Das wars an dieser Stelle. Vielen Dank für das Interesse und viel Spaß mit den weiteren Achtelfinalpartien im DFB-Pokal!
Ein rundum gelungener Abend für Hertha BSC endet also mit einem bemerkenswerten Ergebnis. Der Lauf soll am Sonntag fortgesetzt werden, beim Heimspiel gegen Magdeburg gibts die Chance, weiter an die Aufstiegsplätze heranzurücken. Beim enttäuschenden 1. FC Kaiserslautern gibt es derweil Dinge zu klären. Am besten bevor es am Samstag zu Hause gegen Dynamo Dresden um die nächsten Punkte geht.
Nach dem Minimalismus der Vorwochen und vier 1:0-Siegen aus sechs Spielen setzt Hertha BSC den Siegeslauf mit einem fulminanten 6:1-Erfolg fort und zieht ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Gegen einen hilflosen und fehleranfälligen 1. FC Kaiserslautern lief die Angriffsmaschinerie wie aus einem Guss. Fast jeder Fehler der Pfälzer wurde gnadenlos bestraft. Schon zur Halbzeit hätte das Spiel entschieden sein müssen, stattdessen gab es den einzigen Wermutstropfen in Form des ersten Gegentores nach über zehn Stunden Spielzeit. Brenzlig wurde es in der Folge für die Hertha aber nicht mehr, die stattdessen auch im zweiten Durchgang noch drei weitere Tore nachlegte.
90.+4. | Dann ist Schluss.
90.+3. | Kunze hat Glück, dass er für seinen Frusttritt gegen Cuisance keine Gelbe Karte sieht.
90. | Vier Minuten Nachspielzeit.
88. | Wenig später legt Alidou eine etwas zu weit geratene Flanke von rechts neben dem Tor nochmal ins Zentrum, findet dort aber keinen Mitspieler. Immerhin springt ein Eckball bei raus. Der bringt aber keinen Ertrag ein.
86. | Dass Ernst derzeit ein herausragender Zweitligakeeper ist, haben wir an dieser Stelle schon erwähnt, jetzt darf er es auch mal zeigen: Nach einem Angriff über die linke Seite, wo Robinson andribbelt und Skyttä im Strafraum anspielt, kann Skyttä den Ball einmal quer durch den Sechzehner passen. Bis zu Ritter, der direkt schießt, aber an der Fußabwehr des gegnerischen Keepers scheitert.
85. | Erstmals in dieser Saison kassiert Kaiserslautern zwei Niederlagen in Folge. Beide sind tragisch wie enttäuschend. Es droht eine ungemütliche Vorweihnachtszeit.
83. | Sahin darf runter, Aremu muss drauf.
81. | Irgendwo in diesem Chaos des Tores hat Ritter offenbar noch so gefoult, dass er mit Gelb verwarnt werden musste. Selbst das hat nicht geholfen, um den sechsten Gegentreffer zu verhindern.
80. | Toooor! HERTHA BSC - 1. FC Kaiserslautern 6:1. Kaiserslautern versinkt im Chaos. Drei Pfälzer können Cuisance im rechten Halbfeld nicht stoppen, stochern nur daneben, foulen, der Vorteil läuft aber, weil Kownacki in den Strafraum durchstecken kann und sich Cuisance schnell berappelt. Gyamfi kann nicht klären, Cuisance setzt nach, zufällig springt der Ball links zu Krattenmacher. Der behält in all der Hektik die Übersicht und schiebt mit der Innenseite links neben den Pfosten ein.
79. | Und Karbownik kommt für Dardai aufs Feld.
79. | Thorsteinsson spielt für den starken Winkler.
79. | Dreierwechsel bei den feiernden Berlinern: Demme kommt für Seguin.
78. | Kaiserslautern muss jetzt aufpassen, dass es nicht noch die Rutsche wird. Cuisance kommt zentral am Sechzehner zur sehr guten Schusschance, feuert den Ball aber auf die Ostkurve.
77. | Simoni reiht sich also ein in die Roten Fehlerteufel. Auch für den Keeper ist es längst ein enorm unglücklicher Auftritt. Schon beim 1:4 hatte er seine Aktien. Das 1:5 geht komplett auf seine Kappe.
