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Genau hier veränderte Jogi Löw nun vor dem Griechenlandspiel die Balance des Teams mehr in Richtung Offensive. Das von vielen geforderte "Spektakel mit vier geschossenen Toren stellte sich prompt ein Deutschland kassierte aber auch gegen ein in der Offensive extrem schwaches Team zwei Gegentore. Hier muss der Bundestrainer überlegen, ob er zum ausgewogenen Spiel der Gruppenphase zurückkehren will. Die Ballsicherheit ist ein Ansatzpunkt.
Löw im Schlaraffenland: Optionen für jeden Gegner
Die Wechsel vor diesem Spiel kann man ebenfalls unter dem Gesichtspunkt "Balance" betrachten. Lukas Podolski und Thomas Müller spielten bisher eine defensiv betrachtet ganz starke EM. Da jedoch vielen Fans das Offensivspektakel fehlte, stand vor allem Lukas Podolski in der Kritik. Andre Schürrle machte es aber nicht besser, genauer gesagt, sogar weniger gut. Schürrle unterliefen einige leichtsinnige Ballverluste, die gegen stärkere Teams noch härter ins Gewicht gefallen wären.
Für das Halbfinale gegen England oder Italien stehen Jogi Löw also verschiedene Optionen zur Verfügung. Die ganz offensive Variante mit Schürrle und Reus wird er vermutlich nur gegen die defensiven Engländer wählen. Miroslav Klose hat sich als Stürmer, der seine Mitspieler ins Spiel bringt und dazu torgefährlich ist, empfohlen. Gegen die physisch starken Italiener ist aber auch Mario Gomez eine gute Option. Marco Reus ist schnell, trickreich und sehr beweglich. Er könnte für Podolski dauerhaft ins Team rücken. Spieler wie Klose und Reus lassen Mesut Özil erstarken, denn mit diesen Mitspielern kann Özil kombinieren, rochieren und Fußball spielen.
Fazit: Özil, die Balance und die deutsche Bank
Fassen wir die wichtigsten Punkte dieses Artikels und des Spiels zusammen. Mesut Özil ist der feinsinnige Dirigent der Offensive der deutschen Nationalmannschaft und manchmal würde man sich wünschen, sein feines Füßchen wurde auch mal einen echten Kracher auspacken. Löw veränderte die Balance zwischen Defensive und Offensive zugunsten der Offensive; ein Spektakel folgte, es gab aber auch zwei Gegentore, zuviele Ballverluste und Fehlpässe. Ob England oder Italien, Deutschland hat für jeden Gegner die passenden Angriffsoptionen im Kader.
Michel Massing





