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Datum: 03. November 2012, 22:48 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Juventus Turin unterliegt Inter Mailand im Derby d'Italia

Inter Mailand, Juventus Turin, Serie A
Inter Mailand ist spätestens jetzt zurück im Meisterschaftsrennen

Ausgerechnet im Derby d'Italia endete die Serie von Juventus Turin. Das 1:3 gegen Inter Mailand war die erste Niederlage des italienischen Meisters nach 49 Spielen. Durch die Pleite ist die Liga wieder spannend, denn nun trennt Juve und Inter nur noch ein Zähler.

Für die Tore der Nerazzuri sorgten Diego Milito mit einem Doppelpack (59.,75.) und Rodrigo Palacio (90.). Artuto Vidal hatte Die Gastgeber in der ersten Minute in Führung gebracht.

Juves frühes Führungstor, Inters Reaktion

Nach 18 Sekunden war der Chilene zur Stelle, doch das Tor hätte nicht zählen dürfen, denn bevor Vorlagengeber Kwadwo Asamoah seinen Pass auf den Ex-Leverkusener gespielt hatte, stand er beim Abspiel von Mirko Vucinic im Abseits.

Inter musste sich von dem frühen Gegentreffer merklich erholen, so kam Juve in der neunten Minute zu einer weiteren guten Möglichkeit. Mit dem Rücken zum Tor konnte Claudio Marchisio dem Ball nach einem Lupfer-Pass von Andrea Pirlo aber nicht hart genug auf das Tor bringen (9.)

Die nächsten Minuten gehörten den Gästen: Zuerst verfehlte Esteban Cambiasso das Juve-Tor mit seinem Distanzschuss nur knapp (10.), dann erzielte Palacio den vermeintlichen Ausgleich, wurde aber direkt zurückgepfiffen, weil er beim schnell ausgeführten Freistoß von der linken Seite minimal im Abseits stand (12). Auch Antonio Cassano versuchte sein Glück: Der Schlenzer des italienischen Nationalspielers, der sich um den rechten Pfosten drehte, war die beste Chance von Inter in der ersten Halbzeit.

Lichtsteiner muss früh runter

Denn in der Folge waren Chancen Mangelware, das Spiel wurde dafür wesentlich härter und mehrmals zückte Schiedsrichter Paolo Tagliavento seine Gelbe Karte. Juventus Abwehrmann Stephan Lichtsteiner hätte nach einem Foul an Palacio in der 35. Minute sogar die Gelb-Rote Karte verdient gehabt. Der Unparteiische drückte nochmal ein Auge zu und gab Antonio Conte die Chance, Lichtsteiner vom Platz zu nehmen. Für den Schweizer kam bereits in der 38. Minute Martin Caceres.

In den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff verlagerte sich das Spielgeschehen wieder vor den Kasten von Samir Handanovic. Aber die verunglückte Flanke von Asamoah (43.) und der Flachschuss von Vidal (45.) führten zu keinem weiteren Tor mehr.

Inter dreht die Partie und beendet Turins Serie

Inter kam engagiert aus der Pause und hatte durch Palacio (54.) und Yuto Nagatomo (57.) zwei Chancen, die jedoch beide von Buffon vereitelt wurden. Wenig später zeigte Tagliavento auf den Punkt, nachdem Marchisio einen Freistoßtrick der Nerazzuri durch einen beherzten Trikotzupfer bei Diego Milito zu unterbinden versuchte. Der Gefoulte trat an und traf zum 1:1 (59.)

Es blieb nach dem Ausgleich eine umkämpfte und bisweilen unfaire Partie, in der Pirlo mit einem Freistoß in der 65. Spielminute auch mal wieder seine Farben ins Blickfeld rückte. Zehn Minuten später hatte Inter das Spiel gedreht: Nach einem Schuss von Freddy Guarin konnte Buffon den Ball nur abklatschen lassen, Milito staubte aus wenigen Metern ab.

Obwohl die Hausherren nach dem zweiten Gegentor alles nach vorne warfen, sprang außer einer Möglichkeit des eingewechselten Fabio Quagliarella (88.) nichts mehr heraus. Es kam sogar noch schlimmer für das Team von Antonio Conte: In der 90. veredelte Palacio einen Inter-Konter und entschied das Spiel endgültig. Nun trennt die beiden Teams nur noch ein Zähler, der Kampf um den Scudetto ist wieder spannend.