Das wars an dieser Stelle. Wir melden uns am nächsten Dienstag wieder von der Champions League. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin!
Der BVB startet seinen schwierigen Auswärtstrip also mit einer enttäuschenden Niederlage und kann nach dem Erfolg gegen Villarreal in der Königsklasse nicht nachlegen. Bodö/Glimt revanchiert sich dafür gewissermaßen für die deftige 0:5-Abreibung gegen den FC Bayern und fährt die ersten Punkte ein. Dortmund fliegt jetzt kurz nach Hause, dann zu Union Berlin, dann kurz nach Hause, dann zu Sabah FK nach Baku. Und Bodö/Glimt spielt am Samstag gegen Hamarkameratene und am Dienstag bei der SSC Neapel - übrigens auch beides auswärts.
30 gute Minuten mit dem größeren Teil des ersten Anzugs reichen in der Champions League längst nicht, um erfolgreich zu sein. Und so kassiert der BVB nach äußerst schwachen ersten 60 Minuten eine völlig verdiente Niederlage beim gewohnt gut aufgelegten, spielfreudigen und selbstbewussten Bodö/Glimt. Die Norweger starteten vor allem in den zweiten Durchgang wie die Feuerwehr und sorgten mit einem toll herausgespielten Tor für die überfällige Führung. Und überstand die Attacken der erst nach vier Wechseln aktiv werdenden Dortmunder mit Geschick und ein bisschen Glück.
90.+3. | Es folgen noch DREI BVB-Ecken. Theoretisch sogar eine vierte. Die lässt Schnyder aufgrund der längst ausgelaufenen Uhr aber nicht mehr zu - und Bodö/Glimt schlägt den BVB mit 1:0!
90.+2. | Aber es gibt sie noch, die letzte Patrone. Nmecha tankt sich auf der linken Seite fast auf der Grundlinie durch und muss aus Nullwinkel schießen. Macht das aber richtig gut. Der wäre unter dem Tordach eingeschlagen - wenn Haikin nicht schnell die Arme hochgerissen und pariert hätte.
90.+2. | Bodö/Glimt wankt, die Fans pushen aber nochmal. Gundersen klärt den tiefen Pass vor Nwaneri. Und die 120 Sekunden verstreichen.
90.+1. | Und siehe da, das haben wir uns ja schon so gedacht: Es werden gerade mal zwei Minuten Nachspielzeit angezeigt. Wo gibts denn sowas noch heutzutage?
90. | Die letzte reguläre Spielminute läuft. Viel Nachspielzeit wird es nicht geben, wir können uns an keine einzige nennenswerte Spielunterbrechung erinnern. Es ist längst Zeit für den Last-Minute-BVB, sonst setzt es die mal gar nicht eingeplante Pleite.
88. | Vor allem schafft es Bodö/Glimt nicht mehr, Druck auf den ballführenden Spieler auszuüben. Wie jetzt auf Nwaneri, der nach Chukwuemekas Hacke rechts am Strafraum frei steht, das Zentrum scannt, Guirassy sieht. Aber viel zu hoch flankt. Guirassy schlägt die Hände über dem Kopf zusammen: Er stand völlig blank.
86. | Immer noch erst ein einziger Wechsel bei Bodö/Glimt, das aber auch insgesamt nur acht Spieler draußen sitzen hat, davon ist einer gekommen und einer ist ein Keeper. Soll heißen: Die Möglichkeiten sind begrenzt. Sieht so aus, als solle die Startelf den knappen Sieg über die Zeit bringen. Doch die Beine wirken schwer.
84. | Die folgende Ecke wird nicht direkt aufs Tor geköpft, landet aber im hinteren Bereich des Strafraums bei Nwaneri. Der braucht einen Tick zu lang für seinen Abschluss und bleibt hängen.
83. | Und dann ist es fast so weit. Ryerson spielt einen schlauen Ball von der rechten Außenbahn in den Strafraum zu Bellingham und hebelt damit drei Gegenspieler aus. Bellingham kann querlegen. Und am zweiten Pfosten begeht Sjövold vor dem lauernden Svensson fast das Eigentor.