75. | Tooooor HERTHA BSC - 1. FC Kaiserslautern 5:1. Die Hertha stellt auf 5:1, doch es sind die Pfälzer, die selbst den Deckel draufmachen. Simoni wird im Aufbauspiel angelaufen und spielt den Ball direkt zu Krattenmacher. Den kann Robinson nicht mehr einfangen, Krattenmacher muss nur querlegen. Zu Kownacki, der ins leere Tor einschiebt.
74. | Außerdem muss Prtajin angeschlagen vom Feld. Der Stürmer humpelt ganz schön. Hanslik übernimmt seine Position.
74. | Haas kommt für Kleinhansl.
73. | Es dümpelt. Gerade passiert nicht viel auf dem Rasen. Daneben machen sich zwei FCK-Spieler zur Einwechslung bereit.
71. | Außerdem darf sich Kapitän und Allesspieler Reese etwas ausruhen. Am Sonntag wartet Magdeburg. Krattenmacher soll sich 20 Minuten lang auspowern.
71. | Doppelwechsel bei der Hertha: Doppeltorschütze Schuler geht vom Feld. Kownacki ist neu dabei.
68. | Erstmals an diesem aufregenden Abend erleben wir etwas Leerlauf. Das nimmt jetzt stellenweise doch den Charakter eines entschiedenen Spiels ein. Kaiserslautern ist bemüht, Hertha BSC aber sattelfest. Trotz des Gegentores haben die Gastgeber bislang ja kaum etwas zugelassen.
65. | Statt des Anschlusstreffers ist nun also der alte Abstand wiederhergestellt. War es das jetzt also? So weit gehen wir noch nicht, der Abend war bis hierhin verrückt genug, da kann schon noch was kommen. Aber die Hertha wirkt so gefestigt und euphorisiert, es braucht schon auch Fantasie, um an eine Wende für Kaiserslautern zu glauben.
63. | Dieser Schuss von Schuler, der schlägt nur ein, wenn du so eine Phase hast, wie Hertha BSC sie gerade genießt. Natürlich sieht Simoni da auch nicht glücklich aus. Doch gegen so einen Gegner rutscht so ein Ball dann halt durch, anstatt dass er abgewehrt wird. Ein sicherer Abschluss jedenfalls war das nicht.
62. | Abiama geht beim 1. FC Kaiserslautern vom Feld. Alidou kommt rein.
60. | Tooooor! HERTHA BSC - 1. FC Kaiserslautern 4:1. Das Problem aus Lauterer Sicht: Die Hertha bleibt auch brandgefährlich. Und nutzt Fehler konsequent aus. Im Mittelkreis patzen diesmal Ritter und Robinson gleichermaßen, können den Ball nicht halten, der stattdessen scharf nach vorne gespielt wird zu Cuisance. Der hat nur noch Gyamfi und Sirch vor sich, die sind mit dem Pass nach rechts zu Schuler aus dem Spiel. Und der tunnelt den unglücklichen Simoni zum 4:1.
59. | Zum Beispiel jetzt, als Gechter links neben dem Strafraum Kleinhansl foult. Der folgende Freistoß wird kurz in den Rückraum gespielt, wo Sahin Platz für den Fernschuss hat. Der wird aber geblockt.
58. | Kaiserslautern wirkt geduldig und verfällt nicht in Panik. Und aufgegeben haben sich die Pfälzer auch noch längst nicht. Angesichts der fast 60 Prozent Spielanteile gibt es da auch gar keinen Grund für. Und dass es gar nicht so viel braucht, um zum Tor zu kommen, bewies das 1:3 durch Ritter eindrucksvoll.
55. | Trotzdem bleibt es ein rasantes Spiel. Jetzt mit Lautern, das zentral mit Sahin angreift. Der Pass zu Skyttä in den Strafraum erfolgt etwas zu spät, in eine Abschlussposition kommt der Finne so nicht, stattdessen dreht er nach links ab und kommt nach Doppelpass mit Sirch von der Grundlinie zur scharfen Hereingabe. Die wehrt Ernst nach vorne ab. Wo kein Roter Teufel auf den Abstauber spekuliert.
53. | Ob Ritters Tor dieses Spiel tatsächlich nochmal scharf stellt, das hängt auch davon ab, wie schnell Kaiserslautern den Anschlusstreffer nachlegen kann. In den ersten Momenten des zweiten Durchgangs macht es aber nicht den Eindruck, als würde das bald passieren. Stattdessen attackiert wieder die Hertha, kommt mit Reese rechts in den Strafraum. Dessen Querpass wird abgewehrt, dann darf Reese selbst schießen. Und legt den Ball links vorbei.
