Javier Martinez geht mit einer Ablösesumme von 40 Millionen Euro als teuerster Transfer der Bundesliga in die Annalen ein. Bayern München hat den Wechsel des Nationalspielers von Atheltic Bilbao bestätigt. Damit ist eine schier endlose Hängepartie beendet.
Martinez hat seinen Vertrag bei den Basken gekündigt und erhielt vom spanischen Fußballverband RFEF sowie dem Ligaverband LFP die Freigabe für einen Wechsel zum FC Bayern. Bei den Münchnern unterschrieb der 23-Jährige einen Vertrag bis zum Jahr 2017. Das erklärte der FC Bayern auf seiner Homepage.
Den obligatorischen Medizincheck hatte Javier Martinez bereits in der Nacht bei Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt absolviert. "Ich bin sehr glücklich und freue mich darauf, bei einem Club mit einer derartigen Historie zu spielen", sagte der Neuzugang bei FCB.tv.
Rummenigge: Transfer "sehr kompliziert"
Bayern Münchens Vorstandsvorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge nannte den Transfer "sehr kompliziert", weil man "vom ersten Tag an gar keine Zusammenarbeit mit Athletic Bilbao" gehabt habe. "Umso glücklicher sind wir, dass Javi Martinez nun endlich bei uns ist. In den letzten Tagen haben wir noch steuerliche, juristische Probleme lösen müssen. Das ist uns glücklicherweise gelungen", sagte Rummenigge.
"Dass er ein sehr guter Spieler ist, weiß man. Dass er dazu eine starke Persönlichkeit ist, Durchsetzungsvermögen und schon heute eine bemerkenswerte Verbundenheit für den FC Bayern besitzt, hat er in den zurückliegenden Tagen eindrucksvoll bewiesen", so Rummenigge weiter.
Mit der Ablöse von 40 Millionen Euro löste Martinez seinen Neu-Mitspieler beim FC Bayern München, Mario Gomez, im Geschichtsbuch der Liga ab. Gomez war für 30 Millionen Euro vom VfB Stuttgart gekommen. "Natürlich ist das eine hohe Summe", erklärte Rummenigge, "aber der Spieler beteiligt sich indirekt daran. Er hat auf hohe Summen bei seinem Gehalt verzichtet." Dabei soll es sich angeblich um zwei Millionen Euro pro Jahr handeln.
Heyckes hat die Qual der Wahl
Mit Javier Martinez hat Bayern-Trainer Jupp Heynckes somit die Qual der Wahl im Mittelfeld und besonders auf der Sechser-Positon. Neben Martinez kommen auch noch Bastian Schweinsteiger, Luiz Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk für diese Position in Frage, auch Toni Kroos wäre nach Heynckes-Aussage ein Sechser-Kandidat.
Für Tymoshchuk könnte die Martinez-Verpflichtung auch ein Ende der Bayern-Zeit bedeuten, schließlich steht hinter dem Ukrainer bereits seit einiger Zeit ein Fragezeichen, was seine Münchener Zukunft angeht.
