Das wars an dieser Stelle. Morgen komplettieren wir das Halbfinale im DFB-Pokal 2025/26. Vielen Dank für das Interesse an diesem langen Abend und bis dahin!
Der Sport-Club folgt damit Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart ins jetzt schon hochklassige Halbfinale. Zumal der letzte Halbfinalist RB Leipzig oder Bayern München heißen wird. Als nächstes wartet aber erstmal das Heimspiel bei der starken TSG Hoffenheim auf die Breisgauer. Die enttäuschte Hertha ist ebenfalls am Samstag zu Hause gegen Hannover 96 gefragt.
Die Gästekurve hat immer noch ein paar Pyrostäbe übrig und feiert mit der Freiburger Mannschaft den Halbfinaleinzug im dichten Nebel. Am Ende eines Pokalabends, der alles hatte, was dazugehört, samt Höhen und Tiefen, ist es Freiburgs Pokalkeeper Müller, der seinem Team mit zwei gehaltenen Elfmetern ins Halbfinale verhilft. Für die Hertha bleibt der Pokalwettbewerb verhext, auch 2026 wird es nichts mit dem Finale im eigenen Stadion. Viel vorwerfen muss sich der Hauptstadtklub heute aber nicht.
120. | Also liegt der Druck wieder bei der Hertha. Klemens stellt sich. Und scheitert halbhoch im rechten Eck an Müller. Freiburg gewinnt das Elfmeterschießen bei Hertha BSC mit 5:4 und steht im DFB-Pokal-Halbfinale!
120. | Suzuki war einer der besten im Spiel. Bei seinem Elfmeter hat er Glück. Er zimmert knallhart in die Mitte. Und bleibt fast an den Beinen von Ernst hängen, der natürlich nach links springt. Doch es schlägt ein.
120. | Seguin muss treffen, sonst ist die Hertha raus. Und der 30-Jährige verlädt Müller nach links und schiebt rechts ein. Das war nervenstark! 4:4 nach zehn Schützen, weiter gehts.
120. | Höler ist der erste Freiburger, der nach rechts schießt. Ernst ist verständlicherweise im anderen Eck unterwegs. Und der Druck auf den nächsten Schützen der Hertha kann höher nicht sein.
120. | Brekalo veredelt die starke Parade seines Keepers und schiebt wieder rechts unten zum 3:3 ein. Das letzte Pärchen steht bevor.
120. | Das Elfmeterschießen hält die Spannung der 120 Minuten nahtlos aufrecht. Manzambi rennt mächtig an, scheitert aber halbhoch im linken Eck am starken Ernst. Da fehlte die Höhe, die Grifo, Ginter und Eggestein hatten. 3:2 nach sieben Elfern.
120. | Und jetzt sorgt sich die Hertha. Cuisance wackelt als erstes, schießt halbhoch nach rechts. Und scheitert mit diesem schwachen Versuch an Müller.
120. | Freiburg legt wieder vor. Und, ja glaubt man es denn, auch Eggestein schießt hoch ins linke Eck, macht das wie seine Vorgänger technisch sauber und unhaltbar. 3:2 für den Sport-Club.
120. | Schuler für Hertha BSC. Wie Reese: Flach ins rechte Eck. Das waren vier immens sichere Elfmeterschützen, folglich steht es 2:2.
120. | Jetzt kommt Abwehrchef Ginter für den Sport-Club. Und der Mann mit den 400 Bundesligaspielen schießt genau dort hin, wo Grifo es ihm gezeigt hat. Links oben in den Winkel, nicht minder eindrucksvoll.
120. | Für die Hertha beginnt mit Reese ebenfalls der Führungsspieler schlechthin. Auch der verschafft seinem Team Selbstvertrauen mit einem sicheren Flachschuss ins rechte Eck.
120. | Freiburg schickt mit Grifo gleich seinen Stammschützen als allererstes an den Punkt. Und der wird seinem Ruf gerecht und schießt nach seinem für ihn typischen kurzen Anlauf eindrucksvoll im linken Winkel ein.
Reese und Günter stehen beim Münzwurf. Es wird auf die Ostkurve der Hertha geschossen. Herthas Ernst steht als erstes im Tor.
Cuisance hatte die Entscheidung für die Hertha auf dem Fuß, vergab aber die einzige Torchance im zweiten Teil der Verlängerung. Die war aber wieder hochspannend und so intensiv, wie wir uns den zweiten Durchgang gewünscht hätten, samt der auffälligen Tore von Suzuki und Reese. Die Hertha wirkte den Tick frischer und energischer, das hilft jetzt im Elfmeterschießen aber auch nicht mehr. Die Lotterie muss entscheiden, wer ins Halbfinale einzieht.