82. | Dortmund spielt, passt, rochiert, kommt nicht durch. Bleibt aber geduldig. Panik oder Hektik herrscht nicht. Es wird gewartet, bis sich eine Tür öffnet.
80. | Wir eröffnen die Schlussphase. Und sehen einen bemühten BVB, der ausbaden will, was er sich in den ersten 60 Minuten eingebrockt hat. Und ein Bodö/Glimt, das unmittelbar nach der überfälligen Führung in den Verteidigungsmodus geschaltet hat. Noch geht das gut. Wie jetzt, als Berg gegen den schnellen Nwaneri auf der Hut ist und den Außenstürmer ins Toraus drängt.
78. | Okay, zurückgenommen. Im selben Wechselfenster tauscht dann auch Knutsen erstmals. Und bringt Brynhildsen für Hauge.
77. | Bodö/Glimt hat noch gar nicht gewechselt. Kovac zieht seine letzte Option. Und bringt Chukwuemeka für Beier.
75. | Dicke Chance für Nwaneri. Kein Druck auf Bensebaini, der 40 Meter vor dem Tor im linken Halbfeld ins Zentrum flanken kann. Dort wurde der Neuzugang vom FC Arsenal völlig aus den Augen verloren. Nwaneri braucht allerdings offenbar noch etwas Zeit am Kopfballpendel. Völlig freistehend stupst er den Ball aus fünf Metern per Aufsetzer genau in die Arme von Haikin.
73. | Darüber hinaus kommt von Bodö/Glimt nicht mehr so viel. Und auch die seltenen Gegenangriffe werden nicht gut ausgespielt. Wie jetzt, als Blomberg von der linken Seite quer ins Zentrum gibt. Dort aber weit und breit keinen Abnehmer findet.
71. | Fünf Abschlüsse für den BVB bis hierhin, drei davon seit dem Viererwechsel. Mit den mächtigen und autoritären Nmecha und Guirassy auf dem Platz ist das Gesicht des BVB ein anderes.
69. | Der Ausgleich bahnt sich an. Svensson spielt einen tollen Ball links in den Strafraum gen Grundlinie zu Nmecha, der hat wieder so einen starken ersten Kontakt, macht den Ball unter Bedrängnis und im vollen Lauf fest, dreht Björkan ein und gibt in die Mitte. Dort lauert Guirassy, der bekommt das Leder aber nicht über die Linie gedrückt. Weil Aleesami noch gerade so den Fuß reinkriegt.
67. | Durch die vier Wechsel, konkret der Einwechslung von Ryerson, ist Beier übrigens von rechts hinten nach vorne links gewechselt. Auch das tut dem BVB-Spiel gut. Dortmund wird besser, fährt den nächsten Angriff, eben über Beier, der den Ball von der Grundlinie aber nichts mehr ins Zentrum gekratzt bekommt.
66. | Guirassy hat auch direkt Dampf auf dem Kessel. Macht einen tiefen Ball fest, dreht sich, legt nach links raus zu Svensson und stiefelt in den Sechzehner. Dort verpasst er die Flanke von Svensson nur knapp.
64. | Das war Dortmunds beste, weil einzige Torchance im Spiel. Nmecha, Ryerson, Guirassy: Ob es mit einem größeren Teil des ersten Anzugs jetzt besser wird? Noch ist genug Zeit, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken.
62. | Nmecha macht gleich mal auf sich aufmerksam. Ein einfacher Pass von Gadou zum Nationalspieler, dessen starke Ballbehandlung, ein Haken gegen Auklend, der ins Leere läuft, dann der starke Schuss aus 25 Metern zentraler Position. Der hätte sich ins Eck gedreht. Haikin fliegt aber wunderbar, greift über und lenkt den Ball mit der Pranke um den Pfosten.
60. | Und ohne Ryerson geht es dann doch nicht. Inacio geht vom Feld.
60. | Ethan Nwaneri kommt für den müde wirkenden Karetsas.
60. | Guirassy nimmt seinen Platz in der Sturmspitze für Fabio Silva ein.
60. | Tabula Rasa beim BVB. Nach einer Stunde wird vier Mal gewechselt. Nmecha kommt für Veerman.
