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3. Intimfeind von Uli Hoeneß: Nie mehr Willi Lemke
Von: Gunnar Beuth
Datum: 05. Januar 2013, 11:27 Uhr
Format: Artikel
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Intimfeind von Uli Hoeneß: Nie mehr Willi Lemke

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Intimfeind von Uli Hoeneß: Nie mehr Willi Lemke

Der Rest ist Geschichte. Uli Hoeneß wurde zu einer Art Mr. FC Bayern und sollte die Geschicke der Süddeutschen für stolze 30 Jahre lenken. Was ihn sicherlich auch so einzigartig macht ist die Art, mit der er sich bei gegnerischen Fans in den Jahren immer wieder so unbeliebt gemacht hat - jedoch nicht, ohne auch eine gewisse Anerkennung zu ernten. Denn er verteidigte seinen Verein mit jedem nur erdenklichen Mittel, auch wenn er dafür in der Öffentlichkeit kräftig Prügel bezog.

Viele Geschichten kommen einem spontan in den Sinn, wenn man sich mit dem heutigen Präsidenten auseinander setzt. Da war die Entlassung von Otto Rehhagel kurz vor dem ersten Finalspiel im UEFA-Cup 1996, die Geschichte mit Christoph Daum und der Kokain-Affäre, seine legendäre Wutrede gegen die eigenen Fans, der Flugzeugabsturz, bei dem er als einziger Reisender überlebte oder der Privatkrieg mit Bremens Willi Lemke - der einzige aus einer langen Reihe von "Feinden", mit dem er sich nie wieder an einen Tisch setzen wird.

Er prägte die Abteilung Attacke, wobei Hoeneß einmal erklärte, dass kaum ein Wort unbedacht aus seinem Munde kommen würde - vieles sei Bedacht, um Schaden von der Mannschaft abzuwenden und den Spot auf sich selber zu ziehen. Grundsätzlich ist Hoeneß ein Familienmensch, der den FC Bayern auch als solche sieht. Ein Angriff auf den Verein ist eine persönliche Angelegenheit. Auf der anderen Seite versuchte er den Verein auch familiär zu führen und bekennt sich zu jedem seiner Angestellten.

FC Bayern München: Hoeneß, Nerlinger, Sammer

Ob er nun für Samuel Kuffour ein Flugzeug bereitstellte, damit dieser nach dem Tod seiner Tochter schnell nach Ghana reisen konnte, Gerd Müller bei der Bekämpfung seiner Alkoholsucht unterstützte, dem FC St. Pauli in finanzieller Not half oder die Schulden eines Angestellten seiner Wurstfabrik bei der Bank beglich - der harte und unnachgiebige Manager war er nur in erster Instanz, wenn es um die Belange des Vereins ging.

So war es auch Hoeneß, der den Bayern das Sieger-Gen einpflanzte und stets von den Spielern erwartete, so mit dem Verein umzugehen, wie er es mit den Spielern tat. Sein Nachfolger Christian Nerlinger ist mittlerweile schon wieder Geschichte, Matthias Sammer inzwischen als Sportvorstand integriert und Uli Hoeneß auch mit 61 Jahren noch so umtriebig wie zu seiner Anfangszeit.

Der FC Bayern ist nach wie vor sein Lebenswerk und der Verein wird sich auch in Zukunft auf seinen besten Angestellten verlassen können. Wie lange Hoeneß letztendlich noch seine Finger im Spiel haben wird, ist schwer zu beantworten. Doch hoffentlich bleibt dieses Original den Bayern und auch der Liga noch lange erhalten.

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