120.+2. | Und so gehts mit einem 1:1 nach 120 Minuten ins Elfmeterschießen.
120.+1. | Eine Minute Nachspielzeit in der Verlängerung. Langer Ball auf Schuler, der verläuft sich aber. Dann noch ein weiter Einwurf von Reese, der einmal durchtickt, aber keinen weiteren Schuss nach sich zieht.
119. | Langer Ball von Ginter. Schuler zieht voll durch und räumt den Abwehrmann im Nachgang ab. Das gibt Gelb.
118. | Müssten wir uns entscheiden, auf wen wir vor dem Elfmeterschießen unseren allerletzten Euro setzten, er ginge auf die Hertha.
117. | So verstreicht die Zeit. Keine fünf Minuten mehr. Wer krampft hier noch einen rein?
116. | Beim Sport-Club hinkt Beste vom Feld. Irie ist neu dabei.
116. | Klemens hat sich fix fertiggemacht. Und kommt jetzt für den platten Eitschberger ins Spiel.
115. | Ha, fast wie bestellt: Eitschberger hat einen Krampf. Und für den Rechtsverteidiger wird es nicht weitergehen, da ist der Muskel zu.
114. | Hertha BSC hat immer noch drei Wechseloptionen. Auch das ein Beweis, dass Coach Leitl kaum Ermüdungserscheinungen bei seinen Profis erkennt. Ist ja nicht so, als stünden mit Sessa, Brooks oder Klemens nur unerprobte Alternativen bereit.
113. | Aber es kann ja noch gewechselt werden. Höler kommt beim Sport-Club für Matanovic.
112. | Und so ist es die Hertha, die hier gerade den zuversichtlicheren und mutigeren Eindruck macht, jetzt auch den langen Einwurf von Treu problemlos wegverteidigt. Freiburg hat Probleme.
111. | Der Ausgleichstreffer, vor allem die Art und Weise des Ausgleichstreffers, hat der Hertha neuen Mut verliehen. Auch konditionell sind die Gastgeber voll auf der Höhe. Natürlich pustet auch ein dauernd marschierender Reese oder hart arbeitender Seguin kräftig. Viel Willenskraft und Adrenalin schieben die Erschöpfung aber zur Seite.
109. | Fast die Führung für die Hertha. Ein langer Einwurf von Reese wird im Freiburger Strafraum gleich zwei Mal verlängert. Und tickt dann auf Höhe des zweiten Pfostens auf den linken Fuß von Cuisance, der seinen Direktschuss aus keinen zehn Metern übers Tor zimmert. Was für eine Chance.
106. | Die letzten 15 Minuten laufen an.
Eine vergebene Großchance der Hertha, die Führung für Freiburg, das verpasste 2:0 und der Ausgleich durch ein Traumtor: Dieser erste Teil der Verlängerung hat die schwache zweite Halbzeit vollständig entschädigt. Auf einmal ist wieder richtig Feuer und Leben im Spiel. Und noch immer ist es völlig offen, wer sich hier durchsetzt.
105.+3. | Pause in der Verlängerung.
105.+2. | Fast schon folgerichtig kochen jetzt auch die Emotionen über. Seguin fühlt sich härter gefoult, als es war. Im Gegenteil, es ist dann sogar er, der das taktische Foul gegen Matanovic begeht. Der hätte für seine Frustaktion danach auch die Verwarnung verdient, die aber nur Seguin für sein taktisches Foul sieht.
105. | Was für eine Verlängerung! Das war so nicht vorherzusehen. Mehr Action in 15 Minuten als in den gesamten 60 davor. Zwei Minuten nochmal oben drauf.
104. | Tooooor! HERTHA BSC - SC Freiburg 1:1. Hertha-Kapitän Reese hat keinen Bock auf Enttäuschung und Tränen. Also lässt er sich nach einem von den Berlinern erzwungenen Fehlpass von Suzuki von Seguin 25 Meter vor dem Tor anspielen. Und zimmert die Kugel dann mit ganz viel Überzeugung und Willen in den linken Winkel. Ein sensationeller Treffer.
101. | Vorne die dicke Chance vergeben und hinten diesen einen, womöglich entscheidenden Fehler gemacht. Hertha BSC steht eine große Pokal-Enttäuschung bevor. Hier ist mehr drin als so eine dusselige 0:1-Niederlage gegen den Bundesligisten.
