nach Vorarbeit von Özil setzte Higuain den Ball über das Tor (21.).

Mourinho hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon genug gesehen und schickte Modric als lebende Drohgebärde zum Warmlaufen. Denn tatsächlich krankte das Spiel von Real im Mittelfeld, Özil war kaum zu sehen, Khedira hatte kaum Ballkontakte und Xabi Alonso kam als erste Anspielstation für die Abwehrspieler auch nicht zum Zuge. Auch über Außen kam zu wenig, Sevilla führte zur Pause verdient - zumal Jesus Navas und Trochowski mit einer Doppelchancen sogar hätten erhöhen können (34.).

Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Real erneut Glück, denn ein konsequenter Schiedsrichter hätte mit Angel di Maria einen weiteren Madrilenen vom Platz stellen können. Der Argentinier sah nach 28 Minuten Gelb und geriet dann mit Rakitic aneinander, seltsamerweise sah nur der Ex-Schalker Gelb (44.). Die Ampelkarte für di Maria wäre korrekt gewesen - aber Real ging mit elf Spielern in die Kabine.

Modric ersetzt Özil nach der Pause

Während sich die Real-Spieler bei der Rückkehr auf den Rasen beim Schiedsrichter über die ach so harte Gangart der Andalusier beschwerten, hatte Mourinho den Realitätssinn noch nicht ganz verloren. Er wechselte mit di Maria zumindest einen Sünder aus, für ihn und Özil kamen Modric und Karim Benzema als zweiter Stürmer. Özil wird sich in den kommenden Wochen steigern müssen.

Denn Modric führte sich gut ein, sein Distanzschuss klatschte dank Palops Fingerspitzen an den Pfosten (52.). Aber auch Sevilla versteckte sich weiterhin nicht, Negredo hätte noch ein paar Schritte gehen können, somit war sein Abschluss überhastet und ungenau (54.). Auf der Gegenseite köpfte Sergio Ramos aus kurzer Distanz an die Latte (60.) - das Spiel war nun offen und hochklassig.

In der Schlussphase setzte Real zwar alles auf eine Karte, doch es fehlte weiterhin die ordnende Hand und Sevilla musste gar nicht leisten, um den verdienten Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Die Königlichen versinken vorerst im grauen Mittelfeld der Tabelle.

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