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Kerber startete gleich mit einem Break und setzte Williams so sofort unter Druck. Dieser Vorsprung hielt aber nur bis zum 4:3, dann gelang der routinierten US-Amerikanerin, die zuletzt mit vielen Verletzungen und Krankheiten kämpfen musste, das Re-Break. Beim Stand von 5:4 musste Kerber dann sogar drei Satzbälle abwehren, aber seit ihrem Aufstieg in die Weltspitze vor knapp einem Jahr ist die Kielerin wesentlich selbstbewusster und ruhiger geworden. Kerber rettete sich in den Tiebreak und gewann diesen mit 7:5, obwohl Williams bereits mit 5:1 geführt hatte.
Der Krimi auf hohem Niveau ging im zweiten Satz weiter, auch weil Williams einen starken Tag erwischte und mit ihrem guten Aufschlag viele Ballwechsel diktierte. Williams lag mit einem Break vor, doch wieder kämpfte sich Kerber zurück. Beide Spielerinnen zeigten tolles Rasentennis, im Tiebreak hatte die Deutsche dann wieder die besseren Nerven und verwandelte ihren zweiten Matchball. Im Viertelfinale wird es für Kerber nun aber nicht leichter, mit Victoria Azarenka wartet die aktuell Führende in der Weltrangliste. "Da habe ich nichts zu verlieren", sagte Kerber nach dem Match.
Görges ist trotzdem zufrieden
Görges will sich trotz ihrer Niederlage gegen Kirilenko nicht unterkriegen lassen und geht mit positiven Gefühlen aus dem Turnier, das mit dem Sieg gegen Agnieszka Radwanska so positiv begonnen hatte. "Ich nehm' sehr, sehr viel Positives mit", betonte Görges. "Ich habe hier gegen Radwanska einen meiner größten Siege überhaupt gehabt. Und alles, was ich hier an Erfahrungen gesammelt habe, und Deutschland zu repräsentieren, wird mich in der Zukunft noch weiterbringen", ergänzte die deutsche Nummer drei.
Gegen Kirilenko hatte Görges bisher noch nicht gewinnen können und die Serie hielt auch im dritten Spiel. Beim 6:7 und 3:6 war der erste Satz sehr ausgeglichen, im zweiten häuften sich dann die Fehler der Deutschen. "Maria steht jahrelang schon da vorne drin. Sie ist eine tricky Spielerin und hat wirklich verdient gewonnen, weil sie heute solider war", konstatierte Görges, für die trotzdem mehr drin gewesen wäre. Für Görges ist Olympia nun beendet, am Tag zuvor war sie bereits im Doppel an der Seite von Anna-Lena Grönefeld ausgeschieden.