99. | Angesichts des Rückstands löst Leitl seine Fünferkette auf und bringt Antreiber und Kreativkopf Dudziak für Abwehrkante Leistner.
98. | Manzambi legt fast nach. Von der linken Seite kommend büffelt er sich nach innen und in den Strafraum, wird dabei nicht angegangen. Und den wuchtigen Abschluss muss Ernst dann entschärfen. Beim Abpraller hat der wacklige Gechter Glück, dass er den nachsetzenden Manzambi beim Klärungsversuch abschießt.
96. | Toooooor! Hertha BSC - SC FREIBURG 0:1. Und dann, ja dann. Dann fängt sich Hertha das Ei. Leistner und Gechter werden angelaufen und zeigen sich anfällig. Leistner ist schon nicht souverän, der Pass von Gechter von der rechten Seitenlinie in den eigenen Strafraum genau in den Fuß von Suzuki ist dann eine Vollkatastrophe. Suzuki behält vor Ernst eine erstaunliche Ruhe, umkurvt den Keeper. Schiebt ein. Und versinkt in der qualmenden Freiburger Fankurve.
94. | Aber das ist doch mal ein Auftakt, der die Stimmung wieder hebt. Cuisance leitet selbst ein im rechten Halbfeld und mit seinem tiefen Lauf, wird dann von Eitschberger rechts in den Strafraum geschickt, wo er gegen Manzambi den klugen und erfolgreichen Haken setzt. Auch der flache Abschluss gen langes Eck ist klasse. Noch besser ist aber die sensationelle Parade von Müller, die das Spiel torlos hält.
93. | Insgesamt nur acht Abschlüsse im zweiten Durchgang, im ersten waren es noch 15, dazu das Abseitstor, das da nicht mit einhergeht. Das war schon echt dünn, was uns mit späterer Stunde geboten wurde. Spannend ist es zwar allemal, ist immer noch Pokal-Viertelfinale, aber eben auf einem unteren Niveau.
91. | Und die Verlängerung beginnt erstaunlicherweise ohne Wechsel. Freiburg kann mit Beginn der Extratime noch drei, Hertha BSC sogar noch vier Mal wechseln.
91. | Die Verlängerung beginnt.
Der erste Durchgang hatte Schwung und Klasse sowie gute Torchancen auf beiden Seiten, der zweite entwickelte sich dann mehr und mehr zu einem zähen Pokalfight, der folgerichtig ohne Tore auskommen musste. Also muss mindestens die Verlängerung herhalten, um hier einen Sieger zu finden. Kein Team ist dem Halbfinale aktuell näher. Die zweite Halbzeit war maximal ausgeglichen.
90.+4. | Und damit ist die Verlängerung in Stein gemeißelt.
90.+4. | Grifo lupft aus 20 Metern halbrechter Position harmlos in die Mauer. Und Beste setzt seinen Nachschuss daneben.
90.+3. | In der letzten Minute der Nachspielzeit spielt sich Freiburg nochmal rund um den Herthaner Sechzehner fest. Dann rückt Leistner raus, grätscht gegen Treu und holt sich für sein Foul nicht nur Gelb ab, sondern verursacht auch noch die brandgefährliche Freistoßsituation.
90.+1. | Drei Minuten Nachspielzeit nur. Das lässt die Remiswahrscheinlichkeit nicht sinken. Im Gegenteil. Sind jetzt fast 78 Prozent.
90. | Eitschberger will einen Ball im Sechzehner klären und schießt dabei Eggestein voll ins Gesicht. Das Spiel geht erstmal weiter, weil der Ball vor den Fuß von Grifo fällt, der seinen Schlenzer rechts vorbei setzt. Dann bekommt Eggestein einen kurzen Moment, um sich zu berappeln. Was erstaunlich schnell geht.
88. | Suzuki ist noch dabei und hat nochmal einen Moment, legt sich den Ball an Gechter vorbei, der Glück hat, dass er für sein folgendes Foul nicht mit Gelb verwarnt wird. Den Freistoß danach spielt Grifo unverhofft zu Suzuki links in den Strafraum. Ein Abschluss ergibt sich daraus aber nicht.
85. | Das Spiel wird nochmal etwas offener und lebendiger, gleichzeitig aber auch wesentlich hektischer. Das ist noch keine Panik bei den Teams. Doch die Angst vor der Verlängerung geht schon um. Die blüht uns gerade. Augenblickliche Remiswahrscheinlichkeit laut Datenlieferant? 73 Prozent.