58. | Zwei Mal in seiner langen Europapokalhistorie hat der BVB vier Mal in Folge im europäischen Wettbewerb verloren. Es bahnt sich ein drittes Mal an.
56. | Während sich auf der BVB-Bank ein Großwechsel anbahnt, Guirassy, Nmecha und auch Ryerson sehen wir da in der Vorbereitungsphase, mindestens, landet ein Flankenwechsel auf der rechten Seite bei Karetsas. Der schießt oder flankt vom Strafraumeck aus weit über den langen Winkel hinaus.
54. | Die Ballkontakte des BVB im zweiten Durchgangs bis zum Rückstand, um den gebettelt wurde, lassen sich an einer Hand abzählen. War der BVB im ersten Durchgang schon nicht gut, ist er jetzt noch schwächer.
52. | Toooor! FK BODÖ/GLIMT - Borussia Dortmund 1:0. Bodö/Glimt spielt wieder unzählige Pässe, ohne dass ein BVB-Akteur auch nur in die Nähe eines Ballgewinns kommt. Dann dribbelt Berg im rechten Halbfeld kurz auf und spielt nach rechts neben den Sechzehner zu Auklend. Der gibt mit dem ersten Kontakt nach innen in die gut besetzte Box. Und Sjövold schiebt auf Höhe des ersten Pfostens aus sieben Metern per Direktabnahme zur überfälligen Führung mit der Innenseite flach und überlegt ins rechte Eck ein.
51. | Ein Team hat sich für den zweiten Durchgang richtig was vorgenommen. Das andere ist der BVB. Kovac muss sich schleunigst was einfallen lassen.
50. | Danach wieder wieder die kurz ausgeführte Ecke, dann spielt sich Bodö/Glimt auf der linken Seite durch, bis Hauge in den Strafraum eindringen kann. Er gibt quer, trifft einen eigenen Mann, es wird geflippert und dann kann Blomberg aus 15 Metern Entfernung schießen. Bensebaini fälscht ab. Und die Kugel kullert links am Tor vorbei.
48. | Anton, Gadou und Bensebaini schaffen es in ihrem fahrigen Aufbauspiel nicht über die Mittellinie, dann geht der Ball hopps und der Gegenangriff läuft. Über die rechte Seite nach innen zu Helmersen, der gibt weiter zu Hauge, der mit dem Übersteiger gegen Gadou, außen vorbei. Und der zur Hilfe eilende Anton kann den Schuss aus sechs Metern Entfernung noch gerade so blocken.
47. | Und schon wieder startet der BVB furchtbar. Erst scheitert Helmersen am Ende eines schnellen und flüssig vorgetragenen Angriffs von der rechten Seite im Strafraum mit seinem Abschluss am großartigen Kobel. Dann wird bei der kurz ausgeführten Ecke gepennt, Björkan flankt vom linken Strafraumeck. Und erneut vergibt Helmersen, der diesmal frei, aber einen Meter zu hoch köpft.
46. | Ohne personelle Veränderungen wird das Spiel fortgesetzt.
Halbzeit | Das war ganz schön dünn, was der BVB in den ersten 45 Minuten geliefert hat. Ohne Torchance und deutlich unterlegen können die Gäste froh sein, dass es torlos zur Neujustierung in die Kabinen geht. Bodö/Glimt war das klar bessere Team, war schneller, zielstrebiger und gefährlicher. Drei Torchancen sind dabei herausgesprungen, zwei mit dem Prädikat sehr gut. Erst in den letzten zehn Minuten konnte der BVB das Match etwas neutralisieren, was aber auch nicht gerade der Anspruch sein sollte.
45. | Kein Grund für Nachspielzeit in dieser flüssigen Angelegenheit. Mit dem 0:0 geht es in die Pause.
43. | Der BVB hat es also in der Tat geschafft, das Geschehen etwas zu entschleunigen und ausgeglichener zu gestalten. Das fiel allerdings zu Lasten des Unterhaltungswertes. Gegen Ende der größtenteils einseitigen ersten Halbzeit ist gerade nicht mehr viel los.