51. | Die Statistiker und Mathematiker haben fertig gerechnet: 10 Stunden und 14 Minuten, oder anders gesagt 614 Minuten konnte Hertha-Keeper Ernst in einem Pflichtspiel nicht überwunden werden. Dann schoss Ritter im Mute der Verzweiflung aus halblinker Position per Aufsetzer ins kurze Eck ein.
49. | Für solche Informationen ist in diesem Spielverlauf kaum Zeit. Auch diesmal eigentlich nicht, denn fast schlägt die Hertha währenddessen schon wieder zu. Simoni wackelt bei einer Freistoßflanke, Reese kommt linken neben dem Tor an den Ball, kriegt den aber nicht aufs Tor gedrückt. Die Kugel wird abgefälscht, die folgende Hereingabe von Seguin nach kurzer Ecke segelt aufs Tordach.
48. | Wir sind noch einen Nachtrag zum Eichhorn-Tor schuldig: Der Teenager ist mit 16 Jahren und 128 Tagen nun der jüngste Torschütze in der DFB-Pokal-Historie. Er löst Jude Bellingham ab, der mit 17 Jahre und 77 Tagen getroffen hatte. Obendrein war es Eichhorns erstes Tor im Profifußball.
46. | Weiter gehts. Mit einer unveränderten Hertha.
46. | Elvedi kommt nicht zurück aufs Feld. Stattdessen spielt jetzt Robinson für Kaiserslautern.
Halbzeit | Was für eine Halbzeit, was für ein Spiel. Eigentlich lief alles für die unbezwingbar erscheinende Hertha, die die Erfolgswelle reitet, drei Tore schoss, eins schöner als das andere, drei Aluminiumtreffer verzeichnete. Klare Verhältnisse also? Mitnichten, ein toller Schuss von Ritter hält das Spiel am Leben. Das bemühte, aber oft auch glücklose Kaiserslautern belohnte sich damit für den betriebenen Aufwand. Und hält die Spannung an diesem ereignisreichen frühen Abend aufrecht.
45.+3. | Pause!
45.+2. | Tooooor! Hertha BSC - 1. FC KAISERSLAUTERN 3:1. Kaiserslautern lebt! Und Herthas überragende Serie ohne Gegentor ist gerissen: Kein Druck auf Kleinhansl auf der linken Schiene neben dem Strafraum, auch nicht auf Ritter, der sich den Ball nach Kleinhansls Pass im linken Halbfeld zurechtlegen kann. Per Aufsetzer schlägt es unten links ein, Ernst kann da nichts ausrichten.
45.+1. | Auch in der läuft es nicht für die Gäste. Stattdessen wird Gyamfi für sein taktisches Trikotziehen mit Gelb verwarnt.
45. | Ein Tor noch vor der Halbzeit für Kaiserslautern, und wir würden die Pfälzer noch nicht abschreiben. Wollten wir gerade schreiben. Da machte die Hertha fast das vierte. Jetzt bleiben nur noch zwei Minuten Nachspielzeit.
43. | Cuisane dribbelt geschwind rechts im Sechzehner, bleibt aber kleben. Winkler übernimmt und legt für Reese zurück, der Herthas dritten Aluminiumtreffer in diesem Spiel absetzt. Aus spitzem Winkel feuert er den Ball im kurzen Eck ans Kreuzeck, was für ein Schuss. Den Abpraller muss Schuler eigentlich ins Tor schieben. Doch Simoni berappelt sich nach dem Reese-Schuss schnell und kann klasse parieren.
42. | Und wenn wir über die Qualität der Abschlüsse sprechen, müssen wir natürlich die xGoals heranziehen. Da führt die Hertha mit 1,79 zu 0,46 fast so deutlich wie im Gesamtergebnis. Dabei haben beide Teams gleich oft Richtung Tor geschossen (7). So schön, wenn statistische Spielereien einen Spieleindruck so deutlich unterstreichen.
40. | Wieder so ein Abschluss von Kaiserslautern, der denen der Hertha nicht das Wasser reichen kann: Abiama müht sich, schlenzt aus 20 Metern halbrechter Position aber recht deutlich am linken Pfosten vorbei.
39. | Vor zwei Jahren, als Kaiserslautern im Viertelfinale des DFB-Pokals im Olympiastadion gewann, wir sprachen davon, führte Kaiserslautern nach 69 Minuten mit 3:0. Da können wir heute bis zu diesem Zeitpunkt durchaus von einer gelungenen Revanche von Hertha BSC sprechen.