83. | Sowohl Matanovic als auch Schuler können zum Glück weitermachen. Aber das Spiel ist jetzt doch mächtig zerfahren.
81. | Matanovic und Schuler prallen schwer mit den Köpfen zusammen. Schiedsrichter Ittrich winkt sofort alle sinnvollen Betreuer aufs Feld.
80. | Dann darf Brekalo den Platz für sein zweites Spiel für die Hertha betreten. Winkler geht für ihn vom Feld. Ob es wie gegen Elversberg nur ein Kurzeinsatz oder mehr wird, entscheiden die nächsten zehn Minuten.
80. | Müller faustet die nächste harmlose Seguin-Ecke raus. Dann wechselt auch die Hertha erstmals an diesem Abend. Schuler kommt für Kownacki.
78. | Zeitgleich wird Manzambi für Osterhage eingewechselt. Manzambi flog gegen den SV Werder mit Rot vom Platz und fehlt in der Bundesliga die nächsten Wochen gesperrt. Im DFB-Pokal ist er natürlich trotzdem spielberechtigt.
78. | Doppelwechsel beim SC Freiburg: Günter kommt für Makengo.
78. | Ernst bringt sich fast selbst in die Bredouille, weil er sich von Matanovic viel zu weit anlaufen lässt. Der Pass geht gerade noch so raus zu Dardai, der verliert die Kugel aber am ebenfalls pressenden Suzuki. Doch ehe Suzuki den Ball zu Matanovic ins Zentrum geben kann, kann Dardai mit der langen Grätsche klären.
75. | Denn das Spiel ist nicht nur langsamer, sondern auch wesentlich fehlerhafter geworden. Vor allem im letzten Drittel fehlt viel Präzision. Die Hertha weist hier im zweiten Durchgang sogar gerade mal 42.9 Prozent Passquote auf. Wer will sich so Torchancen erspielen? Dass die Gastgeber trotzdem im zweiten Durchgang mehr xGoals gesammelt haben (0,24) als im ersten (0,19), lässt sich nicht wirklich erklären.
72. | Das war eine große Rettungstat von Dardai. Grifos scharfer Schuss wäre ziemlich sicher im rechten Eck eingeschlagen. Und so, wie sich das Spiel entwickelt hat, beschleicht einen das Gefühl, das der eine Treffer dieses Viertelfinale entscheiden wird.
70. | Taktisches Foul von Grifo an Reese noch tief in der Hertha-Hälfte. Gibt trotzdem Gelb. Die erste an diesem ausgesprochen fairen Fußballabend.
69. | Stichwort sinkende Spielqualität. Sinnbildlich dafür steht jetzt Seguin, der sich links im eigenen Strafraum einlullen lässt. Suzuki erkennt das, geht energisch drauf und stiehlt den Ball. Der Pass geht ins Zentrum zu Grifo, der schießt. Dardai schmeißt sich rein und kann noch gerade so blocken. Und der Ball tickt entgegen Ernsts Laufrichtung haarscharf links am Tor vorbei.
67. | Bei der Hertha schießt Reese aus über 25 Metern. Auf die Schläfe von Suzuki, der kurz etwas benommen ist, aber problemlos weitermachen kann. Danach flankt Seguin auch Herthas dritte Ecke in diesem Spiel direkt ans Tor, wo sich Müller trotz der Bedrängnis nicht beirren lässt. Die Halbzeit tat der Spielqualität echt nicht gut.
65. | Grifo gleich mit einer gefährlichen Flanke von der linken Seite, ganz nah vors Tor. Beste springt ein, verpasst aber. Erst dann, aber noch rechtzeitig kann Ernst reagieren und den Ball sicher packen.
63. | Der erste Wechsel der Partie: Grifo kommt für Scherhant. Und übernimmt in Abwesenheit von Günter auch gleich die Kapitänsbinde von Interimscaptain Eggestein.
62. | Naja. Marke: künstlich aufgebauscht. Es wird herthaintern diskutiert, dann legt sich Seguin den Ball hin. Flankt halbhoch vor den Elfmeterpunkt. Wo Dardai seinen unmöglichen Kopfball nicht aufs Tor bringt.
61. | Am nächsten war der Ball einem Tor im zweiten Durchgang bislang bei zwei Hertha-Ecken, die eine fing, die andere wischte Müller weg. Jetzt begeht Scherhant 30 Meter halbrechts vor dem Tor den Stockfehler und foult danach gegen Eitschberger. Vielleicht ergibt dieser Standard etwas mehr.