41. | Das war mal nicht schlecht. Bellingham reißt das Spiel im Mittelfeld an sich, spielt zwei Doppelpässe und verlagert dann aus dem Zentrum nach rechts zu Karetsas. Der flankt vom Sechzehnereck mit Zug zum Tor und findet den Kopf von Fabio Silva, der aus Nahdistanz an Haikin scheitert. Der Stürmer war aber ohnehin aus einer Abseitsposition gestartet.
40. | Inacio versucht es auf der linken Seite auf eigene Faust, kommt auch fast an Berg vorbei, der fährt aber nochmal die Fußspitze aus und klärt zur Ecke. Die bringt Veerman an den zweiten Pfosten. Wo sich weder Anton noch Bensebaini durchsetzen können.
38. | Immerhin dürfen die Gäste jetzt mal ein paar Spielanteile zurückholen, das macht optisch den Eindruck, als würde das Duell ausgeglichener werden. Auf die erste BVB-Chance warten wir aber weiter vergeblich.
36. | Auch die fast 65 Prozent gewonnene Zweikämpfe des Gegners sollten und werden BVB-Coach Kovac Sorge bereiten. Schwarzgelb wird schlichtweg der Schneid abgekauft.
34. | Dick eingepackt an der Seitenlinie beobachtet auch Ryerson aufmerksam das Geschehen, der halb Bodö von der norwegischen Nationalmannschaft bestens kennt. Er wird entsprechend nicht überrascht sein von der Stärke des heutigen Gegners. Ob Dortmund wertvoller Vorlagengeber und Antreiber selbst heute helfen kann, ist fraglich. Er gehört zu den Spielern, die angeschlagen von der langen und anstrengenden Länderspielpause zurückkehrten.
31. | Dortmunds Unterlegenheit lässt sich auch statistisch festhalten. Bodö/Glimt hat 65 Prozent Ballbesitz! Und die sind nicht brotlos, sondern haben Substanz. Die einzigen Chancen des Spiels bei 5:1 Torschüssen erspielen sich schließlich auch nur die Mannen in ganz Gelb zusammen.
29. | Und weiter dieser Hauge. Der ist längst kein Unbekannter, hat seine Geschichte bei Milan und Eintracht Frankfurt, so richtig gut war er aber immer nur in der Heimat Bodö. Dort dribbelt er feinfüßig von der linken Seite nach innen, lässt erst Anton stehen, dann Veerman. Der schafft es aber zurück in den Zweikampf, erschwert den Schlenzer deutlich. Und Hauges Abschluss aus 20 Metern verreißt und fliegt deutlich drüber.
27. | Die nächste Topchance für die Gastgeber. Dortmund greift mal an, verliert den Ball und das Gegenpressing geht dann voll ins Leere, weil Sjövold einen ausgezeichneten langen Ball auf die linke Seite zu Hauge spielt. Der ist ein technisch so versierter Spieler, nimmt den Ball im vollen Tempo mit der Brust mit und dringt frei in den Sechzehner ein. In der mitte läuft Blomberg mit. Der verpasst den Querpass von Hauge aber um Haaresbreite.
25. | Ärgerliche Gelbe Karte für Fabio Silva, der im gegnerischen Strafraum eine halbhohe Halbfeldflanke von Veerman mit dem hohen Fuß erreichen will, dabei aber Björkan mit dem Fuß im Gesicht trifft. Dafür wird er verwarnt.
24. | Heraufbeschworen: ein Dortmunder Angriff. Es geht im Zuge einer Umschaltsituation erst über die linke Seite und Fabio Silva, der dann aber nach rechts zu Svensson verlagert. Der nimmt den zur Grundlinie startenden Karetsas mit. Und der spielt den Ball quer, aber nur in die Arme von Haikin.
23. | Ein echt beeindruckender Auftritt von Bodö/Glimt bis hierher. Die Norweger spielen so einen anspruchsvollen Ball. Und machen dabei keine Fehler. Okay, ein Chancenfeuerwerk ist es jetzt noch nicht, aber ein bisschen was kann der Gegner ja nun mal auch. Der wird aber aus BVB-Sicht erschreckend kleingehalten. Dortmund kommt seit über zehn Minuten kaum mehr in die gegnerische Hälfte.
21. | Das mit dem Verhindern der Torschüsse können wir also jetzt auch streichen. Der BVB hat echt Probleme. Die Führung für Bodö/Glimt wäre sehr verdient und folgerichtig.