37. | Simoni darf mal einen Ball fangen, nämlich die Ecke von Cuisance. Das tut doch gut. Die Quote des bemitleidenswerten Keepers bislang: Sieben Hertha-Schüsse, drei gingen rein, zwei ans Aluminium. Zu halten gabs noch nichts.
35. | Bei der Welle, die die Hertha gerade reitet, ist es erstaunlich, dass der nicht auch noch reineiert. Winkler schießt aus 25 Metern nach seinem eigenen Ballgewinn, die Kugel wird abgefälscht. Und tickt nur knapp am rechten Pfosten vorbei.
33. | Mit Dardai bekommt Herthas zweiter Innenverteidiger einen Scorer geschenkt. Das Tor geht zur Hälfte aufs Konto von Winkler. Wie er den Ball da durch seine Beine hat rollen lassen, das hat die gesamte Abwehrkette aufgerissen. Fast so genial wie sein eigener Treffer.
31. | Tooooor! HERTHA BSC - 1. FC Kaiserslautern 3:0. Doch damit nicht genug. Nach Cuisances Kracher bleibt die Hertha in der Szene. Reese sichert den Ball und die Berliner ziehen neu auf: Kurz hinten rum, dann spielt Dardai den scharfen Pass von links im Mittelfeld an den Strafraumrand, den Winkler umsichtig durch die Beine lässt. Das reicht, um dahinter Eichhorn frei auf Simoni zulaufen zu lassen. Und der hat auch bei diesem Abschluss nicht den Hauch einer Chance.
30. | Und die Hertha? Rennt drei Mal frei aufs Tor und schießt zwei Tore. Und dann klatscht ein fulminanter Schuss von Cuisance aus 25 Metern halbrechter Position ans rechte Lattenkreuz.
29. | So viel Aufwand, so wenig Ertrag: Eichhorn wird zentral vor dem eigenen Tor derart bearbeitet, dass er den Ball an Sirch verliert. Der spielt rechts raus zu Prtajin, der gibt ins Zentrum zu Skyttä, der müsste eigentlich aufdrehen und einschieben, legt stattdessen aber in den Rückraum zu Ritter. Und der schießt aus 18 Metern links vorbei.
28. | Passt dann auch ins Bild: Im Kampf um den Ball im Mittelfeld ist Skyttä den Bruchteil einer Sekunde zu spät und er steigt Kolbe auf den Fuß. Das gibt Gelb.
27. | Auch ein weiter Standard wird nicht gefährlich. Kunze köpft am langen Pfosten seinen komplizierten Kopfball neben das Tor, begeht zudem vorher das Offensivfoul. Kaiserslautern auf verlorenem Posten.
25. | Für Kaiserslautern wackelt sich Abiama links in den Strafraum. Anders als Winkler schlüpft er aber nicht durch. Und sein schwieriger Schuss hüpft dann harmlos am langen Eck vorbei. Keine Gefährdung für den seit Wochen unüberwindbaren Ernst.
22. | Bekommt Leistner für dieses Tor echt einen Scorerpunkt?! Das ist ja die Spitze der Erfreulichkeit aus Hertha-Sicht. Leistner stand, ganz Verteidiger, einfach nur Gyamfi im Weg. Den Rest hat Winkler erledigt. Eine irre gute Einzelleistung.
20. | Toooooor! HERTHA BSC - 1. FC Kaiserslautern 2:0. Diese eisekalte Hertha. Und wow, was für ein Treffer von Winkler! Für Kaiserslautern rückt Gyamfi mit auf, links im Strafraum wird er aber von Leistner geblockt. Und dann gehts in die andere Richtung: Der Ball springt zu Winkler links im Mittelfeld. Winkler startet, aber nicht den Konter, sondern ein wahnsinniges Solo. Bei dem er das halbe Spielfeld hinter sich lässt, links am Strafraum durch Sirch und Ritter durchschlüpft und sicher an Simoni vorbei ins rechte Eck einschiebt.
19. | Kaiserslautern steht also ein steiniger Weg bevor. Da kann es hilfreich sein, dass Stürmer Abiama anders als gegen Braunschweig auf seiner Position im Sturm agieren darf, und nicht auf der rechten Schiene. Dort spielt stattdessen Sirch. Und Kunze ist in die zentrale Rolle der Dreierkette geschlüpft. Genügend offensive Power sollte Kaiserslautern so eigentlich auf dem Feld haben.