59. | Wenn die Stundenmarke geknackt ist, dürften wir mit den ersten Wechseln rechnen. Vielleicht kommt dann neuer Schwung rein. Auf Seiten der Hertha hat Trainer Leitl vor allem für den bundesligaerfahrenen Neuzugang Brekalo eine Einsatzgarantie ausgesprochen. Bei der Hertha scharen die routinierten und abgeklärten Grifo und Höler mit den Hufen.
57. | Wie teuer genau, das hängt auch entscheidend davon ab, ob Freiburg hier seiner Favoritenrolle noch gerecht wird. Und wenn, ob das in der regulären Spielzeit geschieht. Jetzt gerade ist das Spiel etwas abgesackt. Erstmals an diesem Abend dümpelt es etwas.
55. | Es qualmt übrigens fast dauerhaft aus der Gästekurve. Die Freiburger Fans haben viel Pyro mitgebracht und lassen sich auch von den sich ständig wiederholenden Stadiondurchsagen nicht stoppen. Es wird ein teurer Abend für den SC.
53. | Den folgenden Einwurf schleudert Treu in den Sechzehner, Leistner köpft ihn raus. Und Eggestein zimmert seinen Volley mit dem schwächeren linken Fuß Richtung Tartanbahn.
52. | Für Freiburg sorgen die ohnehin stets aktivierten Suzuki und Scherhant für erste Gefahr. Suzuki spielt seinen Offensivpartner links im Strafraumeck an, wo Scherhant sich gegen Eitschberger Richtung Grundlinie dribbelt. Seinen Querpass kann die Hertha im Zentrum aber zum Einwurf klären.
50. | Erstaunlicherweise startet die Hertha mit vielen Spielanteilen in den zweiten Durchgang. Das allerdings zu viel im Standmodus und in der eigenen Hälfte. Aus dem eigenen Ballbesitz haben die Berliner Probleme, Vertikalität und Zielstrebigkeit zu entwickeln. Das verteidigt der Sport-Club ziemlich leicht.
48. | 0,22 xGoals hat Hertha BSC nur gesammelt, die Freiburger immerhin 0,49. Das wird dem Spiel aber nicht wirklich gerecht. Beide Teams hatten im ersten Durchgang ihre Momente und ihre Chancen: Die Hertha das Abseitstor, Scherhant scheiterte zwei Mal an Ernst. Das ist hier kein schwungloser und defensiv orientierter Kick.
46. | Ohne personelle Veränderungen beginnt der zweite Durchgang.
Halbzeit | Ein spannendes und abwechslungsreiches Viertelfinale geht zunächst mal torlos in die Pause, weil beide Teams ihre vielen erspielten Abschlüsse noch nicht in Tore ummünzen konnten und beide Keeper zudem bis hierhin einen guten und stabilen Tag erwischt haben. Die Hertha hatte Pech bei einem Abseitstor, für Freiburg scheiterte Scherhant aus Nahdistanz an Ernst. Freiburg ist offensiv den einen Tick agiler (11:5 Torschüsse), die Hertha aber jederzeit auch gefährlich. Prognosen verbieten sich, alles ist offen.
45.+3. | Denn Pause ist dann erst jetzt.
45.+2. | Und dann hat auch Freiburg noch die eine Patrone. Cuisance spielt zurück zu Leistner, der begeht aber den Stockfehler. Suzuki übernimmt, schießt aus 16 Metern. Und Ernst muss auch diesen Ball noch halten, ehe es in die Pause geht.
45.+1. | Zu Beginn der zweiminütigen Nachspielzeit hilft uns Müller im Freiburger Tor dabei, unsere Prognose zu erfüllen. Ein langer Einwurf von Reese wird noch abgefangen, die Flanke von Reese fällt dann aber wenig später auf den Kopf von Gechter. Und dessen Kopfball aus sieben Metern kann Müller im linken Eck zur Seite lenken.
45. | Kurz vor der Pause setzt Matanovic nochmal einen Fernschuss ab, der verfehlt das Ziel aber deutlich. Alles deutet auf eine torlose erste Halbzeit hin.
43. | Auf der anderen Seite wird Cuisance von Winkler von der linken Außenlinie rechts im Strafraum gefunden. Gegen Eggestein kann er abstoppen und nach hinten innen ziehen, dann dreht er den Ball aber aus ungünstigem Winkel einen Meter am langen Pfosten vorbei.