19. | Fet kratzt am Führungstor. Das sind so viele Pässe und Rochaden, die können gar nicht alle geschildert werden. Am Ende legt Berg per verzögerten Doppelpass links hinter dem Strafraumeck den Ball links in den Strafraum, wo Fet sich nur noch Gadou gegenübersteht, der nich blocken kann. Kobel fliegt, wäre da aber nicht rangekommen - und der Ball tickt wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.
16. | Bodö/Glimt wird nicht nur besser, Bodö/Glimt ist besser. Der Ball läuft lange, schnell und sicher durch die Reihen. Der BVB bekommt gerade keinen Fuß an den Ball. Lässt aber immerhin keine weiteren Torchancen und Abschlüsse zu. Aber es zeichnet sich schon ab, dass diese vermeintliche Favoritenrolle des BVB wahrscheinlich gar keine ist. Das wird ein tief zu bohrendes Brett.
13. | Bodö/Glimt wird besser. Und dem fällt jetzt Gadou zum Opfer. Der schubst gegen Björkan, der gerade Richtung Grundlinie starten wollte und Vorsprung hatte, um einen tiefen Ball zu erreichen. Neben der frühen Verwarnung für Dortmunds jungen Verteidiger gibt es den Freistoß am linken Strafraumeck obendrauf.
11. | Die folgende Ecke wird nicht unmittelbar gefährlich, aber mit Verzug. Blomberg darf nach seinem Standard nochmal aus dem Spiel heraus flanken, daraus resultieren drei Bogenkopfbälle, dann klärt letztlich Bensebaini unzureichend, weil genau auf den Fuß von Hauge. Der schießt von links im Strafraum. Und schickt seinen Volley genau auf Kobel, der sicher pariert.
9. | Bodö/Glimt kommt also besser rein und beinahe wird es erstmals richtig gefährlich. Nach einem tollen Diagonalball links zum Sechzehner kann Hauge die Kugel technisch sicher runterpflücken und nach innen ziehen. Er zieht Gegenspieler auf sich und legt dann ab für Berg. Der schießt aus 16 Metern und wird noch gerade so geblockt.
8. | Bodö/Glimt ist aber kein Team, dass sich nur hinten reinstellt und dann den langen Hafer nach vorne schickt. Da wird schon auch wert auf die feine Klinge und den technisch anspruchsvollen, stellenweise sehr sehenswerten Fußball gelegt. Das erkennen wir auch hier früh. Bei Ballgewinn sucht der Gastgeber regelmäßig die spielerische Lösung, um das Gegenpressing zu umgehen. Und findet die bislang auch.
5. | Im Zuge der Abtastphase bekommt Dortmund den ersten Eckball zugesprochen, der wird aber schon am ersten Pfosten weggeköpft. Danach übernimmt der BVB aber mehr und mehr die Spielkontrolle, inklusive eines experimentellen Volleyschusses von Bensebaini aus gut 30 Metern, der links am Tor vorbeigeht. Und Bodö/Glimt sammelt und sortiert sich in der eigenen Hälfte.
3. | Bodö/Glimts Meisterschaftskonkurrent Viking Stavanger hat gestern, ebenfalls zu Hause, ebenfalls auf dem für die Bundesligaklubs so ungewohnten Kunstrasen, 72 Sekunden gebraucht, um in Führung zu gehen. Hier, viele, viele Kilometer weiter nördlich, legt Hauge nach nicht mal 25 Sekunden den ersten Fernschuss für Fet auf, der nur knapp übers Gehäuse geht. Diesen ersten haarigen Moment übersteht der BVB also. Und das beginnt das Abtasten.
