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In diesem Raum agierten Özil, Khedira, Reus und Schürrle stark. Durch kluge Rochaden im Spiel ohne Ball, abgestimmte Lauf- und Passwege entstanden variable Angriffsoptionen. Die Kompaktheit, die die Griechen über weite Strecken gegen die Russen zeigte, war nicht gegeben. Von einem 4-1-4-1 stellte Hellas in der zweiten Hälfte auf 4-2-3-1 und phasenweise sogar auf 4-3-3 um und kam so zumindest zu besseren Szenen in der Offensive.
Deutschland hatte nach der lethargischen Phase zu Beginn der zweiten Hälfte und dem Ausgleich aber nur wenig Probleme, das Heft wieder in die Hand zu nehmen und kam zu den entscheidenden Treffern durch Khedira und Klose, die nach Standards erzielt wurden. Eigentliche eine Stärke der Griechen, die aber auch hier individuell patzten (Sifakis und Papadopoulos beim Tor von Klose Maniatis beim Tor von Khedira).
Noch einmal zum Stichwort Verhinderungsfußball. Der Grieche mit den meisten Ballkontakten war Katsouranis (46 Ballkontakte), die Zweitmeisten Ballkontakte hatte schon Torwart Sifakis mit 42 Ballkontakten. Auch die weiteren Statistiken sind eindeutig. Deutschland konnte 75 Prozent Ballbesitz verzeichnen. Das Eckenverhältnis lautete 10:1 für Deutschland, das Flankenverhältnis 23:4 für die DFB-Elf (Quelle: New York Times).
Interessant ist vor allem das Torschussverhältnis. 24 Schüsse für Deutschland (starke 14 davon auf das Tor) und immerhin 9 für die Griechen (5 davon auf das Tor). In keinem EM-Spiel zuvor hatte Deutschland so viele Tormöglichkeiten, die Griechen hatten aber auch in keinem Spiel zuvor so viele Möglichkeiten.
Wir verteidigten in einem vorherigen Artikel bereits das Spiel der deutschen Mannschaft in der Gruppenphase. Dort schauten wir Jogi Löw auf den Mund und schrieben: Das bedingungslose Vertikal- und Offensivspiel "kann man in einem Freundschaftsspiel gegen Brasilien mal machen, doch nach dem Freundschaftsspiel gegen die Schweiz, bei dem man fünf Gegentore hinnehmen musste, wollte der Bundestrainer die "Balance zwischen Angriff und Abwehr wiederfinden. Man wollte "nicht nur vertikale Bälle spielen und daraus "ergeben sich zwangsläufig mehr Ballbesitzzeiten, so der Bundestrainer nach dem Dänemarkspiel auf der offiziellen Pressekonferenz des DFB.