40. | Und Freiburg ist von jetzt auf gleich in der Lage, das Tempo und die Schärfe wieder zu forcieren. Manchmal reicht dafür ein einziger Pass. Wie jetzt der von Suzuki, der bislang auffälligste Spieler auf dem Feld. Der kommt von der linken Seite messerscharf in den Fuß von Scherhant zwischen zwei Verteidigern. Scherhant schießt schnell aus halblinker Position im Strafraum. Ernst hat die Fingerspitzen dran und lenkt den Ball am Tor vorbei.
38. | Das Tempo und die Qualität ebben ein bisschen ab. Seguin kocht den quirligen Suzuki zentral vor dem Tor ab, dann ist ein Pass vom aufgerückten Rosenfelder viel zu scharf, den kann weder Makengo noch Scherhant vor der Grundlinie erreichen. Ein Großteil des Spiels spielt sich dann nun doch in der Berliner Hälfte ab.
36. | Darüber hinaus ist es ein auffällig faires und flüssiges Spiel. Sechs Fouls erst im gesamten Verlauf bis hierhin, die für die wenigen Unterbrechungen gesorgt haben, dazu jetzt ein Handspiel von Eitschberger auf der rechten Seite, was aber kaum der Rede wert ist.
33. | Der Sport-Club kann sich aber zugutehalten, dass wesentlich mehr Ruhe ins Spiel gekommen ist. Da wird dann auch mal auf den Ball getreten und geduldig der nächste Mann gesucht. Das ist immer noch keine Dominanz, die Freiburg ausstrahlt. Aber die Zuversicht und das Selbstverständnis steigen.
31. | Es bleibt abwechslungsreich, jedoch ragt die Qualität der Abschlüsse gerade nicht über Halbchancen hinaus. Die nächste hat jetzt Matanovic, der acht Meter vor und mit dem Rücken zum Tor einen Pass von Suzuki empfängt und aus der Drehung schießt. Aber ähnlich wie Beste vorhin auch nur einen Roller in Ernsts Arme fabriziert.
28. | Ein schlimmer Fehlpass im Freiburger Aufbauspiel bringt die Hertha zurück auf den Notizzettel. Rosenfelder spielt den Ball nicht quer zu Ginter, sondern in den Lauf von Winkler. Der kommt nicht ganz an Ginter vorbei, stattdessen wird er vom routinierten Verteidiger nach außen abgedrängt. Und der schwierige Schuss aus spitzem Winkel geht deutlich übers Tor.
25. | Und gleich nochmal der Sport-Club: Der auffällige Suzuki kommt wieder über halbrechts und steckt diesmal für Beste durch. Der zieht nahe der Grundlinie nach innen, lässt dabei Karbownik aussteigen. Und schiebt den Ball zu zentral auf Ernst, der aber schon seinen dritten Ball parieren muss.
23. | Eigentlich ein guter, weil scharfer Pass von Leistner, zwischen die Linien zu Cuisance, der verliert aber den Ball an Osterhage, war das fair? Osterhage spielt weiter zu Suzuki, der geht ins Tempo. Und versucht es mit dem Schuss aus dem halbrechten Feld auf eigene Faust. Ernst streckt sich und muss den festhalten, sonst staubt Osterhage ab. Und das gelingt.
21. | Damit steht es an Fast-Toren 1:1. Diese Parade eben von Ernst, so ein Ball ist häufiger drin als nicht drin. Der Berliner Jubel über die Parade ihres Keepers war völlig angemessen.
20. | Die Hertha drückt, doch dann ist es Freiburg, das beinahe in Führung geht. Ginter treibt das Spiel auf der rechten Seite gemächlich an und flankt auf gut Glück ins Zentrum. Matanovic verlängert wohl noch mit dem Scheitel, dahinter nimmt Scherhant den Ball an, dreht sich dabei in derselben Bewegung in Windeseile um Eitschberger herum, schießt. Und scheitert an einer fabelhaften Parade von Ernst.
18. | Und an dem bauen die Berliner eine echte Drangphase auf. Eine abgefahrene Außenristflanke von Reese von der rechten Seite verspricht zudem fast den nächsten Abschluss. Im Zentrum kann sich Kownacki im Kopfballduell aber nicht durchsetzen.
16. | Die ausgeglichene Ballbesitzquote spricht ebenfalls für ein offenes Spiel. Das Publikum ist zudem spätestens seit dem Abseitstreffer angezündet. Uns steht ein spannender Pokalabend bevor.