1. | Anpfiff von Schiedsrichter Urs Schnyder aus der Schweiz!
vor Beginn | Wie etwa Abwehrchef Schlotterbeck, auf den Kovac heute aus Belastungsgründen komplett verzichtet. Gegen Bremen machte sich das in den Schlussminuten schon bemerkbar. Wie ist es heute im hohen Norden von Norwegen bei Schmuddelwetter, Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt und Kunstrasen unter den Stollen?
vor Beginn | Besonderes Augenmerk des BVB gilt heute auch der Fitness und Durchschlagskraft seiner Profis. Die lange Länderspielpause hat allen Feldspielern bis auf die nicht nominierten Marcel Sabitzer und Maxi Beier viel Kraft gekostet, einige kamen kränkelnd oder angeschlagen zurück.
vor Beginn | Das musste Borussia Dortmund schon im Vorjahr am eigenen Leib erfahren, als Bodö/Glimt, damals noch als amtierender norwegischer Meister, mittlerweile "nur" noch Vize, am 6. Spieltag in der Ligaphase in Westfalen zu Gast war. Und dem Favoriten ein völlig verdientes 2:2 abknöpfte. Das nächste Gastspiel bei einem Bundesligisten ging für die Norweger dann allerdings in die Hose: Vor einem Monat ging das Duell beim FC Bayern mit 0:5 nach hinten los.
vor Beginn | Nun also der erste Auftritt beim Triple-B-Trip in Bodö, wo ein gallisches Dorf wartet, das nach dem norwegischen auch den europäischen Fußball seit mehreren Jahren ins Staunen bringt. Vor zwei Jahren das Halbfinale in der Europa League, letztes Jahr das Achtelfinale der Champions League samt sensationellen Triumphen über Inter Mailand, Manchester City und Atletico Madrid: Bodö/Glimt ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern eine immens schwierige Aufgabe, gerade auswärts.
vor Beginn | Nach einer dominanten Vorstellung traf Dortmund zwar erst spät, führte dann aber nach 85 Minuten mit 2:0. Für den Sieg reichte das aber nicht, denn es folgte der körperliche wie mentale Einbruch in den Schlussminuten, der noch zwei Werder-Tore ermöglichte. 2:2 statt 2:0, ein Punkt statt drei, das erste Mal in der Saison nicht gewonnen und der Verlust der Tabellenführung: Borussia Dortmund hat sich am Freitag selbst ein Bein gestellt.
vor Beginn | Den ersten Rückschlag der jungen Saison setzte es für den BVB ausgerechnet vor der bislang kniffeligsten Saisonphase: Mit Bodö, Berlin-Köpenick und Baku stehen Borussia Dortmund drei lange und aufwendige Reisen zu Auswärtsspielen ins Haus, die allesamt kompliziert werden könnten und viel Kraft kosten werden. Dass vorher der sicher geglaubte Sieg in der Bundesliga gegen den SV Werder vergeigt wurde, hat in der Vorbereitung darauf nicht geholfen.
vor Beginn | Borussia Dortmund ging beim 2:2 gegen den SV Werder am vergangenen Freitag erstmals in dieser Bundesligasaison nicht als Sieger vom Platz. Angesichts anstrengender kommender Tage, dazu später mehr, betreibt Coach Kovac Belastungssteuerung. Mit Schlotterbeck, Nmecha, Nwaneri, Guirassy und Sabitzer rotieren fünf Spieler raus. Bensebaini, Veerman, Karetsas, Inacio und Fabio Silva sind neu dabei.
vor Beginn | So beginnt Borussia Dortmund: Kobel - Gadou, Anton, Bensebaini - Beier, Veerman, Bellingham, Svensson - Karetsas, Inacio - Fabio Silva.
vor Beginn | Bodö/Glimt liefert sich in der heimischen Liga mit dem amtierenden Meister Viking Stavanger, dem anderen norwegischen Champions-League-Team, einen spannenden Meisterschaftskampf, in dem der Vizemeister zuletzt mit 3:1 gegen Kristiansund BK erfolgreich war. Im Vergleich dazu tauscht Trainer Kjetil Knutsen seine Startelf auf zwei Positionen aus. Björtuft sitzt eine Rotsperre ab und Brynhildsen auf der Bank. Aleesami und Helmersen kommen neu rein.
vor Beginn | So spielt Bodö/Glimt: Haikin - Sjövold, Gundersen, Aleesami, Björkan - Auklend, Berg, Fet, Hauge - Blomberg, Helmersen.
vor Beginn | Herzlich willkommen in der Champions League zur Begegnung der Ligaphase zwischen dem FK Bodö/Glimt und Borussia Dortmund.