16. | Sechs Spiele lang hat Hertha-Keeper Ernst nicht mehr hinter sich greifen müssen, das sind allein an regulärer Spielzeit neun Stunden Spielzeit. Und jetzt die frühe Führung mit dem ersten Torschuss gegen einen eigentlich gut aufgelegten Gegner. Wer sich fragt, wo gerade das Momentum so liegt, blicke ins Olympiastadion.
14. | Dardai sieht nachträglich Gelb für sein Foul gegen Ritter. Er erwischt Lauterns Kapitän rechts vor dem Strafraum, als der gerade einen Ball klatschen lassen will. Kaiserslautern schafft es trotzdem in den Sechzehner, deswegen lässt Stegemann den Angriff laufen. Als er dann versandet und Ernst den Ball ins Seitenaus wirft, ist Zeit für Ritter, sich zu berappeln. Und Dardai die Gelbe zu zeigen.
13. | Zwölf Minuten sind rum, nun passt sich die Atmosphäre diesem spektakulären Spiel an. Die Ostkurve eröffnet ihren organisierten Support sogar mit einer großen und beeindruckenden Choreo.
10. | Fast das 2:0, und wieder ist es der Ex-Lauterer Schuler: Kaiserslautern verliert rechts im Angriffsdrittel den Ball, der von Eichhorn schnell zu Cuisance ins Zentrum gepasst wird. Der will rechts eigentlich den startenden Reese mitnehmen, Gyamfi steht aber im Weg, stolpert den Ball jedoch zu Schuler. Der wird von Kunze bedrängt, kommt aber trotzdem zu einem erstaunlich scharfen Abschluss. Der links an den Innenpfosten und wieder raus ins Feld prallt.
9. | Gemurmel auf den Rängen, Feuerwerk auf dem Rasen. Was für ein turbulenter Start in diesen Pokalabend. Vor allem aus FCK-Sicht. Kaiserslautern kommt eigentlich richtig gut rein. Und liegt trotzdem hinten.
7. | Fast die schnelle Reparatur der Roten Teufel: Kleinhansl nimmt einen gefühlvollen Flugball von der rechten Seite links im Sechzehner mit viel Risiko volley aus der Luft. Er trifft den Ball richtig gut, allerdings nicht das Tor: Es schlägt nur im Außennetz ein.
5. | Toooor! HERTHA BSC - 1. FC Kaiserslautern 1:0. Und wie! Die Hertha sticht mit dem ersten Angriff. Obwohl Angriff relativ ist. Denn es ist vielmehr eine Einladung von Gyamfi. Der verfehlt Sahin mit seinem Rückpass deutlich und spielt stattdessen Schuler in den Fuß. Der umkurvt den chancenlosen Simoni mit Leichtigkeit und schiebt zur frühen Führung ein.
4. | Dieser Kopfball von Prtajin muss ins Tor, ohne Diskussion. Ob es sich rächt?
3. | Bei dieser DICKEN Chance von Prtajin ist Schweigen aber unmöglich. Da geht ein Raunen durchs riesige Olympiastadion. Sirch setzt rechts neben dem Strafraum gegen Kolbe nach, gibt zurück in den Rückraum. Über Kleinhansl gelangt der Ball nach halblinks zu Ritter, das geht alles schnell und präzise. So, dass im Zentrum der Hertha ein großes Loch klafft. Dort flankt Ritter rein, Prtajin köpft. Und schließt direkt auf Ernst ab.
2. | Das kennen wir aus den Ligen: Auch im DFB-Pokal wird protestiert. Die beiden Fankurven schweigen die ersten zwölf Minuten lang und sorgen für Geisteratmosphäre. Und verschaffen sich damit Gehör in der Diskussion um verschärfte Sicherheitsbedingungen, über die die Innenministerkonferenz beraten will.