13. | Freiburg versucht den Schock aus den Kleidern zu schütteln, das gelingt aber nur stellenweise. Die Anfangsphase ist völlig ausgeglichen. Die Hertha bringt viel Energie und Unruhe rein. Und die Freiburger bekommen keine Dominanz auf den Platz.
11. | Es gab ja die letzten Tage durchaus strittige VAR-Entscheidungen, selbst mit Abseitsbezug, die ja angeblich auf Tatsachen beruhen sollen. Diese hier war es nicht. Eitschberger stand mit dem halben Körper zu weit vorne. Als Bestätigung für den Matchplan kann die Hertha diese vermeintliche Führung aber allemal nehmen. Zumal: Schon gegen Elversberg führte eine Ecke von links zum 1:0, die den Sieg letztlich auf den Weg brachte.
9. | Und der Treffer wird zurückgenommen. Einer der zwei Berliner im Kuddelmuddel vor dem Freiburger Tor war Eitschberger. Und der stand bei der Flanke von Cuisance im Abseits. Ob Eitschberger da jetzt wirklich dran war, oder nicht, spielt keine Rolle. Aktiv war er auf jeden Fall. Eine für die Hertha bittere, fürs Spiel aber richtige Entscheidung.
7. | Was für ein turbulenter Start in dieses Spiel - die Hertha führt! Einen Eckball auf der linken Seite führen die Gastgeber kurz aus, denn im Strafraumeck steht Cuisance ganz schön frei. Der flankt dann ins Zentrum, wo sich zwei Berliner und zwei Freiburger aufreiben. Der Ball fliegt aufs Tor, wo Müller glänzend reagiert und pariert. Allerdings auf den Fuß von Reese, der aus kurzer Distanz abstaubt. Der Treffer wird aber noch überprüft.
4. | Aber auch die Hertha kann Offensive. Und kommt jetzt durch Winkler ebenfalls zur frühen guten Torchance. Ernst führt den Abschlag nach dem Suzuki-Knaller aus, Kownacki setzt sich im Mittelkreis im Kopfballduell durch und legt den Ball nach halbrechts zu Eitschberger. Der stiefelt noch ein paar Schritte und schlägt dann die weite Halbfeldflanke auf den zweiten Pfosten. Wo Winkler nur knapp am Tor vorbeiköpft.
3. | Einen ersten kleinen Schreckmoment muss die Hertha nach nicht mal drei Minuten überstehen. Dann rennt Suzuki in der Zentrale an und setzt aus gut 30 Metern einen mächtigen Fernschuss ab. Und der senkt sich tückisch. Ernst fliegt, kommt aber nicht ran. Und die Kugel senkt sich aufs Tordach.
2. | Dardai ist zwar wie beschrieben für Klemens, und nicht für Leistner, in die Startelf zurückgekehrt, nachdem er gegen Elversberg kurzfristig passen musste, aber nicht auf die Doppelsechs. Die ist nicht doppelt, sondern mit Seguin nur einfach. Und mit Dardai wird stattdessen die Abwehrkette um einen fünften Spieler aufgestockt. Könnte dann darauf hindeuten, dass sich die Hertha heute mehr aufs Umschalten konzentriert. Obwohl sie das auch schon gegen die starke SV Elversberg gemacht hat.
1. | Patrick Ittrich leitet dieses dritte DFB-Pokal-Viertelfinale. Und gibt es in diesem Moment frei.
vor Beginn | Mit unterklassigen Vereinen kennt sich der Sport-Club in diesem Jahr aber bestens aus. Nach Düsseldorf und Darmstadt trifft Freiburg zum dritten Mal in Folge auf einen Zweitligisten, in der 1. Runde blieben Schuster und sein Team zudem bei den Sportfreunden in Lotte schadlos. Ein Sieg heute, und der SC Freiburg steht zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte im Halbfinale.
vor Beginn | Und zu den Saisonzielen gehört ganz klar auch das DFB-Pokal-Finale. Spätestens seit den zwei bitteren Niederlagen gegen RB Leipzig, 2022 im Finale, ein Jahr später im Halbfinale, ist die Sehnsucht nach dem ganz großen Wurf im Pokalwettbewerb groß. Die zwei folgenden Jahre setzte es aber jeweils das enttäuschende Aus gegen unterklassige Klubs (Paderborn, 2. Runde, Bielefeld, Achtelfinale). Freiburg ist also gewarnt.
