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Damit hatte Elkann im Kern seiner Aussage auch nicht Unrecht, doch viel wichtiger als der Vergleich mit Zeman ist, was der Titelgewinn im Supercup gegen den SSC Neapel mit Carrera an der Seitenlinie für Juve bedeutete. Die meist gestellte Frage nach der Bekanntgabe von Contes Sperre war ja: Kann das Team, ohne von ihm an der Seitenlinie angefeuert zu werden, Rückschläge wegstecken?
In der abgelaufenen Saison hatte der an der Seitenlinie herum rennende und mehrfach nach Spielschluss komplett heisere Conte Juve so angestachelt, dass die Mannschaft auch Rückstände drehte und viele Punkte rettete. Unter Conte hatte Juve satte 26 Punkte mehr als zuvor ohne ihn geholt. Natürlich war das zum Teil der klugen Transferpolitik der Alten Dame zu verdanken, der Anteil des akribisch und engagiert - vor, nach, aber erst recht während der Spiele - arbeitenden Conte darf nicht unterschätzt werden.
Generalproben für Wechselspiel Conte/Carrera geglückt
Daher war der Supercup so etwas wie die Generalprobe für die nächsten zehn Monate, wenn vor dem Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitee Italiens Anfang September auch kein Freispruch erzielt werden sollte. Conte hatte das Team gegen Napoli ein- und aufgestellt, Carrera es während der Partie dirigiert. Und das mit großem Erfolg, denn Juve konnte sogar zweimal einen Rückstand drehen und gewann am Ende mit 4:2. Ähnlich verlief die Partie gegen den AC Milan um die Trofeo Berlusconi unter der Woche. Wieder musste ein Rückstand gedreht werden, ehe am Ende ein 3:2-Sieg gefeiert werden konnte.
Bisher scheint der um Sebastian Giovinco, Mauricio Isler, Kwadwo Asamoah und Lucio verstärkte Juve-Kader bestens mit der Arbeitsteilung ihrer beiden Trainer zurechtzukommen. Am ersten Spieltag der Serie A wird man einen weiteren Fingerzeig bekommen, ob die - Matthias Sammer würde sagen - "Konstellation" Conte unter der Woche, Carrera am Wochenende weiter erfolgreich sein kann oder die von Agnelli trotzig prognostizierten Saisonziele der Alten Dame doch noch beeinträchtigt werden.