1. | Anpfiff von Schiedsrichter Sascha Stegemann.
vor Beginn | Nur gut aus Lautern-Sicht, dass sich Enttäuschungen wie die vom Wochenende im bisherigen Saisonverlauf nicht doppelten. Bislang folgte jeder enttäuschenden Niederlage ein überzeugender und emotionaler Sieg. So etwa auch nach dem letzten Aufeinandertreffen mit der Hertha, das Berlin am 12. Spieltag schon mit seinem neuen Lieblingsergebnis gewonnen hat. Es folgte ein mitreißendes 4:1 gegen Kiel am Betzenberg. Nicht so gut aus Lautern-Sicht, dass es heute wieder auswärts rangeht. 16 der 23 Ligapunkte holte Kaiserslautern zu Hause.
vor Beginn | In Kaiserslautern machte sich am Wochenende derweil Ernüchterung breit: Vor allem die Art und Weise beim saft- und kampflosen 0:2 gegen den Tabellensiebzehnten Eintracht Braunschweig, der zuvor acht Niederlagen aus neun Ligaspielen sammelte, war eine herbe Enttäuschung. Es war eines dieser Spiele, nach denen weniger analysiert und stattdessen mehr Klartext miteinander gesprochen wird. Stichwort Einstellung und Leistungsbereitschaft. Die müssen heute tunlichst wieder passen. Andernfalls steht uns ein einseitiges Spiel bevor.
vor Beginn | Die Hertha ist in der 2. Liga damit das Team der Stunde und pirscht sich an die Aufstiegsplätze heran. Und im DFB-Pokal konnten die ersten zwei Runden gegen Münster und Elversberg überstanden werden. Gegen die Preußen war im Elfmeterschießen noch eine gehörige Portion Glück vonnöten, gegen Elversberg gelang eine 3:0-Gala. Das bescherte der Hertha das Heimspiel heute gegen Kaiserslautern. Und damit die Chance, zum zweiten Mal in den vergangenen drei Jahren ins Viertelfinale einzuziehen.
vor Beginn | Denn bei der Hertha ist der Pragmatismus eingekehrt. Und damit der Erfolg: Seit sechs Spielen hat der Hauptstadtklub kein Gegentor mehr kassiert. Das ganze Team hat sich auf jeder Position der Verteidigungsarbeit verschrieben, dahinter ist Keeper Ernst in bestechender Form. So reichten neun Tore in diesen sechs Spielen, drei davon allein gegen Elversberg im Pokal, um alle sechs Partien zu gewinnen. Vier 1:0-Siege in dieser Saisonphase sind bester Ausdruck der neu erlangten Kaltschnäuzigkeit, die Trainer Leitl seiner Elf einverleibt hat.
vor Beginn | Hertha BSC gegen Kaiserslautern im DFB-Pokal, das hat eine Vorgeschichte: Erst vor fast zwei Jahren gab es dieses K.o.-Runden-Duell, damals allerdings noch eine Runde später im Viertelfinale. Am 31. Januar 2024 setzte sich Kaiserslautern im Olympiastadion gegen eine harmlose Hertha mit 3:1 durch und Berlins Traum vom DFB-Pokal-Finale im eigenen Stadion platzte einmal mehr. Das durfte stattdessen wenige Monate später Lautern als Fast-Absteiger spielen. Heute stehen die Vorzeichen anders.
vor Beginn | Kaiserslautern erlitt beim 0:2 bei Eintracht Braunschweig am Samstag Schiffbruch. Heute kehrt der wichtige und zuletzt gesperrte Abwehrmann Gyamfi zurück, außerdem darf Kleinhansl starten. Haas und Robinson weichen dafür auf die Auswechselbank. Auf der nimmt auch Stammkeeper Krahl Platz. Simoni darf beginnen. Macht in Summe drei Veränderungen von Trainer Lieberknecht.
vor Beginn | So beginnt der 1. FC Kaiserslautern: Simoni - Abiama, Sirch, Gyamfi, Elvedi, Kleinhansl - Kunze, Sahin - Skyttä, Prtajin, Ritter.
vor Beginn | Hertha-Coach Leitl hatte vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale heute angekündigt, auf frische Beine setzen zu wollen, das entpuppt sich allerdings als Bluff: Die Offensivabteilung seiner Hertha bleibt im Vergleich zum 1:0-Erfolg gegen Holstein Kiel am Samstag unberührt, lediglich seine in den letzten Wochen so felsenfeste Abwehrformation muss etwas umgebaut werden. Zeefuik fehlt im Pokal rotgesperrt, Karbownik rückt auf die Bank. An ihrer Stelle spielen Kolbe und Leistner.
vor Beginn | So spielt Hertha BSC: Ernst - Gechter, Leistner, Dardai, Kolbe - Seguin, Eichhorn - Reese, Cuisance, Winkler - Schuler.
vor Beginn | Herzlich willkommen zum Achtelfinale des DFB-Pokal 2025/26 zur Begegnung zwischen Hertha BSC und Kaiserslautern.