vor Beginn | So empfängt Hertha BSC den SC Freiburg heute im DFB-Pokal als Sechster mit Ausblick auf mehr. Freiburg ist eine Liga höher nur einen Platz schlechter und heute natürlich der Favorit auf den Halbfinaleinzug. Der Sport-Club erlebt dieses Jahr ein Auf und Ab, das 1:0 in Unterzahl gegen Bremen war der erste Sieg nach zwei knappen Niederlagen gegen Stuttgart und Lille. Trotzdem sind die Breisgauer noch auf drei Hochzeiten vertreten und haben alle Saisonziele fest im Blick.
vor Beginn | Richtig gelesen: Den gesamten Dezember und Januar blieb die so ambitionierte und auf dem Papier stark aufgestellte Hertha sieglos. Fünf Remis in Folge in der Zweiten Liga ließen Fans wie Verantwortliche langsam verzweifeln. Und vor allem Felle Richtung Aufstieg davonschwimmen. Dann ging die Reise ins provinzielle Elversberg. Wo mit einer konzentrierten Defensivleistung die drittstärkste Angriffsreihe der Liga in Schach gehalten werden konnte, um den erlösenden 3:0-Sieg einzufahren.
vor Beginn | Damit heute nicht schon wieder in der vorletzten Runde Schluss ist, hat Trainer Leitl auf einer emotionalen Pressekonferenz versucht, die ganze Stadt zu mobilisieren. Die Hütte solle brennen, er wünsche sich Freude, Mut und Support, ganz Berlin solle blau-weiß sein, all sowas. Helfen soll auch der 3:0-Erfolg vom Wochenende. Es war der lang ersehnte erste Sieg seit dem Pokal-Achtelfinale am 02. Dezember gegen Kaiserslautern.
vor Beginn | Zwei Spiele bis zum Finale in der eigenen Heimspielstätte: So nah war Hertha BSC zwar zuletzt erst 2024, insgesamt ist das heute aber erst das zweite Viertelfinale in den vergangenen zehn Jahren. Und wenn wir uns dann noch vor Augen führen, dass es vor zwei Jahren die schwere Enttäuschung in Form einer 1:3-Heimniederlage gegen Kaiserslautern setzte, verstehen wir noch besser, wie schwer es für die Hertha ist, sich diesen Traum vom vermaledeiten Heimspielfinale zu erfüllen.
vor Beginn | Seit 1985 wird das Finale im DFB-Pokal im Olympiastadion in Berlin ausgespielt, noch nie konnte Hertha BSC daraus ein Heimspiel werden lassen. Seit wenigen Tagen steht fest, dass der Hauptstadtklub bis 2030 Zeit hat: Der Vertrag zwischen dem Land Berlin und dem DFB wurde für vier weitere Jahre verlängert. Doch warum soll es nicht schon dieses Jahr klappen? Zwei Siege fehlen schließlich nur noch.
vor Beginn | Mit Rechtsverteidiger Treu hat auch der Sport-Club einen Comebacker, mit Müller steht zudem der Pokalkeeper im Tor. Auch Makengo, Suzuki und Ex-Herthaner Scherhant sind im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Werder Bremen vor wenigen Tagen neu in der Startelf. Stammtorwart Atubolu, der junge Ogbus, Kapitän Günter, Rotsünder Manzambi und Routinier Grifo werden dafür von Trainer Schuster zunächst auf die Bank beordert.
vor Beginn | So beginnt der SC Freiburg: Müller - Treu, Ginter, Rosenfelder, Makengo - Eggestein, Osterhage - Beste, Suzuki, Scherhant - Matanovic.
vor Beginn | Hertha BSC feierte zuletzt beim 3:0 in Elversberg einen emotionalen und wichtigen Sieg, es war das erste Mal seit einem Jahr, dass jemand im Saarland gewann. Seitdem muss Trainer Leitl aber auf den verletzten Zeefuik verzichten, Eitschberger übernimmt seine Position. Dafür kehrt der zuletzt angeschlagene Marton Dardai zurück in die Startelf, allerdings nicht für Leistner in der Innenverteidigung, sondern für Klemens auf der Doppelsechs. Und vorne gibt es noch den Tausch weg von Schuler und hin zu Kownacki. Macht in Summe drei Spielerwechsel.
vor Beginn | So spielt Hertha BSC: Ernst - Eitschberger, Leistner, Gechter, Karbownik - Dardai, Seguin - Winkler, Cuisance, Reese - Kownacki.
vor Beginn | Herzlich willkommen zum Viertelfinale des DFB-Pokal 2025/26 zur Begegnung zwischen Hertha BSC und dem SC Freiburg.